Deutsche Eishockey-Liga

DEG verschenkt den Sieg gegen den ERC Ingolstadt

Verbissener Kampf um den Sieg – hier scheitert Ken Andre Olimb (links) in der Verlängerung.

Verbissener Kampf um den Sieg – hier scheitert Ken Andre Olimb (links) in der Verlängerung.

Foto: Birgit Häfner

Düsseldorf.   Gegen Ingolstadt kommt Düsseldorf zu spät in Fahrt. Nach spätem Ausgleich geht das Duell doch noch mit 3:2 in der Overtime an der ERC.

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Mehr als eine halbe Stunde Spielzeit benötigte die Düsseldorfer EG, um gegen den ERC Ingolstadt in Schwung zu kommen. Dann allerdings gab es für die 7731 Zuschauer im Rather Dome noch einiges zu sehen. Die Eishockey-Mannschaft von Trainer Harold Kreis berannte im Schlussdrittel das Tor der Oberbayern, doch es fehlte ihr besonders in Überzahl die Präzision im Abschluss. Das rächte sich, denn in der Verlängerung traf Ville Koistinen zum entscheidenden 3:2 (1:0, 1:1, 0:1, 1:0) für den ERC. „Wir sind frustriert“, gestand Kreis. „Aber wir haben auch nur in der zweiten Hälfte des Spiels auf dem Level agiert, das wir immer bringen müssen.“

Das Freitagspiel in Mannheim hatte Spuren hinterlassen. In erster Linie natürlich in positiver Hinsicht, hatten die Düsseldorfer den Spitzenreiter doch in dessen eigener Halle mit 5:2 bezwungen und sich damit noch dichter auf dessen Fersen begeben. Doch der bemerkenswerte Erfolg wies auch eine Kehrseite auf. Zu den bereits seit längerer Zeit verletzten Manuel Strodel, Bernhard Ebner und John Henrion gesellte sich nach der Partie auch noch Jerome Flaake, so dass am Sonntag ein Quartett fehlte.

DEG kam nicht ins Rollen

Irgendwie kam die DEG überhaupt nicht ins Rollen, was allerdings nicht nur an der personellen Dezimierung lag. So war die Ingolstädter Führung durch Darin Olver zur ersten Pause verdient, und es schien in diesem Stil auch weiterzugehen. Nicht allein, weil Michael Collins im Mitteldrittel nur 16 Sekunden bis zum zweiten Ingolstädter Treffer benötigte: Die DEG brauchte eine kleine Ewigkeit, bis endlich Tempo und Leidenschaft in ihre Angriffe kam. Der Lohn stellte sich 21 Sekunden vor Drittelende ein. Leon Niederberger erkämpfte sich den Puck, setzte zu einem entschlossenen Sprint an und legte perfekt für Patrick Buzas zum 1:2 auf. „Wir haben uns das Leben vorher selbst schwer gemacht“, meinte Buzas. „Es lag nicht an Ingolstadt, dass wir so schwer in die Gänge gekommen sind, es lag an uns.“

Gogullas Kunststück

Ein feines Kunststückchen Philip Gogullas brachte dann den Dome doch noch zum Kochen. Als der Ingolstädter Ryan Garbutt die Strafbank drückte, erhielt der frühere Kölner ein Zuspiel von Kapitän Alex Barta, schoss zunächst Torhüter Timo Pielmeier an, legte sich dann den Abpraller mit dem Schlittschuh vor, um den Puck schließlich ganz locker aus der Luft ins Netz zu setzen – 2:2. Doch trotz häufiger Überzahl, 81 Sekunden lang sogar mit fünf gegen drei Feldspieler, gelang nichts mehr.

„Am Ende wollte die Scheibe einfach nicht rein“, sagte Kreis. „Vielleicht eine Art Gerechtigkeit, wenn man die komplette Spielzeit betrachtet.“ Dem wollte sich Torschütze Buzas nicht anschließen: „Wenn man unsere Überlegenheit im Schlussdrittel sieht, dann hätten wir heute unbedingt drei Punkte holen müssen.“ (jol)

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