Galopprennen

Die „Diana“ sorgt in Grafenberg für ein volles Haus

Im vergangenen Jahr bejubelte Filip Minarik auf Well Timed den Sieg beim Henkel-Preis der Diana.

Im vergangenen Jahr bejubelte Filip Minarik auf Well Timed den Sieg beim Henkel-Preis der Diana.

Foto: Benefoto

Düsseldorf.  Das deutsche Stuten-Derby steht an und lockt die Zuschauer auf die Rennbahn. Das Europagrupperennen ist mit 500.000 Euro dotiert.

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Ein „volles Haus“ ist morgen auf der Grafenberger Galopprennbahn garantiert, denn mit dem 161. Henkel-Preis der Diana, dem Deutschen Stuten-Derby über 2200 Meter, steht der Höhepunkt der Saison an. Für das mit 500.000 Euro dotierte Europagrupperennen der höchsten Kategorie treten in diesem Klassiker 13 dreijährige Vollblüterinnen an, die allesamt zu den Topvertreterinnen ihres Jahrgangs zählen. Die Teilnahmebedingungen sind streng, denn schon als zweijähriges Pferd muss der Besitzer seine Vierbeinerin anmelden und darauf hoffen, dass sie bis zum Rennen zu den zu den Top 14 des Jahrgangs gehört. Insgesamt werden bei dem normalen Prozedere 6000 Euro Startgeld fällig.

Die Ausnahme der Regel für wagemutige Besitzer ist aber gegeben mit der Vorgabe, ganz tief in die Tasche zu greifen und 50.000 Euro auf den Tisch zu legen, um kurzfristig einen Start zu ermöglichen.

Durance für viel Geld nachgemeldet

Dieses Jahr zieht die Familie von Schubert aus Bielefeld, Besitzer des Gestüts Ebbesloh, diese Option für die Stute Durance. Die Familie ist nicht als „Money Burner“ bekannt und in der Tat macht die teuere Nachnennung absolut Sinn. Durance hat schon vier Rennen gewonnen und darunter souverän wichtige Vorprüfungen zur „Diana“. Gerade auf dem Grafenberger Kurs dominierte die Stute ihre Konkurrenz.

„Ihre Entwicklung über die vergangenen Monate ist einfach bombastisch. Der Weg geht stetig nach oben“, berichtet Peter Schiergen, der Trainer, der keine Sorgen hat, die Investition würde sich nicht lohnen. Anvertraut ist Durance dem Stalljockey Andrasch Starke, der schon sechsmal die „Diana“ für sich entscheiden konnte. Die zugeloste, ungünstige Startbox 10 dürfte der Championjockey mühelos kompensieren. „Durance ist für jeden Jockey ein Geschenk. Unkompliziert und der Wille, im Endkampf noch nachzulegen“, so Starke. Der Kölner Coach Peter Schiergen konnte bislang dreimal den Klassiker holen.

Anna van den Troost tritt an

Ein Novum ist der Start der Außenseiterin Freedom Rising der Trainerin Yasmin Almenräder, denn zum ersten Mal kommt mit ihr in der Diana eine Frau im Sattel zum Zuge. Die Belgierin Anna van den Troost darf mit der Stute in dem Europagrupperennen ran.

In zarter Frauenhand soll auch Picks Flight im Rahmenprogramm (erster Start 13.30 Uhr) nachlegen. Der Wallach von der Besitzergemeinschaft Fortuna 95 verpasste zuletzt nach einem höchst unglücklichen Rennverlauf einen weiteren Sieg. Der Vierjährige, vom Grafenberger Trainer Sascha Smrczek betreut, fand auf der Zielgeraden lange Zeit keine Passage zum Angriff und kam zu spät auf freie Bahn. Nun darf die Auszubildende Lilli Marie Engels Picks Flight zu mehr Erfolg über die lange Distanz von 2950 Meter führen.

Mit dem Fritz-Henkel-Stiftung-Rennen steht morgen noch ein weiteres Grupperennen über 2400 Meter auf dem Programm. Hier ruhen die Hoffnungen von Peter Michael Endres, dem Präsidenten des Düsseldorfer Rennvereins, auf Oriental Eagle. Der fünfjährige Hengst von Jens Hirschberger in Mülheim trainiert, gilt als chancenreich in dem Feld von sechs Kandidaten. Insgesamt geht es hier um 55.000 Euro.

Aufgrund des zu erwartenden Zuschauerzuspruches ist eine frühe Anreise mit der Nutzung des Shuttleverkehrs angeraten.

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