Eishockey

Düsseldorfer EG bringt einen Punkt vom direkten Rivalen mit

Wieder einmal eine starke Leistung: Am Ende konnte Mathias Niederberger die knappe Niederlage nicht verhindern.

Wieder einmal eine starke Leistung: Am Ende konnte Mathias Niederberger die knappe Niederlage nicht verhindern.

Foto: Birgit Häfner

Düsseldorf/Ingolstadt.  Zweimal liegt die DEG im Duell beim ERC Ingolstadt hinten – zweimal gelingt der Ausgleich. Doch in der Verlängerung siegen die Gastgeber.

Zweimal lag die Düsseldorfer EG am Freitagabend in der Deutschen Eishockey-Liga beim ERC Ingolstadt in der regulären Spielzeit zurück – zweimal gelang der Ausgleich. In der Verlängerung machten die Gastgeber dann aber noch den 3:2 (1:0, 0:1, 1:1, 1:0)-Sieg perfekt, durch den sie im Rennen um die direkte Play-off-Qualifikation immerhin noch zwei Punkte gegen den direkten Rivalen vom Rhein holten.

Die Oberbayern machten von Beginn an klar, wie ihre Taktik aussehen sollte: für viel Betrieb vor dem Kasten von Mathias Niederberger sorgen. Schon in den ersten Augenblicken der Partie sahen sich die Düsseldorfer einem äußerst druckvoll auftretenden Gastgeber gegenüber – und nur 76 Sekunden waren gespielt, als es auch schon zum ersten Mal einschlug. Nach einem Schuss, den Steven Seigo von der blauen Linie abgegeben hatte, hielt zwar Mike Collins die Kelle in die Flugbahn, war aber nach offizieller Lesart nicht mehr dran. So oder so landete der Puck hinter Niederberger im Netz.

In der Folge schien es, als seien die Ingolstädter drauf und dran, sich einen deutlichen Vorsprung zu erspielen, denn die DEG agierte merklich geschockt. Das merkte dann auch Angreifer Charlie Jahnke, der am Freitag 22 Jahre alt wurde, in der ersten Drittelpause beim Interview mit Magenta Sport an: „Vor allem in den ersten zehn Minuten waren wir nicht bereit. So kann es nicht weitergehen.“

Die elfte Minute des Spiels war dann jene, die bereits für eine Wende hätte sorgen können. Nach einem derben Patzer in der Ingolstädter Defensive passte Jerome Flaake auf den nun vor dem leeren Kasten stehenden Luke Adam, doch der Tor-Schrei blieb den mitgereisten Düsseldorfer Fans im Hals stecken, weil der Kanadier nur den Pfosten traf. Anschließend schmetterte er seinen Schläger frustriert gegen die Bande.

Im zweiten Drittel lief es dann für die DEG deutlich besser – und der Ausgleich zum 1:1 war die logische Folge. Er wirkte wie eine Kopie des Führungstores: Diesmal zog Alexander Urbom von der blauen Linie ab, Patrick Buzas wedelte mit dem Schläger dazwischen, touchierte den Puck zwar nicht, irritierte aber ERCI-Keeper Timo Pielmeier ausreichend, damit dieser nichts ausrichten konnte.

Das letzte Drittel begann dann genauso wie das erste: mit einem Gegentor für die DEG. Nach 161 Sekunden wurde Mathias Niederberger von Tim Wohlgemuth überwunden. Doch die Moral bei den Landeshauptstädtern stimmte: Mit viel Power drückten sie auf den erneuten Ausgleich und schafften diesen auch. Nach einem abgeblockten Schuss zielte Maxi Kammerer beim Abstauber genau richtig – Verlängerung.

Dort verhinderte Mathias Niederberger gegen den allein auf ihn zustürmenden Wohlgemuth zunächst die Entscheidung. Kurz darauf war er dann aber machtlos, als Ingolstadts Topscorer Maurice Edwards zum 3:2 traf.

Ingolstadt: Pielmeier (Reimer) – Jobke, Edwards; Stachowiak, Bailey, Detsch – Sullivan, Friesen; Collins, Olson, Simpson – Wagner, Seigo; Wohlgemuth, Höfflin, Elsner – Taticek; Mashinter, Findlay, Foucault.

DEG: Mathias Niederberger (Hane) – Zanetti, Johannesen; Adam, Olimb, Flaake – Huß, Jensen; Kammerer, Barta, Gardiner – Geitner, Urbom; Jahnke, Buzas, Bukarts – Leon Niederberger, Eder.

Tore: 1:0 (1:16) Seigo (Collins, Olson), 1:1 (24:15) Urbom (Jahnke), 2:1 (42:41) Wohlgemuth (Höfflin, Wagner), 2:2 (49:43) Kammerer (Gardiner, Barta/5–4), 3:2 (63:50) Edwards (Collins)

Strafen: Ingolstadt 6, Düsseldorf 8.

Schiedsrichter: Schrader/Schütz.

Zuschauer: 4525.

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