Fußball

Emmanuel Iyoha will über Holstein Kiel in die Bundesliga

Emmanuel Iyoha (rechts) im Trainingsduell mit Ayman Barkok zu Beginn der vergangenen Saison.

Emmanuel Iyoha (rechts) im Trainingsduell mit Ayman Barkok zu Beginn der vergangenen Saison.

Foto: Janning

Düsseldorf.   Fortunas Eigengewächs muss sich auf Leihbasis beim Zweitligisten Holstein Kiel für höhere Aufgaben in Düsseldorf empfehlen.

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Emmanuel Iyohas großes Ziel ist die Bundesliga. Wie jeder Junge lebt der 21-Jährige von Kindesbeinen an seinen Traum von Einsätzen im Fußball-Oberhaus. „Und das am liebsten natürlich im Trikot von Fortuna Düsseldorf“, sagt er. Tatsächlich ist der gebürtige Düsseldorfer diesem Ziel nahe und will im nächsten Jahr bei den Rot-Weißen in der ersten Liga kicken. Zwei Dinge müssen für „Emma“ bis dahin gut laufen: Sein Herzensklub aus Flingern muss in der anstehenden Spielzeit den Klassenerhalt schaffen und er selbst sich bei Holstein Kiel für höhere Aufgaben empfehlen.

Für den immer freundlichen und gut gelaunten Optimisten ist das aber keine Frage des „ob“, sondern nur des „wie“. Fortunas Macher sind fest davon überzeugt, dass der Lockenkopf mit den nigerianischen Wurzeln – die Eltern seines Vaters kommen aus Zentralafrika – eine erfolgreiche Fußball-Laufbahn vor sich hat. In der vergangenen Woche verlängerten sie mit dem Youngster um zwei weitere Jahre bis 2022, um ihn nun an den Kieler Zweitligisten auszuleihen.

Entwicklung intensiv verfolgt

„Wir haben Emmas Entwicklung im letzten Jahr intensiv verfolgt und sind uns sicher, dass er auf seinem Weg noch nicht am Ende ist“, sagt Fortunas Sportvorstand Lutz Pfannenstiel. „Wir wollten ihm auch weiterhin beste Entwicklungsmöglichkeiten bieten und freuen uns daher sehr, dass er bei einem so interessanten und attraktiven Zweitligisten wie Holstein Kiel in der kommenden Zweitliga-Saison so viel Spielpraxis wie möglich sammeln kann.“

Iyoha, der seine Laufbahn bei den Bambini des BV 04 in Derendorf begann und sein Abitur in Oberkassel bestand, freut sich auf die Herausforderung im hohen Norden. Schon am Sonntag stieß er zu seiner neuen Mannschaft und brach mit ihr ins Trainingslager nach Sommerfeld auf.

„Ich hoffe, in Kiel den nächsten Schritt in meiner fußballerischen Entwicklung machen zu können“, sagt der schnelle Angreifer, der das Zeug zum Publikumsliebling hat. Das Spielsystem des KSV komme ihm entgegen. „Holstein spielt einen extrem offensiven Fußball, legt großen Wert auf spielerische Lösungen und Variabilität“, sagt er. „Ich möchte hier schnell ankommen, meine Mannschaft kennen lernen und dann eine gute Zweitliga-Runde spielen.“

Eigengewächs der Fortuna

Iyoha durchlief das Nachwuchsleistungszentrum der Fortuna, wurde Ende 2015 in die U-19-Nationalmannschaft berufen und schaffte im Sommer 2016 den Sprung in den Profikader. Ein Jahr später wechselte der 1,91-Meter-Mann für ein Jahr auf Leihbasis zum Drittligisten VfL Osnabrück, vor der abgelaufenen Saison dann zum Zweitligisten Erzgebirge Aue. In beiden Klubs hatte er zunächst Anlaufschwierigkeiten, gehörte dann aber zu den Aktivposten. Für die Sachsen absolvierte er insgesamt 30 Pflichtspiele, schoss dabei drei Tore und bereitete sieben vor. In den nächsten Monaten werde sich nun entscheiden, wohin sein Weg führt. „Es ist für Emma eine richtungsweisende Saison“, sagt Pfannenstiel. „In Kiel wird er zeigen müssen, dass er für den nächsten Schritt bereit ist und das Zeug zu einem Bundesligaspieler hat.“ (faja)

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