Fußball

Fortuna-Neuzugang Zackary Steffen stößt zur Mannschaft

Robin Bormuth (l.) und Adam Bodzek begrüßen den neuen Kollegen Zack Steffen in Maria Alm.

Robin Bormuth (l.) und Adam Bodzek begrüßen den neuen Kollegen Zack Steffen in Maria Alm.

Foto: Christof Wolff

Düsseldorf.  Im Trainingslager in Österreich begrüßten die Kicker von Fortuna Düsseldorf erstmals ihren Torwart-Neuzugang Zackary „Zack“ Steffen aus den USA.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Um 13.05 Uhr setzte die Maschine mit der Flugnummer LH435 aus Chicago am Mittwoch auf der Landebahn am Münchner Flughafen auf. Mit an Bord: Zackary „Zack“ Steffen. Wenig später begrüßte der Torhüter seine neuen Mannschaftskollegen im Trainingslager-Hotel Eder in Maria Alm in Österreich. Vizekapitän Adam Bodzek führte ein erstes lockeres Gespräch vor dem Quartier, das die Fortuna für die kommenden neun Tage bezieht. Damit hat der Kampf um die Nummer eins bei Fortuna begonnen.

In den Testspielen im Tor

Steffen fordert den bisherigen Stammtorhüter Michael Rensing heraus. In genau einem Monat, am 17. August, starten die Düsseldorfer bei Werder Bremen in die Bundesliga-Saison. Bis dahin will Chefcoach Friedhelm Funkel in enger Absprache mit Torwarttrainer Claus Reitmaier eine Entscheidung fällen. „Ich schaue mir Zack die nächsten Tage genauer an. Er wird auch beide Testspiele hier im Trainingslager absolvieren“, sagt Funkel. „Dann werde ich im Laufe der Zeit eine Entscheidung fällen, wer im Tor stehen wird.“

Rensing hat bereits angekündigt, den Kampf um den Platz zwischen den Pfosten anzunehmen. „Ich gebe jeden Tag hundert Prozent, egal, wie viele Torleute noch auf dem Platz stehen. Es ändert sich gar nichts dadurch, dass jetzt noch jemand kommt. Zack wird irgendwann zu uns stoßen, und dann lernen wir ihn kennen. Was soll ich mich mit anderen beschäftigen?“, sagte der 35-Jährige.

Fest steht: Rensings neuer Konkurrent hat wohl eine höhere Qualität als seine Herausforderer in den vergangenen Jahren. Der elf Jahre jüngere Steffen ist Nationaltorhüter der USA und kommt mit der Empfehlung, dass ihn kein geringerer Verein als Englands Meister Manchester City für stattliche acht Millionen Euro Ablöse vom MLS-Klub Columbus Crew verpflichtet hat.

Fortunas Sportvorstand Lutz Pfannenstiel ist es durch seinen guten Kontakt zu City-Coach Pep Guardiola gelungen, Steffen für ein Jahr zur Fortuna auszuleihen. Der Deal kam aber sicher nicht zustande, um Steffen auf die Bank zu setzen. Doch Rensing wird seinen Platz nicht kampflos räumen.

Kastenmeier nicht zu vergessen

„Klar, den Laden als Teamsportler zusammenzuhalten, ist die eine Sache. Aber sportlich geht es nur darum, die eigene Leistung bestmöglich abzurufen. Das ist Erfahrungssache – man wird gelassener und weiß, was man kann“, sagt „Rense“.

Zudem gibt es in Florian Kastenmeier, der vom VfB Stuttgart geholt wurde, ja noch einen weiteren Herausforderer, der forsch erklärt hat, ebenfalls Einsätze in der Bundesliga absolvieren zu wollen.

Somit haben die Düsseldorfer derzeit sechs Torleute mit Profiverträgen ausgestattet. Was auf den ersten Blick als irrsinnig viel anmutet, ist bei genauerem Hinsehen sinnvoll. Raphael Wolf, der nach einer Viruserkrankung über Gleichgewichtsstörungen klagte, ist immer noch nicht in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt. Tim Wiesner steht zwar wieder auf dem Rasen, muss für sein junges Alter aber bereits auf eine bemerkenswerte Verletzungshistorie zurückblicken. Beide Keeper sind somit nicht seriös als voll belastbare Optionen einzuplanen. Und dann gibt es noch Jannick Theißen (21), der nach dem Wunsch der Verantwortlichen zu einem Verein verliehen werden soll, bei dem er Spielpraxis sammeln kann – zum Beispiel an einen Drittligisten. Sollte sich eine Leihe nicht ergeben, wird Theißen sich dem Vernehmen nach die Einsätze bei Fortuna II in der Regionalliga mit Kastenmeier teilen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben