Galopp

Für Trainer Sascha Smrczek lief es nicht rund

Wonnemond, der NRZ-Galopper des Jahres, musste sich diesmal mit dem vierten Rang begnügen.

Wonnemond, der NRZ-Galopper des Jahres, musste sich diesmal mit dem vierten Rang begnügen.

Foto: Kai Kitschenberg / FunkeFotoServices

Düsseldorf.  Bei der Meilen-Trophy war mehr für den Grafenberger Trainer Sascha Smrczek möglich. Wonnemond, der NRZ-Galopper des Jahres, wurde Vierter.

Gestern war nicht der Tag für den Grafenberger Galoppertrainer Sascha Smrczek. Zwar konnten sich die Ergebnisse seiner Schützlinge sehen lassen, aber es war einfach mehr drin. In der mit insgesamt 70.000 Euro dotierten „Meilen-Trophy“ wurde der Düsseldorfer NRZ-Galopper des Jahres Wonnemond Vierter. „Es ist ein bisschen Jammern auf hohen Niveau“, so der Reiter Bayarsaikhan Ganbat. „Er zündet im Moment den Turbo nicht richtig.“ Auf der Zielgeraden war der sechsjährige Wallach zur Stelle und versuchte noch an die führenden Robin Of Navan und Indian Blessing heranzukommen. Es fehlte aber der entscheidende Kick. Bei der Beschleunigung und auf den letzten Metern zog noch die Stute Nica an Wonnemond vorbei. Immerhin verdiente der Düsseldorfer NRZ-Galopper des Jahres noch 4000 Euro mit seinem vierten Rang. Insgesamt steht der Wallach jetzt bei einer Gewinnsumme von 510.000 Euro.

Der Sieger Robin Of Navan war im Vorfeld noch als schwächster Kandidat unter den ausländischen Startern eingestuft worden. Im Rennen zeigte der sechsjährige Hengst aber ein ganz anderes Format. Unter dem deutschen Jockey Alexander Pietsch übernahm Robin Of Navan nach dem Start resolut das Kommando und stiefelte souverän sein Pensum herunter. Der Schützling des englischen Trainers Harry Dunlop kam nie unter Druck durch die Konkurrenz. Von insgesamt sieben 1600-Meter-Prüfungen auf Europagruppeniveau konnten in dieser Saison die Ausländer fünf für sich entscheiden. Die Favoritin des Rennens, die dreijährige Shalona, von Henk Grewe in Köln trainiert, konnte ihre Gewichtsvorteile gegenüber den älteren Pferden nicht ummünzen und wurde nur Sechste.

Picks Flight wird Zweiter

Vor dem Rennen mit Wonnemond belegte Sascha Smrczek mit Picks Flight einen zweiten Platz, doch es war klar ein verpasster Sieg. Der vierjährige Wallach der Besitzergemeinschaft Stall Fortuna 95 hatte einen denkbar schlechten Rennverlauf. Auf der Zielgeraden wollte Jockey Ganbat von hinten kommend in den Angriffsmodus schalten, doch war zunächst kein Platz vorhanden. Die vorderen Pferde waren wie eine Wand vor Picks Flight positioniert. „Da war einfach keine Lücke und als dann die Lücke kam, war der Zielpfosten schon da“, meinte der Reiter zerknirscht. Für den zweiten Rang hinter dem Sieger Djukon gab es immerhin noch 1600 Euro für die Besitzergemeinschaft um den Assistenztrainer der Düsseldorfer Fortuna, Axel Bellinghausen.

Vor 7400 Zuschauern holte sich Smrczek noch zwei vierte Plätze mit Pretty Pippa und Byteria. Somit verdienten alle seine Starter an diesem Tag Geld. „Das ist natürlich okay, aber mit etwas mehr Glück und besseren Rennverläufen, sähe die Bilanz viel besser aus“, so der Grafenberger Coach. Beim nächsten Renntag auf dem Grafenberg am 4. August steht mit dem „161. Henkel Preis der Diana“ der Saisonhöhepunkt an. In dem Stuten-Derby geht es um insgesamt 500.000 Euro.

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