Fußball-Bundesliga

Nachtrag-Video-Elfer vergeben: Fortuna verliert in Mainz

Erst Held, dann tragische Figur: Dodi Lukebakio trifft hier zum 1:1 für Fortuna Düsseldorf, vergibt aber in der zweiten Hälfte eine Handelfmeter und damit die mögliche 2:1-Führung.

Erst Held, dann tragische Figur: Dodi Lukebakio trifft hier zum 1:1 für Fortuna Düsseldorf, vergibt aber in der zweiten Hälfte eine Handelfmeter und damit die mögliche 2:1-Führung.

Foto: Thomas Frey/dpa

Düsseldorf  Sportlich bietet Fortuna Düsseldorf bei Mainz 05 keine schlechte Leistung, lässt aber die Chance auf die 2:1-Führung aus. Gastgeber bleiben drin.

Fortuna Düsseldorf hatte ein weiteres Jahr in der Fußball-Bundesliga bereits vor dem Osterwochenende gebucht – und daraufhin das Punkteziel „40x“ für den Rest der Saison ausgegeben. „Wir wollen den guten Eindruck auch am 34. Spieltag noch unter Beweis stellen“, sagte Fortunas Trainer Friedhelm Funkel vor der Partie gegenüber Sky. Sportlich war die Partie aus Gästesicht nicht einmal schlecht, doch der 1. FSV Mainz 05 gewann die Partie mit 3:1 (1:1) und sicherte sich somit ebenso vorzeitig den Klassenerhalt.

Das ging fix! Gerade einmal 36 Sekunden waren gespielt – da ertönte der Mainzer Narrhallamarsch. Marcin Kaminski ließ einen langen Ball der Gastgeber etwas unbeholfen durch, sodass Karim Onisiwo durchziehen konnte. Seine Flanke fand Jean-Philippe Mateta, der sicher zur Mainzer Führung verwandelte. Und Mainz machte, den sicheren Klassenerhalt vor Augen, zunächst weiter Druck. So hätte Mateta in der achten Minute nachlegen können, doch mit einer überragenden Parade verhinderte Fortuna-Keeper Michael Rensing das 0:2. Die Fortuna fuchste sich danach in dieses Spiel, meldete sich auch offensiv an, als eine Chance des freistehenden Benito Raman von 05-Torhüter Florian Müller mit dem Fuß parierte wurde (14.). Doch fünf Minuten später konnte dann doch gejubelt werden: Dawid Kownacki brachte den Ball in den Sechzehner, Raman legte quer und Dodi Lukebakio traf trotz Bedrängnis zum 1:1 für Düsseldorf. Danach war die Fortuna zunächst die bestimmende Mannschaft. Die beste Chance zur Führung hatte Markus Suttner, dessen Freistoß in der 29. Minute knapp über das Tor strich. Danach wurde die Partie bis kurz vor der Pause etwas ruhiger. Jean-Philippe Gbamin versuchte es mit einem Freistoß auf über 25 Metern direkt, verzog aber. In der Schlussminute von Hälfte eins lag der Ball dann zwar im Düsseldorfer Netz, doch Mateta stand klar im Abseits – der Treffer zählte korrekterweise nicht.

Durchgang zwei begann zunächst verhalten, ehe es kurios wurde. In der 56. Minute blockte der ohnehin diesmal nicht besonders starke Alexander Hack eine Flanke von Raman im Strafraum mit der Hand, doch Schiedsrichter Markus Schmidt aus Stuttgart ließ die Partie zunächst weiterlaufen. Einen Mainzer Angriff unterband Kaan Ayhan am Düsseldorfer Sechzehner mit einem Foul, sah Gelb – ehe Schmidt bei dieser Unterbrechung zum Videobeweis ging und schließlich nachträglich auf Handelfmeter für die Fortuna entschied. Lukebakio trat an – traf aber nur den aus seiner Sicht linken Pfosten (58.). So ging stattdessen Mainz in Führung: Karim Onisiwo, zuvor zweimal beim Versuch der Vorarbeit von Ayhan und Kownacki gefoult, stand bei einer Flanke von links goldrichtig, hatte die Übersicht und traf zum 2:1 für den FSV (67.). Danach hatten die Hausherren die Partie weitgehend im Griff; von der Fortuna kam nicht mehr viel. Kevin Stögers Distanzschuss in der 84. Minute war da schon die gefährlichste Torannäherung in dieser Phase. Stattdessen setzte Mainz nach und schnappte sich endgültig das Ticket für die Bundesliga-Saison 2019/20. Jean-Paul Boetius spielte einen gut getimten Pass direkt durch die Schnittstelle der Düsseldorfer Abwehr, Mateta war frei durch und traf zum 3:1 (87.).

„Ich glaube nicht, dass es an der Spannung lag“, sagte Fortunas Kaan Ayhan, „sondern am Spielglück. Wir haben bislang alle Elfer reingemacht. Geht der rein, können wir unser Spiel aufziehen. Aber so haben wir es uns selbst zuzuschreiben. Aber kein Vorwurf an Dodi, er hat uns schon oft gerettet.“

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