Deutsche Eishockey-Liga

Sechs-Punkte-Wochenende für Düsseldorfer EG

Viel Arbeit für DEG-Torhüter Mathias Niederberger (blaues Trikot, Mitte). Nicholas Jensen, Kenny Olimb und Alex Dersch versuchen, dem Goalie zu helfen.

Viel Arbeit für DEG-Torhüter Mathias Niederberger (blaues Trikot, Mitte). Nicholas Jensen, Kenny Olimb und Alex Dersch versuchen, dem Goalie zu helfen.

Foto: Birgit Häfner

Düsseldorf.  Die DEG verbucht in der ein perfektes Wochenende. Nach dem 6:0 in Bremerhaven schlagen die Rot-Gelben die Iserlohn Roosters glücklich mit 4:2.

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Kein einziger Punktverlust in den vergangenen sieben Heimspielen gegen die Iserlohn Roosters — die Favoritenrolle im Westderby der Deutschen Eishockey Liga war eindeutig vergeben. Auch die Tabellensituation sprach klar zugunsten der drittplatzierten Düsseldorfer EG, die dann auch tatsächlich drei Punkte verbuchte. Für ihren 4:2 (2:0, 0:2, 2:0)-Erfolg benötigte die Mannschaft von Trainer Harold Kreis allerdings eine Portion Glück, weil sie nach einem guten ersten Drittel den Faden verlor.

„Wir haben zu häufig eine komplizierte Lösung für eine einfache Aufgabe gesucht“, kritisierte Kreis. „Dadurch haben wir im zweiten Drittel zu viel Zeit in der eigenen Zone verbracht.“ Zwei Tore Differenz seien mindestens eines zu viel gewesen, monierte der DEG-Coach: „Wir haben heute die Punkte etwas glücklich eingefahren.“

Urbom fällt weiter aus

Gegenüber Freitagabend, als die Düsseldorfer einen 6:0-Kantersieg bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven gefeiert hatten, hatte sich die Personalsituation nicht verändert. Alex Urbom fehlt wegen eines Muskelfaserrisses bis nach der Deutschland-Cup-Pause Mitte November, sodass Youngster Alexander Dersch an der Seite von Nicholas Jensen verteidigte. Und auch die vierte Sturmreihe war nach wie vor nicht komplett: Patrick Buzas und Charlie Jahnke bekamen wechselweise einen anderen Partner an die Seite gestellt.

Das hinderte die Kämpfer-Formation allerdings nicht daran, selbst offensiv tätig zu werden. In der 13. Minute lenkte Buzas einen von Johannes Johannesen abgefeuerten Schuss gekonnt ins Netz. Zur Freude der DEG-Fans war es sogar schon der zweite Treffer in einer Partie, die zwar etwas hektisch begann, aber ab der ersten Sekunde von den Gastgebern dominiert wurde. 160 Sekunden zuvor hatte Rihards Bukarts das 1:0 erzielt und dabei von einem kapitalen Bock des Iserlohner Torhüters Anthony Peters profitiert. Bukarts hatte lediglich etwas Zeit gewinnen wollen, weil die DEG gerade wechselte, und den Puck in Richtung Tor geschlenzt. Peters hatte jedoch einen schweren Blackout und ließ den harmlosen Versuch über seine Fanghand ins Netz fliegen.

Überzahl funktionierte nicht

Es gab an diesem Nachmittag jedoch ein Problem bei der DEG: ihr sonst so starkes Überzahlspiel. Gegen die Roosters funktionierte es überhaupt nicht und führte nur 21 Sekunden nach Wiederbeginn zu einem echten Einschnitt negativer Art. Iserlohn verkürzte durch einen Distanzschuss von Michael Hoeffel in Unterzahl auf 2:1, und in der Folge gelang der DEG so gut wie gar nichts mehr. Die Folge war das 2:2 durch Brett Findlay, das in dieser Phase kurz vor der zweiten Sirene sogar vollauf verdient war. Das Düsseldorfer Spiel blieb stark durchwachsen, doch Kapitän Alex Barta erlöste die DEG-Fans mit einem Überzahltreffer zum 3:2. Chad Nehring setzte mit dem 4:2 ins leere Tor den umjubelten Schlusspunkt. Nationalverteidiger Bernhard Ebner blieb dennoch sehr selbstkritisch: „Das war heute eine chaotische Vorstellung von uns, im Grunde schon im ersten Drittel. Man kann sich hinterher immer einreden, dass es eine Qualität ist, solche Schweinespiele zu gewinnen – besser wäre es, wenn wir nächste Woche einfach wieder besser spielen.“ (jol)

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