Fortuna Düsseldorf

Thomas Pledl fühlt sich bei Fortuna schon wie zu Hause

Thomas Pledl am Mittwoch bei der schweißtreibenden Saisonvorbereitung im Trainingslager am Wiesensee.

Thomas Pledl am Mittwoch bei der schweißtreibenden Saisonvorbereitung im Trainingslager am Wiesensee.

Foto: Christof Wolff / CW

Westerburg.  Thomas Pledl hat sich bei Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf schnell eingelebt. Ausschlaggebend für seinen Wechsel war Friedhelm Funkel.

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Thomas Pledls Lächeln steckt augenblicklich an. Wo der 25-Jährige auftaucht, geht die Sonne auf, bekommt man selbst dann gute Laune, wenn man sich Salz statt Zucker in den Tee gelöffelt hat. Da wundert es einen auch nicht, dass er voller Enthusiasmus über seine ersten Tage bei Fortuna berichtet. „Ich bin jetzt seit Freitag da“, erzählt der Offensivspieler, „aber ich fühle mich, als wäre ich seit Monaten in dieser Mannschaft. Alle machen es mir unheimlich leicht – Kollegen, Trainer, Physios, es sind einfach alles Supertypen.“

Funkel gab den Ausschlag

Pledl ist allerdings auch der beste Beleg für den alten Spruch: Wie’s in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus. Man spürt, wie sehr sich der Blondschopf auf seine neue Aufgabe freut. Dass er sie vor ein paar Wochen angegangen ist, lag vor allem am ältesten Mitglied des Düsseldorfer Trosses im Trainingslager am Wiesensee. Chefcoach Friedhelm Funkel, 65, motivierte den vier Jahrzehnte jüngeren Niederbayern in erster Linie für seinen Wechsel an den Rhein.

„Der Trainer ist nun einmal derjenige, der letztlich über die sportliche Zukunft eines Spielers entscheidet“, sagt Pledl. „Da wäre es ja wenig sinnvoll, zu einem Verein zu wechseln, dessen Trainer einem kein gutes Gefühl gibt. Ich habe in den vergangenen Jahren viele Interviews von Friedhelm Funkel gesehen, viel darüber gehört und gelesen, wie er arbeitet. Bei ihm gibt es nicht nur die erste Elf, jeder bekommt seine Chance, wenn er sie sich verdient. Daher hat er eine große Rolle bei meiner Entscheidung gespielt, für die ich wirklich nicht viel Zeit gebraucht habe.“

Bundesliga reizt den Flügelflitzer

Als Pledl, der mit seiner Schnelligkeit am liebsten über die Flügel angreift, bei Fortuna zusagte, war es natürlich auch die Bundesliga, die ihn reizte. Bei der SpVgg Greuther Fürth und beim FC Ingolstadt hatte er als ganz junger Kerl das Fußball-Oberhaus ja bereits kennengelernt, und er wollte unbedingt dorthin zurück. Doch zunächst konnte er nicht wissen, dass der Wechsel für ihn sogar einen Sprung um zwei Spielklassen ausmachen würde. „Der Abstieg mit Ingolstadt in der Relegation gegen den Drittligisten Wiesbaden war schon brutal“, gibt er zu. „Das muss man erst einmal verdauen, auch wenn es natürlich ein Bonus war, dass ich für mich persönlich die Sicherheit hatte, wie es weitergeht. Zum Glück kam dann ja schnell unsere Hochzeit, da konnte ich wieder lächeln.“

„Fortuna hat eine superhomogene Truppe“

Während der Mann aus Bischofsmais jetzt im Trainingslager schuftet, richtet seine frisch angetraute Ehefrau die neue Wohnung in Oberkassel ein. „Das ist doch prima“, sagt Pledl schelmisch, „ich komme zurück und kann mich gleich wohlfühlen.“ In der Mannschaft helfen ihm Matthias Zimmermann, Niko Gießelmann und Alfredo Morales dabei. Mit den beiden Ersteren hat er in Fürth zusammengespielt, mit Morales in Ingolstadt. „Aber Fortuna hat eine superhomogene Truppe. Da ist keiner außen vor, und die fußballerische Qualität ist enorm hoch.“

So hoch, dass sich Pledl keine Sorgen darüber macht, erneut einen Abstieg verdauen zu müssen.

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