Fußball

Zimmermann: Vertrag hat keine Priorität

Fahrt mit dem Mountainbike zum Platz: Matthias Zimmermann.

Fahrt mit dem Mountainbike zum Platz: Matthias Zimmermann.

Foto: Christof Wolff

Fortuna Düsseldorfs Dauerbrenner spricht im Trainingslager in Maria Alm über seine Sicht der Dinge

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Etwa 1,5 Kilometer lang ist der Weg zwischen Fortunas Teamhotel Eder und dem Trainingsplatz beim UFC Maria Alm. Die Bundesligakicker schwingen sich vor den zwei Einheiten am Tag immer auf die Hotel-Fahrräder, um diese Strecke zu bewältigen. Auf dem Rückweg machen einige Spieler regelmäßig einen Stopp kurz vor einer Brücke über einen breiten Bach, um sich ins eiskalte Bergwasser zu setzen und die Muskeln regenerieren zu lassen. Immer dabei: Matthias Zimmermann. „Das ist einfach schön, dass wir das hier in der Natur machen können, ohne in die mit Eiswürfeln gefüllte Regentonne zu müssen“, sagt Zimmermann.

Zum Dauerbrenner entwickelt

Der 27-Jährige kam vor der abgelaufenen Saison vom VfB Stuttgart zur Fortuna und entwickelte sich zum echten Dauerbrenner. Es ist ein offenes Geheimnis, dass er am liebsten im zentralen Mittelfeld auf der Sechserposition spielt. Bei Trainer Friedhelm Funkel agierte er aber zumeist auf seiner Zweitposition als Rechtsverteidiger.

Er ist der einzige Fortuna-Spieler, der in der Spielzeit 2018/19 alle 34 Ligapartien absolviert hat. Nur 10 Minuten verpasste er, am zweiten Spieltag wurde er beim 1:1 in Leipzig ausgewechselt. In diesem Spiel erzielte er auch sein einziges Saisontor. Zwei Treffer bereitete er zudem beim 4:1 gegen Hertha BSC vor. Das war’s an Offensivpower. „Da möchte ich mich auf jeden Fall noch verbessern“, sagt er und wartet noch mit einer überraschenden Aussage auf: „Auch konditionell kann und will ich mich steigern. Ich will noch mehr laufen.“ Dabei steht der gebürtige Karlsruher mit 363,2 gelaufenen Kilometern in der Saison bereits auf Platz 13 aller Bundesliga-Spieler. „Es geht noch mehr. Ich habe noch mehr Potential in mir“, sagt er.

Bei Fortunas Fans ist der Mann mit dem unbedingten Siegeswillen jedenfalls jetzt schon sehr beliebt. Einige fordern bereits, dass er Kapitän werden soll, wenn der 37-jähriger Oliver Fink seine Karriere beenden wird.

Ob Zimmermann dann allerdings noch Fortune ist, steht auf einem anderen Blatt. Sein Vertrag läuft im Juni 2020 aus. „Mein Berater und Lutz Pfannenstiel sind in Kontakt. Ich konzentriere mich nur auf die kommende Saison. Ich will die Mannschaft noch einmal ein Stück mehr führen“, betont Zimmermann. „Ich mache mir darüber nicht zu viele Gedanken. Es muss dann für beide Seiten passen. Wenn wir drinbleiben, und ich eine gute Saison spiele, warum sollte ich dann gehen? Ich muss auch noch nicht schon in der Winterpause schon Bescheid wissen. Es kann sich auch erst im kommenden Frühjahr entscheiden.“

Es klingt danach, als wäre Zimmermann die Bundesliga-Zugehörigkeit wichtig. Sollte das Ziel Klassenerhalt in erreichbare Nähe rücken, dürfte einer Verlängerung nichts im Wege stehen.

Andernfalls könnten die Zeichen auch auf Abschied stehen. Und das nicht nur bei Zimmermann: Auch die Verträge von Michael Rensing, Adam Bodzek, Oliver Fink, Rouwen Hennings, Diego Contento, Andre Hoffmann, Niko Gießelmann, Robin Bormuth und Kevin Stöger laufen im kommenden Jahr aus.

Dass Stöger mit einem Kreuzbandriss ausfällt, bedauert Zimmermann sehr. „Stögi hat es sehr gut gemacht. Da fehlt einer auf der Sechs, das tut schon weh. Jetzt müssen wir es als Mannschaft auffangen“, sagt er.

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