Wasserball

ASC Duisburg will die Saison mit Edelmetall beenden

Für den ASCD geht es wieder nach Plauen. Im sächsischen Vogtland gelang den Duisburgern zuletzt ein 18:10-Sieg.

Für den ASCD geht es wieder nach Plauen. Im sächsischen Vogtland gelang den Duisburgern zuletzt ein 18:10-Sieg.

Foto: Zoltan Leskovar

Duisburg.   Zunächst muss das Team von Arno Troost aber im Viertelfinale Aufsteiger SVV Plauen ausschalten. Am Mittoch steigt das erste Spiel in Sachsen.

Als Schatzsucher hat man es nicht leicht. Auf dem Weg zu Gold und Geld kann so manches unangenehme Hindernis den Weg versperren. Ganz ähnlich sieht das auch bei sportlichen Beutezügen aus. Die Wasserballer des ASC Duisburg werden es wissen.

In diesem Jahr hat der ASCD in der Deutschen Wasserball-Liga wieder ein Auge auf Platz drei – also auf eine glänzende Bronzemedaille – geworfen. Die erste Etappe dahin hat es gleich in sich. Am Mittwochabend muss das Team von Trainer Arno Troost im ersten Spiel der Viertelfinalserie (Best-of-five) in den Play-offs beim SVV Plauen antreten. Sechs Stunden hin, sechs Stunden zurück – und das unter der Woche. „Gefühlt haben wir damit ins tiefste Klo gegriffen“, seufzt Troost und meint damit die Begleitumstände der weiten Tour.

Um 11 Uhr werden sich die Amateure am Mittwoch Richtung Vogtland auf den Weg machen. Viele Spieler legen vorher noch eine Kurzschicht auf der Arbeit ein. Gespielt wird um 19.30 Uhr. Morgen früh ruft dann bereits wieder der berufliche Alltag. „Wir haben lange hin und her überlegt: Fahren wie mit dem Zug? Geht nicht, weil um diese Zeit abends kein Zug mehr fährt. Mieten wir einen Reisebus? Bringt nichts. Wollen wir dort übernachten? Klappt auch nicht, weil alle am Donnerstag arbeiten müssen“, zählt der Kapitän und künftige Troost-Nachfolger Paul Schüler auf. „Da kann man jetzt nichts machen. Das ist halt so.“

Im ungewöhnlich eng bemessenen und daher von den Duisburgern wenig geliebten Plauener Becken tut sich der ASCD oft schwer. Beim letzten Aufeinandertreffen Ende Februar gelang zwar ein ungefährdeter 18:10-Sieg, „wir hatten da in der Vergangenheit aber auch schon in anderer personeller Besetzung so unsere Probleme“, erinnert sich Arno Troost. Auch Paul Schüler schraubt die Erwartungen für das Spiel am Mittwoch etwas runter: „In dem schmalen Becken ist es, vor allem auch für die etwas unerfahrenen Spieler, nicht einfach. Ich gehe weiter davon aus, dass wir gewinnen werden, aber das wird sicher kein Sieg mit Glanz und Gloria. Wir müssen zusehen, dass wir unsere PS auf die Straße bekommen.“

Schmellenkamp ist verletzt

Die Aufgabe vor traditionell stimmungsvoller Kulisse in der sächsischen Kreisstadt wird aus Personalgründen erschwert. Dass Tobias Gietz nach seiner Ohr-Entzündung nicht rechtzeitig fit werden würde, hatte sich bereits angedeutet. Der Ex-Nationalspieler hatte am Montag zwar erstmals wieder trainiert, ein Einsatz käme für ihn aber noch zu früh.

Dann erreichte den ASCD aber noch eine zweite Hiobsbotschaft. Bastian Schmellenkamp hat sich am vergangenen Samstag gegen Waspo 98 Hannover anscheinend eine Rückenverletzung zugezogen. Ein MRT sollte am Montag Aufschluss über die Art der Verletzung geben. Das Ergebnis war gestern noch offen. Auch beim ihm sieht es also mit einem Einsatz nicht gut aus. „Wenn beide nicht mitkommen, dann wird es schon schwieriger“, ahnt Schüler. „In den Momenten, in denen es zuletzt schleppend lief, hat Schmelle oft mal einen wichtigen Treffer reingemacht.“ Auch Arno Troost bleibt mit seiner Prognose etwas verhaltener: „Ich hoffe, dass das in Plauen klappt.“

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