Laufsport

ASV-Winterlaufserie: Der Schlussspurt vor dem Startschuss

Am 26. Januar ist es wieder so weit: Die Läuferinnen und Läufer gehen bei der ASV-Winterlaufserie an den Start.

Am 26. Januar ist es wieder so weit: Die Läuferinnen und Läufer gehen bei der ASV-Winterlaufserie an den Start.

Foto: Jörg Schimmel

Duisburg.   Der ASV Duisburg ist für die Unterstützung dankbar, die dafür sorgte, dass der DFB die Uerdinger Spiele verlegte und die Winterlaufserie rettete.

Einmal tief durchatmen, hieß es beim Team des ASV Duisburg, als der Deutsche Fußball-Bund mit der Verlegung der Heimspiele des Drittligisten KFC Uerdingen in der MSV-Arena auf den letzten Metern doch noch den Weg für die 34. Winterlaufserie freimachte. Doch beim kurzen und kräftigen Luftholen blieb es auch. Für überschwängliche Jubelarien haben die Organisatoren vom ASV schlicht keine Zeit. Durch die späte Entscheidung des DFB Ende des letzten Jahres und den damit verbundenen Ungewissheiten mussten auch die Macher des Winterlaufs Entscheidungen aufschieben, wodurch sie mit den Umsetzungen in Verzug geraten sind. In eineinhalb Wochen, am 26. Januar, steht die Auftaktetappe bereits an. Nun gilt es bei den „Plattfüßen“, noch einmal tief Luft zu holen – für den Endspurt bis zum Start der 34. Auflage des Laufdreiteilers.

Dank an DFB und Unterstützer

Im Vordergrund steht für das ASV-Team dennoch der Dank an den DFB für dessen Einsicht – und der Dank für die Unterstützung aus mehreren Duisburger Lagern, die den DFB zur Einsicht bewegt haben. „Wir sind allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, von ganzem Herzen sehr dankbar“, sagt Pressesprecher Friedhelm Abel, der in den Danksagungen des ASV-Teams die Bedeutung der Unterstützung noch einmal hervorhebt: „Dieser Zusammenhalt zeigt, dass Sport nicht nur verbindet, sondern auch durch gemeinsames Auftreten Probleme lösen und Dinge ermöglichen kann, die eigentlich unerreichbar schienen.“

Nach den warmen Worten gilt es für das Organisationsteam, nun einen kühlen Kopf zu bewahren. In wenigen Tagen erwarten die Duisburger rund 5000 Teilnehmer samt Anhang in Wedau. Der Planungsverzug wirft die „alten Hasen“ im Orga-Team aber nicht um – „die Erfahrung von 33 Jahren Lauforganisation zahlt sich nun aus“, sagt Abel, der zum Auftakt der ersten Etappe erneut einige warme Worte finden wird, wenn er zwei „Winterlauf-Veteranen“ Ehrenurkunden überreichen wird. Der Mülheimer Peter Lange und Ulrich Scharrenberg aus Hilden gehen mit den 5000 Metern der Kleinen Serie ihren 100. Winterlauf an. Dass die beiden Veteranen bei jeder Serie dabei waren und noch immer gern an den Start gehen, ist für die Macher gleichzeitig ein Indiz dafür, „dass der ASV mit seinem Winterlauf-Angebot immer noch richtig liegt“, so Abel. „Auch wenn es Stimmen gibt, die mittlerweile für eine Neuorientierung plädieren.“

Strukturen sind gewachsen

Den Organisatoren ist bewusst, dass es immer mehr Laufevents gibt, die stärker werben und so eine Anziehungskraft auf potenzielle Teilnehmer der Winterlaufserie ausüben, die dann in Duisburg – zumindest nicht an allen drei Lauftagen – fehlen könnten. „Man muss aber auch unsere Rahmenbedingungen berücksichtigen“, verweist Abel dazu auf die äußeren Umstände der kalten Jahreszeit. „Und wir können uns nicht nur komplett auf einen Lauf konzentrieren, sondern müssen drei Veranstaltungen planen.“ Und dass auch immer mehr Teilnehmer aus ferneren Regionen die dreimalige Anreise nach Duisburg nicht scheuen, stärkt die Überzeugung der Organisatoren von ihrem Angebot. „Natürlich sind aber auch neue Ideen immer willkommen“, sagt Abel, „sie dürfen nur nicht die über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen und Bausteine der Serie torpedieren“, möchte das Orga-Team das Rad auch nicht neu erfinden. „Wie sich die Serie nun präsentiert, all das, was wir erschaffen haben, beruht auf unzähligen Ideen, Fehlschlägen, Neuansetzungen, Misserfolgen und finalen Umsetzungen.“

So sehen die Macher des Winterlaufs beispielsweise im Umzug von der matschigen Skulpturenwiese ins Leichtathletikstadion einen „Meilenstein“. Und das auch Innovationen zeitnah umgesetzt werden, zeige die auf Vorschlag von Jugendtrainer Theo Plück im letzten Jahr eingeführte „Kids-Serie“, die nun noch einmal ausgefeilt wurde und diesmal unter dem Namen „AOK-Jugendserie“ stattfindet.

Somit bietet er ASV an den drei Veranstaltungstagen 26. Januar, 23. Februar und 23. März insgesamt 15 Läufe in seiner ausgebuchten Serie an – und der erste Startschuss ertönt bald. Dann heißt es für Organisatoren wie Läufer: Einmal tief durchatmen.

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