Laufsport

Aufatmen beim ASV Duisburg ist nach der DFB-Nachricht groß

Start frei: Der Auftaktetappe der Winterlaufserie steht nach der Verlegung des Uerdinger Spiels um einen Tag nichts mehr im Wege.

Start frei: Der Auftaktetappe der Winterlaufserie steht nach der Verlegung des Uerdinger Spiels um einen Tag nichts mehr im Wege.

Foto: Christoph Wojtyczka

Duisburg.   Start zum Laufsport-Großereignis ist nicht mehr in Gefahr. Nun muss aber noch eine weitere mögliche Kollision mit Uerdingen ausgeräumt werden.

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Wie viele Tonnen Last von den „Plattfüßen“ abfielen, als Peter Mohnhaupt die Nachricht übermittelte, der DFB werde das Fußballspiel des Drittligisten KFC Uerdingen gegen die Würzburger Kickers vom 26. Januar auf den 27. Januar verschieben, vermag Friedhelm Abel nicht zu beziffern. Aber eines kann der Mitorganisator der Winterlaufserie, für deren Auftakt am 26. Januar der ASV Duisburg den 5000 erwarteten Läufern durch die Spielverlegung nun grünes Licht geben kann, mit Sicherheit sagen: „Diese Situation hat uns so beschäftigt wie nie etwas zuvor in den letzten 33 Jahren.“

Ob es nun das Engagement von MSV-Geschäftsführer Mohnhaupt war, der sich wie auch Duisburg-Sport-Boss Jürgen Dietz mit der Bitte an den DFB wandte, die Winterlaufserie als wichtige Veranstaltung zu respektieren und daher das für diesen 26. Januar angesetzte Heimspiel des KFC zu verschieben, ob es die Worte vom Vorsitzenden des Stadtsportbundes, Rainer Bischoff, waren, der öffentlich auch die Stadt und den MSV Duisburg als Vermieter der Arena in die Pflicht nahm: Was auch immer den DFB letztlich dazu bewegte, sich doch noch zu der zuvor ausgeschlossenen Spielverlegung hinreißen zu lassen, ist der ASV-Crew nicht bekannt. Wahrscheinlich war es das Produkt aller unterstützenden Maßnahmen: „Entscheidend ist, dass wir den ersten Lauf am 26. Januar dadurch gesichert haben“, spricht Friedhelm Abel für alle Plattfüße, „und dafür bedanken wir uns in aller Form bei allen Beteiligten.“ Gegen so eine große Organisation wie den Deutschen Fußballbund hätte der „kleine ASV allein wohl keine Chance gehabt“, ist den Winterlauforganisatoren bewusst, welcher Rechte-Apparat hinter der Ansetzung eines Drittliga-Spiels steht. „Wir können uns vorstellen, dass es nicht so einfach für den DFB war, umso dankbarer sind wir.“

Dass die Winterläufer grünes Licht zur Auftaktetappe erhalten haben, freut auch Oberbürgermeister Sören Link, der sich ebenfalls beim DFB für eine Verschiebung des KFC-Spiels stark gemacht hatte. „Die Winterlaufserie ist eines der herausragenden Ereignisse in der Sportstadt Duisburg. Dass dies auch 2019 der Fall sein wird, ist eine tolle Nachricht – nicht nur für alle Laufbegeisterten“, sagte Link.

Nächste Terminierung steht bevor

Dass alle drei Wettkampftage der Lauftrilogie im nächsten Jahr reibungslos über die Bühne gehen können, ist allerdings auch noch nicht in trockenen Tüchern. Die Abschlussetappe am 23. März ist aufgrund eines spielfreien Wochenendes im Profifußball nicht in Gefahr; die zweite Etappe am 23. Februar könnte allerdings erneut mit einem Heimspiel des KFC in der Arena – diesmal gegen Preußen Münster – kollidieren. Die Terminierung der Begegnungen vom 25. Spieltag seien erst ab der kommenden 51. Kalenderwoche zu erwarten, hatte Frank Diel vom DFB dem ASV per Mail mitgeteilt – und darin auch betont, die Winterlaufserie bei den Ansetzungen der Spieltermine „vorrangig berücksichtigen“ zu wollen.

Eine erneute Spielansetzung als nicht mögliche Parallelveranstaltung am Samstag würde aber vermutlich ganz Duisburg in Verwunderung versetzen – oder wie es Friedhelm Abel stellvertretend für die Macher der Winterlaufserie ausdrückt: „Nach dem ganzen Theater kann ich mir nicht vorstellen, dass der DFB nun unsere zweite Etappe torpedieren wird.“

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