Kurzarbeit

Beim MSV Duisburg rückt Kurzarbeit näher

Ingo Wald, Präsident des MSV Duisburg, ist stolz auf sein Personal.

Ingo Wald, Präsident des MSV Duisburg, ist stolz auf sein Personal.

Foto: Fabian Strauch / Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der MSV Duisburg prüft derzeit die Möglichkeit der Kurzarbeit. Präsident Ingo Wald freut sich über Bereitschaft zum Gehaltsverzicht.

Für die Beschäftigten des MSV Duisburg rückt Kurzarbeit näher. „Das wird auf uns zukommen. Wir prüfen das zurzeit“, sagte Präsident Ingo Wald am Freitag auf Anfrage der Redaktion. Der Vereinschef sprach in diesem Zusammenhang von einem komplexen Vorgang. Andere Fußball-Drittligisten haben in den letzten Tagen bereits verkündet, Kurzarbeit einzuführen. So entschlossen sich der 1. FC Kaiserslautern, der Hallesche FC und der FSV Zwickau zu diesem Schritt.

Rund 1,5 Millionen Euro werden dem MSV fehlen, falls es zu einem Saisonabbruch oder Geisterspielen kommen sollte. Geschäftsführer Michael Klatt hatte in dieser Woche erklärt, betriebsbedingte Kündigungen unbedingt verhindern zu wollen. 35 Arbeitskräfte stehen beim MSV im Brot.

MSV-Präsident ist stolz auf sein Personal

Abseits der Formalitäten im Rahmen von Kurzarbeit haben, so Wald, die Mitarbeiter in allen Bereichen die Bereitschaft signalisiert, freiwillig Gehaltseinschnitte hinzunehmen. „Ob Mannschaft, Geschäftsführer, Trainer, Nachwuchsleistungszentrum oder Mitarbeiter in der Geschäftsstelle – alle sind bereit, ihren Beitrag zu leisten“, sagt Wald. Und der 62-Jährige schiebt bewegt nach: „Ich bin stolz auf meine Leute.“

Wald hatte in dieser Woche einen Rettungsschirm für die Fußball-Drittligisten aus TV-Geldern der 1. und 2. Bundesliga gefordert. Nun ist noch kein Bundesliga-Manager mit einem Geldkoffer an der Margaretenstraße aufgetaucht. Resonanz habe es aber aus der 3. Liga gegeben. Wald: „Viele Kollegen sind an einem Austausch interessiert.“

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