Fußball

Charakter schlägt beim FSV Duisburg jetzt Qualität

Der Kader des FSV: (hinten von links) Ismail Öztürk, Etinosa Igbionawmhia, Tekin Mang, Ricardo Ribeiro, Emre Sahin, Hilal Ali Khan, Karim El Moumen, Teammanager Ali Eken; (Mitte von links) Co-Trainer Volker Hohmann, Boran Sezen, Necip Eren, Jeff Gyasi, Emir Alic, Konrad Kaczmarek, Nermin Badnjevic, Physiotherapeut Hans Dieter Münch, Betreuer Onur Eken; (vorn von links) Torwarttrainer Alexander Gbür, Muhammet Karpuz, Matondo Manace Mbonbo, Mehmet Coskun, Akin Ergin, Anil Yildirim, Jean-Willy Mapinga, Trainer Markus Kowalczyk.

Der Kader des FSV: (hinten von links) Ismail Öztürk, Etinosa Igbionawmhia, Tekin Mang, Ricardo Ribeiro, Emre Sahin, Hilal Ali Khan, Karim El Moumen, Teammanager Ali Eken; (Mitte von links) Co-Trainer Volker Hohmann, Boran Sezen, Necip Eren, Jeff Gyasi, Emir Alic, Konrad Kaczmarek, Nermin Badnjevic, Physiotherapeut Hans Dieter Münch, Betreuer Onur Eken; (vorn von links) Torwarttrainer Alexander Gbür, Muhammet Karpuz, Matondo Manace Mbonbo, Mehmet Coskun, Akin Ergin, Anil Yildirim, Jean-Willy Mapinga, Trainer Markus Kowalczyk.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der Absteiger aus der Oberliga hat einen Kader zusammengestellt, der eine erfolgreiche Saison verspricht. Zum Start kommt der TV Jahn Hiesfeld.

Markus Kowalczyk hat Humor. Das ist dem 58-Jährigen, der als junger Mann sechs Einsätze in der 2. Fußball-Bundesliga für Kickers Offenbach absolviert hat, anzumerken. „Wir sind jetzt drei Monate hier. Das ist doch bestimmt ein Rekord“, sagt der Trainer des FSV Duisburg über sich und seinen Assistenten Volker Hohmann, die am Ende der vergangenen Saison das Kommando beim abgeschlagenen Schlusslicht der Oberliga übernommen hatten. Viermal hatte der FSV nach dem Aufstieg aus der Landesliga zuvor den Posten des Chefcoachs neu besetzt – entsprechend kurz waren die jeweiligen Amtszeiten.

Was gestern war und was seine Vorgänger erlebt haben, ist für Markus Kowalczyk zweitrangig. Mit dem Start in die Landesligaspielzeit wird am Sonntag an der Warbruckstraße einmal mehr ein ganz neues Kapitel aufgeschlagen – eines, in dem wieder bevorzugt von eigenen Erfolgen berichtet werden soll. Die letzten Spiele der Vorsaison hat das Trainergespann genutzt, um zu sichten, wer für eine Weiterbeschäftigung infrage kommt. „Charakter schlägt Qualität“, betont Volker Hohmann, worauf es ihm und Markus Kowalczyk bei der Zusammenstellung des Kaders ankam.

Fünf Spieler sind geblieben

Allzu viele Akteure aus dem Katastrophenjahr sind nicht geblieben. Abgesehen von den sechs A-Jugendlichen, die bereits in der „Ersten“ mitwirken durften, werden lediglich Meik Kuta, Muhammet Karpuz, Ismail Öztürk, Boran Sezen und „Urgestein“ Emir Alic weiterbeschäftigt. Fast alle anderen Kicker, die fünftklassig für den FSV am Start waren, dürften schnell in Vergessenheit geraten.

Das Team, das sich am Donnerstagabend zum Fototermin versammelt hat, hinterlässt auf Anhieb einen ganz anderen Eindruck als jenes vor Jahresfrist, das zusammengewürfelt und der neuen Aufgabe nicht ansatzweise gewachsen schien. Nun ist ein Kader am Start, der offenbar mit Bedacht zusammengebaut worden ist. Mit Torhüter Akin Ergin, Mittelfeldmann Hilal Ali Khan und Angreifer Necip Eren ist ein Trio Trainer Kowalczyk von dessen Ex-Verein SpVgg Sterkrade-Nord über die Stadtgrenze gefolgt, das seine Qualitäten schon bewiesen hat. Ergin muss um den Platz zwischen den Pfosten, den in der vergangenen Saison rekordverdächtige sechs Keeper beim FSV einnahmen, allerdings gegen den Ex-Scherpenberger Mehmet Coskun kämpfen. Eine Menge Oberligaerfahrung bringen auch Jeff Gyasi, Ricardo Ribeiro (beide SC Düsseldorf-West) und Konrad Kacz­marek (1. FC Kleve) mit.

Spielerdecke ist noch dünn

Das wohl größte Problem wurde beim Teamfoto auch offenbar: Mit dem dabei fehlenden Meik Kuta verfügt der FSV über gerade 18 Feldspieler – das kann in einem langen Saisonverlauf eng werden. Da soll sich laut Trainer aber noch was tun.

Ein Saisonziel mag Markus Kowalczyk nicht ausgeben. „Das oberste Ziel ist die Entwicklung der Mannschaft“, stellt er heraus. Dass er in den Augen der Konkurrenz als Oberliga-Absteiger mit einem doch recht ordentlich verstärkten Team eine Art Favoritenrolle einnimmt, ist ihm allerdings auch bewusst: „Alle Gegner werden gegen den FSV gewinnen wollen. Das ist einerseits ein Problem, aber andererseits auch eine große Herausforderung für uns.“ Das erste Duell steigt am Sonntag um 15.30 Uhr gegen Mitabsteiger TV Jahn Hiesfeld.

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