Hockey

Club Raffelberg an der Spitze der 2. Bundesliga

Anneke Maertens traf erneut zweimal an diesem Wochenende.

Anneke Maertens traf erneut zweimal an diesem Wochenende.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Für die Frauen des Club Raffelberg läuft es gut. Am Wochenende gab es zwei 2:0-Siege – und den Sprung auf Platz eins. Herren unterliegen Essen.

Sparsam und effektiv – so kann der Weg an die Tabellenspitze sein. Am Wochenende gewann der Club Raffelberg beide Partien in der 2. Hockey-Bundesliga Nord der Frauen mit 2:0 (1:0) – erst gegen Aufsteiger Polo Hamburg, dann gegen Eintracht Braunschweig, die zum Favoritenkreis der Liga gehört. Nach fünf Spielen und fünf Siegen bei nur zwei Gegentoren, die allesamt in der Auftaktpartie gegen Heimfeld fielen, stehen die Duisburgerinnen nun ganz vorne. Bremen kann noch gleich ziehen – der BHC hat bislang erst vier Partien absolviert.

„Das ist total okay“, sagte CR-Trainerin Susi Wollschläger. „Erst recht, wenn man bedenkt, mit welchen personellen Veränderungen im Sommer und mit welchen Verletzungen wir umgehen mussten.“ Beide Partien gestalteten sich so wie die drei vorherigen in dieser Saison: Raffelberg ist die bessere – wenn nicht klar bessere – Mannschaft. „Aber wir schaffen es nicht, diese Überlegenheit in Tore umzumünzen“, erklärt Wollschläger. So mussten die Tore von Leonie Thiel (25.) und Anneke Maertens (37.) zum Sieg reichen. „Im letzten Viertel kam Polo noch mal etwas auf, aber wirklich gefährlich wurde es nicht“, so die Trainerin.

Auch gegen die Eintracht war mehr möglich. Nach zehn Minuten traf Anneke Maertens zum 1:0. „Wir hätten nach dem ersten Viertel gefühlt 3:0 führen müssen, nach Ecken stand es aber 0:3“, berichtet die Trainerin. „Wir haben aber supercool verteidigt.“ Die Folge davon: Schon im vierten Spiel nacheinander hat der CR kein Gegentor kassiert. Diesmal hielt Johanna von dem Borne den Kasten sauber. Suzan Steinhoff machte letztlich alles klar (60.).

CR-Herren verlieren erneut

Das ist keine gute Woche für den Herren-Regionalligisten Club Raffelberg. Schon das 2:4 am Donnerstagabend im Nachholspiel gegen den HTC Uhlenhorst Mülheim II war ausgesprochen überflüssig. Das 1:3 (1:1) am Sonntag beim HC Essen 99 hatte einen ganz ähnlichen Aggregatzustand. Dabei kam Raffelberg – anders als in den vorherigen drei Partien der Saison – gar nicht gut ins Spiel und geriet schnell mit 0:1 in Rückstand. „Dem sind wir dann lange hinterher gelaufen“, sagt CR-Trainer Tim Leusmann – ehe Tom Jakscha das Tor zum 1:1-Ausgleich gelang.

Raffelberg hatte danach gute Gelegenheiten, „aber wir machen einfach kein weiteres Tor“, ärgert sich der Coach. „Wir hatten ein klares Chancenplus.“ Weniger Chancen – dafür mehr Tore: Der Gastgeber präsentierte sich klar effektiver und entschied die Partie für sich. „Das Spiel hätten wir nie und nimmer verlieren müssen“, so Leusmann, dessen Team nun in der Tabelle deutlich zurückgefallen ist.

Am kommenden Sonntag müssen die Grün-Schwarzen dann wieder in die Spur finden. Um 18 Uhr abends geht es zum Bonner THV, der Oberhausen gestern mit 6:0 besiegte.

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