Triathlet

Der Duisburger Sven Wies bereitet sich auf Hawaii vor

Bevor es aufs Rad ging, hatte Sven Wies mit dem Reißverschluss seines Schwimmanzuges zu kämpfen.

Bevor es aufs Rad ging, hatte Sven Wies mit dem Reißverschluss seines Schwimmanzuges zu kämpfen.

Foto: Wies

Duisburg.  Der Triathlet vom Duisburger SV 98 zieht eine positive Zwischenbilanz der ersten Saisonhälfte. In seiner Heimatstadt belegte er den zweiten Platz.

Die erste Hälfte der Saison hat Sven Wies nun hinter sich. Und wie fällt das Fazit des für den Duisburger SV 98 startenden Triathleten aus? „Ich bin mehr als zufrieden“, sagt der 31-Jährige, der nun erst einmal eine kleine Pause einlegt, ehe es dann in die zweite Saisonhälfte geht – und in der wartet mit der Teilnahme am Ironman auf Hawaii noch das ganz große Highlight des Jahres auf den gebürtigen Münsteraner.

Seinen sechsten Wettkampf seit Jahresbeginn bestritt Sven Wies in seiner Heimatstadt – wo er bislang noch die an den Start gegangen war. Beim City-Triathlon in Münster hätte er gern seine Serie von Erfolgen fortgesetzt: Zuvor war er bereits in Gladbeck, Kamen, Düsseldorf und Altena auf den ersten Platz gelaufen.

Duell auf der olympischen Distanz

Allerdings stand ihm da ein ernsthafter Konkurrent im Weg: Lokalmatador Luca Heerdt, Bundesliga-Athlet im Tri Finish Team Münster. Mit ihm wollte sich Sven Wies auf der olympischen Distanz duellieren: 1500 Meter Schwimmen, dann 40 Kilometer Radfahren und schließlich zehn Kilometer Laufen. „Der Plan war, beim Schwimmen so lange wie möglich dranzubleiben“, so Wies. Das hat rund 700 Meter gut funktioniert; dann verschaffte sich Heerdt einen kleinen Vorteil und lag letztlich 30 Sekunden vor dem DSV-Mann. Es folgte jedoch ein Malheur: Am Neopren-Schwimmanzug von Sven Wies klemmte der Reißverschluss. Eine Minute kostete ihn diese Problematik. „Das war nicht der Plan“, resümierte er leicht angesäuert.

Auf der Radstrecke konnte er den Abstand, der nun eineinhalb Minuten betrug, konservieren und auch den Vorsprung gegenüber dem Dritten Robbie Dale aus Köln wahren. Doch wieder gab es ein Problem nicht beim eigentlichen Rennen, sondern zwischen den Etappen: Beim Übergang zum Laufen rutschte Wies auf einem Teppich in der Wechselzone aus. „Es ist dann nichts Schlimmes passiert, aber der Schockmoment war schon da“, schildert er.

Kurz vor dem Ziel abgesetzt

Platz eins war nun praktisch vergeben – es galt, Rang zwei zu verteidigen. Robbie Dale machte Boden auf den Duisburger gut. „Die letzten viereinhalb Kilometer sind wir praktisch zusammen gelaufen und haben uns dabei die ganze Zeit belauert“, so Wies. Am Ende konnte er dann noch einmal an Tempo zulegen und sich 200 Meter vor dem Ziel schließlich von seinem Kontrahenten lösen. Nach 1:50:59 Stunden überquerte er als Zweiter die Linie – drei Sekunden vor Robbie Dale.

Auch ohne Platz eins in Münster kann Sven Wies mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr gut leben. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft. Nun merke ich aber auch, dass ich müde bin – nicht nur, was die Muskeln angeht, sondern auch mental.“ In der Vorbereitung auf den Start in Hawaii stehen noch zwei Wettbewerbe an – der nächste am 24. August in Hückeswagen.

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