2. Fußball-Bundesliga

Der MSV Duisburg feiert einen Triumph beim 1. FC Köln

Viel Grund zum Jubeln hatten die Zebras am Montagabend in Köln.

Viel Grund zum Jubeln hatten die Zebras am Montagabend in Köln.

Foto: Lars Baron/Getty

Duisburg/Köln.  Der neue Duisburger Trainer Torsten Lieberknecht erlebt einen Einstand nach Maß. Beim Spitzenreiter 1. FC Köln gelingt dem Schlusslicht ein 2:1.

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Neuer Trainer, neues Glück. Torsten Lieberknecht feierte am Montagabend in Köln-Müngersdorf einen Einstand nach Maß. Der neue Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg landete mit den Zebras beim Spitzenreiter 1. FC Köln einen Coup. Die Zebras siegten 2:1 (1:1) und feierten ihren ersten Saisonsieg.

Auf dem Spielberichtsbogen wartete Torsten Lieberknecht nicht mit Überraschungen auf. Die gab’s aber auf dem Platz. Dass der neue Trainer etwas verändern würde, war zu erwarten. Die taktische Variante, die der 45-Jährige wählte, dürfte vorher kaum jemand auf dem Zettel gehabt haben. Der Coach vertraute im Mittelfeld auf eine Raute: Fröde defensiv, Oliveira Souza rechts, Schnellhardt links und im offensiven Mittelfeld Tashchy. Im Sturm bot Lieberknecht eine Doppelspitze mit Gyau und Iljutcenko auf. Das dürfte auch der Kölner Trainer Markus Anfang so nicht erwartet haben.

Diese kleine taktische Revolution ging einher mit einem selbstbewussten Auftreten. Die Zebras waren bissig, versteckten sich nicht und bemühten sich von Beginn an um Offensiv-Aktionen.

Schon nach 110 Sekunden setzte der MSV ein Ausrufezeichen. Cauly Oliveira Souza eroberte den Ball von Rafael Czichos und lief auf FC-Torwart Timo Horn zu, den er aber anschoss. Hier wäre ein Querpass auf Joe Gyau eine lohnende Alternative gewesen. In der fünften Minute verbuchte Lukas Fröde eine Kopfballchance, mit der Horn aber keine Probleme hatte.

In der neunten Minute belohnten sich die Zebras für ihr mutiges Auftreten. Erst scheiterte Stanislav Iljutcenko an Horn, der zur Ecke abwehrte. Die Kölner konnten den Ball nach Schnellhardts Ecke nicht klären, Cauly Oliveira Souza hielt aus 17 Metern humorlos drauf und traf zum 0:1.

Damit erwischten die Zebras ihre Gastgeber kalt. Köln hatte große Probleme, ins Spiel zu finden. Erst ab der 30. Minute gelang es der Elf von Markus Anfang, Druck auf die Meidericher auszuüben. Das zahlte sich in der 35. Minute für den FC aus. Dustin Bomheuer konnte den Ball im Anschluss an einen Eckball nicht klären, Nationalspieler Jonas Hector kam frei zum Kopfball und traf zum 1:1. MSV-Torwart Daniel Mesenhöler hatte sich entschieden, auf der Torlinie zu bleiben, und war chancenlos.

Kurz vor der Pause hätte Dustin Bomheuer seinen Patzer beim Ausgleich beinahe wettmachen können. Nach einem Eckball zwang der Innenverteidiger FC-Keeper Timo Horn mit einem wuchtigen Kopfball zu einer Glanzparade: Horn lenkte den Ball an die Latte.

Kölner Eigentor

Nach dem Seitenwechsel agierten die Duisburger defensiver als zu Beginn der ersten Halbzeit. Trotzdem verbuchten sie im zweiten Durchgang die erste Torchance. Joe Gyau, in der Offensive ansonsten weitgehend wirkungslos, setzte sich auf der linken Seite durch, Stanislav Iljutcenko verfehlte seine scharfe Hereingabe nur knapp.

Lieberknecht wechselte in der 63. Minute zweifach. Iljutcenko und Gyau hatten Feierabend, Engin und Verhoek kamen. Der Wechsel sollte sich wenig später bezahlt machen, doch zunächst mussten die Zebras in der 65. Minute tief durchatmen. Daniel Mesenhöler, der mit der Beherrschung seines Strafraums große Probleme hatte, traf beim Versuch einer Faustabwehr nicht den Ball, sondern FC-Spieler Dominick Drexler. Schiedsrichter Florian Badstübner zeigte jedoch nicht auf den Elfmeterpunkt. Fünf Minuten später zeichnete sich Mesenhöler mit einer starken Parade gegen Terodde aus.

In der 73. Minute erwischten die Zebras die Domstädter zum zweiten Mal kalt. Einwechselspieler Ahmet Engin flankte von der rechten Seite und bediente Oliveira Souza, der aber nicht an den Ball kam. Dafür hatte aber FC-Spieler Matthias Bader Kontakt zur Kugel, die er ins eigene Netz zum 1:2 spitzelte. Den zweiten Treffer darf sich der Brasilianer zumindest zur Hälfte zuschreiben.

Lieberknecht brachte in der Schlussphase mit Sebastian Neumann einen zusätzlichen Abwehrmann. Die Zebras retteten ihre Führung über die Zeit und feierten außerhalb der Session in Köln Karneval.

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