Duisburg-Spiel

Der MSV Duisburg schlägt die Duisburger Stadtauswahl 9:0

Profis und Amateure auf einem Blick. Am Ende siegte der MSV in Homberg standesgemäß 9:0

Profis und Amateure auf einem Blick. Am Ende siegte der MSV in Homberg standesgemäß 9:0

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Duisburg.   1400 Zuschauer kamen zum Duisburg-Spiel nach Homberg. Damit steht fest, dass das Spiel doch noch eine Zukunft hat.

Verspäteter Anpfiff im PCC-Stadion, weil noch viele Zuschauer an den Kassenhäuschen standen: Im Normalfall ärgert so etwas den Ausrichter. In Homberg war das am Sonntag anders. Rainer Bischoff, Vorsitzender des Stadtsportbundes, und Peter Thomas, Leiter der Fachschaft Fußball, freuten sich über die Schlangen an der Kasse. 1400 Fans wollten das Spiel der Stadtauswahl gegen den MSV Duisburg, das der Drittligist mit 9:0 (2:0) gewann, sehen.

So stand für Rainer Bischoff am Sonntag schnell fest: „Dieses Spiel wird es auch in Zukunft geben. Es geht weiter.“ In den letzten beiden Jahren war das Interesse gering gewesen, nur bei einer deutlichen Steigerung der Zuschauerzahl wollten sich die Veranstalter Gedanken über eine Zukunft machen. Und das ist nun der Fall. „Wir haben bereits den MSV angesprochen“, erklärte Bischoff.

Nicht nur für die Zuschauer war die dritte Auflage des Duisburg-Spiels eine runde Sache, auch die Jungs und die Trainer vom „Team Duisburg“ hatten ihren Spaß – trotz der deutlichen Niederlage. „Viele von uns waren vor ein paar Tagen noch auf Mallorca. Deshalb gingen uns wohl am Ende auch die Kräfte aus“, sagte Thomas Kirsch (Viktoria Buchholz). Der Mittelfeldspieler freute sich auch über ein Wiedersehen mit Dina Voss, der stellvertretenden Pressesprecherin des MSV. Ihr hatte Kirsch früher Nachhilfe in Mathematik gegeben. Wie viele seiner Mannschaftskameraden ist Kirsch ein MSV-Fan und besucht regelmäßig die Spiele der Zebras. Da macht es besonders viel Spaß, gegen die Profis anzutreten.

Auch die beiden Trainer genossen den Auftritt im PCC-Stadion – vor allem MSV-Trainer Torsten Lieberknecht beeindruckte sie. „Das ist ein sympathischer Kerl“, stellte Harald Schüffeln von Meiderich 06/95 fest. Und sein Kollege Julien Schneider vom DSV 1900 sagte: „Torsten Lieberknecht hat mich direkt mit Namen angesprochen. Das zeugt von einer großen Wertschätzung.“

Wie schon am Freitagabend in Sonsbeck hatten die MSV-Profis Anlaufschwierigkeiten. Lucas Scepanik eröffnete erst in der 25. Minute den Torreigen. Vor der Pause trug sich nur noch Yassin Ben Balla in die Torschützenliste ein. Der niederländische Neuzugang Vincent Vermeij war im Sturmzentrum – wie schon bei seinem Debüt in Sonsbeck – wirkungslos.

Daghan mit zwei starken Paraden

In der zweiten Halbzeit nahmen die Profis die Amateure dann nach den Regeln der Kunst auseinander. Das ärgerte Torwart Abdullah Daghan vom SV Genc Osman, der schon im vergangenen Jahr beim 1:6 in Hamborn zwischen den Pfosten stand. Daghan kam in der 61. Minute ins Spiel und kassierte noch fünf Treffer. „Aber ich habe auch zweimal gegen Moritz Stoppelkamp stark geklärt“, grinste der 23-Jährige.

Während die Amateur-Kicker nun noch ein paar Tage Urlaub haben, geht die Vorbereitung für die MSV-Profis weiter. Für die letzten Neuzugänge steht am Montag ein Laktattest an. Die hochsommerlichen Temperaturen führen nicht dazu, dass Torsten Lieberknecht das Pensum reduziert: „Da müssen alle durch. Ich will in allen Bereichen eine Siegermentalität sehen.“

Gespräch mit Mickels

Auch Gastspieler Leroy-Jacques Mickels aus Velbert war am Sonntag noch einmal 45 Minuten am Ball. Auch wenn der Offensivspieler diesmal ohne Torerfolg blieb, hinterließ er einen guten Eindruck. Am Montag soll es nun ein Gespräch mit Mickels, Sportdirektor Ivica Grlic und Torsten Lieberknecht geben. „Ich möchte wissen, warum er mit seiner Qualität den Durchbruch in einer höheren Liga bislang nicht geschafft hat.

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