Fußball-Regionalliga

Der Stachel sitzt beim VfB Homberg tief

„Wir müssen uns irgendwann auch mal belohnen.“ VfB-Spieler Markus Wolf  (links) sprach nach der Niederlage gegen Haltern Klartext.

„Wir müssen uns irgendwann auch mal belohnen.“ VfB-Spieler Markus Wolf (links) sprach nach der Niederlage gegen Haltern Klartext.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus / firo Sportphoto

Duisburg.  Der Aufsteiger brachte sich beim 3:4 gegen den TuS Haltern durch individuelle Fehler um den Lohn. Im Pokal soll Selbstvertrauen getankt werden.

Der Stachel nach der verspielten 3:1-Führung bei der 3:4-Niederlage im Aufsteiger-Duell gegen den TuS Haltern sitzt tief bei den Regionalliga-Kickern des VfB Homberg und deren Trainer. „Das zu realisieren, ist das eine, das zu verarbeiten, wird schwierig für mich“, sagte Stefan Janßen nach der zweiten Heimpleite im PCC-Stadion, die für den Coach ebenso unnötig war, wie die erste beim 1:3 gegen den Wuppertaler SV.

Dabei sei die interne Aufarbeitung eigentlich „ganz einfach“, wie der Coach sagt. „Jeder Spieler muss über seine Fehler nachdenken und zusehen, dass er diese Fehler nicht mehr macht. Denn diese Fehlerhäufigkeit führte dazu, dass wir nun schon das zweite Heimspiel, dass wir eigentlich gewinnen müssen, verloren haben.“

Individuelle Fehler

Markus Wolf stößt da ins gleiche Horn wie sein Trainer. „Das Spiel gegen Haltern steht symbolisch dafür, warum wir aus den sechs Spielen bislang nur vier Punkte geholt haben“, sagt der Linksverteidiger. „Wir bringen uns durch krasse individuelle Fehler auf die Verliererstraße.“

Von Lob für die vielen beherzten Auftritte und die intensiven Laufleistungen, die der VfB bislang stets abspulte, will Wolf nach den fahrlässig verspielten Punkten gegen den Mitaufsteiger nichts mehr wissen. „Wir müssen mit dem Gerede aufhören, dass wir immer gute Spiele machen, und endlich lernen, dass wir nun in einer anderen Liga spielen. Und ich habe auch keinen Bock mehr, zu hören, dass wir ja der Aufsteiger sind“, wird Wolf noch deutlicher.

Hildebrandt „schockiert“

„Wir hatten wieder mehr Spielanteile und genügend Chancen gegen ein Team, gegen das wir drei Punkte hätten holen können. Aber dafür müssen wir uns irgendwann auch mal belohnen“, so der Abwehrspieler. Die Truppe aus Haltern ist beim Thema Belohnung mit bereits zehn Zählern aus nur fünf Spielen aktuell ein Paradebeispiel – auch für Markus Wolf.

„Sie machen scheinbar einiges richtig. Gegen uns haben sie einfach ihre wenigen Chancen genutzt. Wir machen ein, zwei Abstimmungsfehler, die in dieser Liga halt sofort bestraft werden – wenngleich Haltern ein Aufsteiger ist“, sagt der Homberger Linksverteidiger und schiebt nach: „Aber Haltern ist bereits in dieser Liga angekommen. Im Gegensatz zu uns. Aber noch ist die Saison lang.“

VfB muss liefern

Nicht nur Wolf spricht damit an, dass der VfB allmählich neben engagierten Auftritten auch Ergebnisse liefern muss. Frank Hildebrandt war nahezu „schockiert“, dass die Homberger die schon sicher geglaubten drei Zähler verschenkten, mit denen sie „einen schönen Satz“ aus der Abstiegszone hätten machen können. So hat auch der Sportliche Leiter Mühe, die zweite Heimpleite zu verarbeiten.

„Zum Glück haben wir jetzt das Niederrheinpokalspiel bei TuRU Düsseldorf. Sonst würden wir das wahrscheinlich die ganze Woche mit uns rumschleppen“, hofft Hildebrandt am Mittwoch ab 19.30 Uhr auf einen Sieg an der Feuerbachstraße. Ein Ausscheiden in der zweiten Runde gegen einen klassentieferen Oberligisten könnte den Stachel hingegen noch tiefer in die gelb-schwarze Seele treiben...

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