Regionalliga

Der VfB Homberg spielt bei den Sportfreunden Lotte

Danny Rankl (links) und Justin Walker – hier beim Pokalspiel in Hamminkeln  – sind mit dem VfB heute in Lotte am Ball.

Danny Rankl (links) und Justin Walker – hier beim Pokalspiel in Hamminkeln – sind mit dem VfB heute in Lotte am Ball.

Foto: Mark Bohla

Duisburg.  Aufsteiger VfB Homberg spielt am Samstag bei Drittliga-Absteiger Lotte. VfB-Trainer Stefan Janßen ist nicht nur auf die Punkte scharf.

Zu Saisonbeginn hatte Stefan Janßen mal gesagt, sich „ein neues Handy mit einer tollen Kamera“ kaufen zu wollen. Damit wolle der Trainer des VfB Homberg dann „die vielen schönen Spielstätten fotografieren“, die er mit seinem Aufstiegsteam in der Regionalliga nun besuchen darf.

Das 10.059 Zuschauer fassende Stadion am Lotter Kreuz wird Janßen sicher einen Schnappschuss wert sein. In der letzten Saison war ein Pflichtspiel bei den Sportfreunden Lotte für die Kicker vom Rheindeich noch zwei Ligen entfernt – am heutigen Samstag um 14 Uhr pfeift Schiedsrichter Jörn Schäfer das Gastspiel des Aufsteigers beim Drittligaabsteiger an.

Und dann folgen aufs Foto 90 Minuten harte Arbeit für den VfB-Coach und sein Team.„Wir werden mindestens genauso viel geben müssen wie gegen Rot-Weiß Essen – wenn nicht noch mehr“, ist Stefan Janßen bewusst, welch ein Brocken auf den VfB zukommt. Dabei steht der Regionalliga-Neuling nach zwei Spielen sogar drei Punkte über dem letztjährigen Drittligisten, der mit 21 Abgängen und 15 Neuzugängen mitten im Umbruch steckt.

Janßen warnt vor dem Gegner

Nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen Aufsteiger TuS Haltern und dem 1:2 bei der U 23 von Borussia Dortmund droht den Sportfreunden der komplette Fehlstart – und den wird das Team von Coach Ismail Atalan nun im nächsten Heimspiel gegen einen Aufsteiger mit aller Macht abwehren wollen. „Die Saison hat sehr unglücklich für Lotte begonnen und sie werden den Start nicht in den Sand setzten wollen“, so Janßen. „Wir erwarten einen wütenden Gegner, der heiß auf seine ersten Punkte ist.“

Dass am Lotter Kreuz etwas zu holen ist, hat Mitaufsteiger Haltern bewiesen. Janßen warnt jedoch davor, voreilige Parallelen zum VfB zu ziehen. „Lotte war Haltern über 90 Minuten komplett überlegen und hatte eine Vielzahl an Chancen“, weiß der Coach um die unglückliche Auftaktniederlage der heutigen Gastgeber, während seine Elf mit viel Einsatz – aber eben auch viel Glück – die ersten drei Punkte in Bergisch Gladbach holte.

Kücükarslan ist angeschlagen

Dass der Coach zum dritten Mal in Folge die gleiche Startelf ins Rennen schicken wird, ist nicht unwahrscheinlich. Aufdrängen konnte sich aus der aktuell zweiten Reihe, die am Mittwoch im Pokalspiel beim Hamminkelner SV zum Einsatz kam, beim späten 2:0-Sieg kaum ein Spieler, wobei Janßen freilich bewusst ist, dass auch ein drei Klassen tiefer kickender Bezirksligist einem Favoriten in einem Pokalfight das Leben schwer machen kann. „Ich weiß, wie motiviert die Underdogs in solchen Duellen sind. Für sie ist es das Spiel des Jahres.“

Fakt bleibt dennoch, dass der VfB nach der Hereinnahme einiger Stammspieler binnen weniger Minuten auf die Siegerstraße kam. Fraglich ist allein der Einsatz des am Knie verletzten Metin Kücükarslan. Mit Thorsten Kogel, Ferdi Acar, Can Serdar oder Ahmad Jafari stünden mehrere Alternativen für die Mittelfeldzentrale zur Verfügung. Und letzterem ist nicht bange vor dem in der vergangenen Saison noch zwei Ligen entfernten Gegner. „Mit etwas mehr Mut als im Spiel gegen Essen, können wir etwas holen“, sagt der Schütze zum 1:2 gegen RWE.

Das ist auch das Ziel seines Trainers. „Lotte will unbedingt die ersten Punkte. Aber das ist uns egal. Wir fahren nicht 170 Kilometer hin und zurück, um mit leeren Händen nach Hause zu kommen“, stellt Stefan Janßen klar, nicht nur für ein Foto das Stadion am Lotter Kreuz zu besuchen.

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