Handball-Regionalliga

Doppelter Einsatz für den neuen Trainer des TV Aldenrade

Jörg Freund wird sich am Samstag terminlich mächtig strecken müssen.

Foto: Michael Dahlke

Jörg Freund wird sich am Samstag terminlich mächtig strecken müssen. Foto: Michael Dahlke

Duisburg.   Jörg Freund wird am Samstag erstmals auf der Walsumer Bank sitzen. Doch zuvor will er seinem bisherigen Klub einen letzten Gefallen tun.

Jörg Freund weiß bereits ganz genau, wie er seinen Freitagabend verbringen wird. „Ich habe den Zugang zum Videoportal bekommen und werde mir nun möglichst viele Spiele der Mannschaft anschauen“, verrät der neue Trainer des TV Aldenrade. Vor dem Spiel gegen die Turnerschaft St. Tönis (Samstag, 20 Uhr, Driesenbusch) in der Handball-Regionalliga der Frauen wird Freund also noch jeden Menge zu tun haben.

Anfang der Woche hatte der 52-Jährige das Angebot des TVA für die Nachfolge von Michael May erhalten. „Dann habe ich eine Nacht darüber geschlafen und zugesagt“, erzählt Freund. Seinen tatsächlichen Amtsantritt vollzieht der A-Lizenz-Inhaber, der am Donnerstag seinen 52. Geburtstag feierte, erst morgen Abend – und dabei wird er einen terminlichen Spagat hinlegen. Der Wuppertaler plant, noch einmal den TV Biefang, den er bis zum Wochenende trainiert hatte, in der Oberliga zu betreuen. Die Oberhausener spielen am Nachmittag in Mettmann.

Keinen Druck machen

Nur zwei Spielerinnen kennt Jörg Freund noch von seinem vorherigen Engagement in Walsum – Alice Schulz und Carmen „Flummi“ Feldmann. „Einige Spielerinnen kenne ich aber natürlich als Gegner. Tanja Ludwig und Regina Gensch zum Bespiel. Da weiß ich, welche Qualität sie haben“, erzählt Freund. Im Sommer hatte der neue TVA-Trainer mit dem TVB noch ein Trainingsspiel gegen seinen neuen Klub absolviert. „Da hätte ich nie damit gerechnet, dass sie jetzt mit null Punkten dastehen würden.“

Der Neue glaubt fest daran, dass er mit seinem Team die Wende schaffen kann. „Ich denke schon, dass das Potenzial da ist, auf jeden Fall in der Liga zu bleiben. Wir müssen gucken, woran es gelegen hat, dass es bisher nicht lief“, kündigt Freund an. Die Frage nach dem Warum hatte auch seinem Vorgänger Kopfzerbrechen bereitet. Sind es die Nerven, die Einstellung – alles reine Kopfsache? Freund: „Dabei stehen die Mädels auch selbst in der Verantwortung. Wenn jeder das Maximum rausholt, dann wird das gut sein. Ich werde jetzt aber bestimmt keinen Druck machen. Das würde nicht helfen“, betont Jörg Freund.

Den Gegner vom Samstag kennt der Trainer noch aus der Vorsaison und traut den Gästen durchaus einen Mittelfeldplatz zu. Freund: „In der Liga sind viele Mannschaften dicht beieinander und ich denke, jeder kann hier jeden schlagen. Wir werden spielen und dann sehen, was dabei rauskommt.“

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