Regionalliga

Dritte Niederlage: VfB Homberg verliert gegen Wuppertaler SV

Gegen den Wuppertaler SV musste der VfB Homberg die dritte Pleite in Folge hinnehmen.

Gegen den Wuppertaler SV musste der VfB Homberg die dritte Pleite in Folge hinnehmen.

Foto: Stefan Rittershaus / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Im ersten Regionalliga-Spiel am Rheindeich scheitert der VfB Homberg mit 1:3 gegen den WSV. Durim Berisha trifft zwischenzeitlich zum Ausgleich.

Der VfB Homberg musste auch im ersten Regionalliga-Spiel am Rheindeich eine Niederlage einstecken. Im PCC-Stadion, das der Aufsteiger seit dem 10. November 2017 in der Meisterschaft nicht mehr als Verlierer verlassen hatte, brachte der Wuppertaler SV den Kickern vom Rheindeich mit einem 3:1 (1:0)-Sieg die dritte Pleite in Folge bei. Der WSV fühlt sich in Homberg scheinbar wohl – war er es doch, der am 10. Februar beim 1:0-Sieg im Viertelfinale des Niederrheinpokals als letzter Verein überhaupt im PCC-Stadion gewinnen konnte. Dabei war das Ergebnis letztlich deutlicher als der Spielverlauf. Erst in den letzten drei Minuten machten die Gäste den dritten Sieg in Folge perfekt.

VfB-Coach Stefan Janßen schickte bis auf eine Änderung die Startelf aufs Feld, die bei den Sportfreunden Lotte vor Wochenfrist 0:1 verloren hatte. Für Mirko Urban rückte Durim Berisha in die Innenverteidigung. „Ich habe im Training einen Schlag auf die Wade bekommen. Die ist jetzt zu und wir wollen kein Risiko eingehen“, erklärte Urban, der in den bisherigen drei Partien jede Spielminute bestritten hatte, seinen Ausfall. Der 19-jährige Berisha kam somit zu seinem Startelfdebüt und sollte noch auf sich aufmerksam machen.

Gäste aus Wuppertal hatten die Führung früh auf dem Fuß

Die Gäste hatten mit der Unterstützung von gut 250 WSV-Fans unter den rund 700 Zuschauern bereits in der dritten Minute die Führung auf dem Fuß. Doch Tom Meurer verzog nach Zuspiel von Lukas Knechtel. Der VfB suchte im ersten Spiel im heimischen Stadion ebenfalls den Weg nach vorne. Justin Walkers Schuss aus 16 Metern stellte aber kein Problem für Edin Pepic da (11.). Mehr Einsatz musste der WSV-Keeper da schon zeigen, als Danny Rankl Meurer die Kugel abluchste und allein auf ihn zulief. Doch der VfB-Stürmer legte sich den Ball zu weit vor, so dass Pepic klären konnte (19.). Auf der anderen Seite verpasste Knechtel nach Querpass von Daniel Nesseler am langen Pfosten erneut die Gästeführung – machte es dann aber nur drei Minuten später besser. Nach einem Freistoß landete die Kugel beim Wuppertaler Linksaußen, der die Kugel aus dem Halbfeld mit einem satten Schuss im rechten Eck versenkte (26.). Zum dritten Mal in Folge musste der Aufsteiger einem Rückstand hinterher rennen.

Und die Wuppertaler machten es den Hausherren schwer, etwas daran zu ändern. Einen Schuss von Berisha nach einer Ecke blockte der WSV am Fünfmeterraum ab (39.), Dennis Wibbe setzte den Ball im 16er über den Kasten (44.), so ging es für den VfB mit dem 0:1 in die Pause.

Ausgleich gab dem VfB-Homberg Schwung

Fünf Minuten nach Wiederbeginn hätte Homberg dann ausgleichen müssen. Nach einer Flanke von Markus Wolf scheiterte Marvin Lorch aus kurzer Distanz an Keeper Pepic, den Abpraller setzte Danny Rankl neben den leeren Kasten. Bei der nächsten Wolf-Flanke in den Fünfer machten es die Gelb-Schwarzen dann besser. Startelf-Debütant Berisha stieg am kurzen Pfosten hoch und köpfte die Kugel ins Netz (55.).

Der Ausgleich gab den Hombergern direkt Schwung und beflügelte sie zu dem temporeichen Spiel, das die Zuschauer noch aus der Oberliga-Saison kannten. Justin Walker verpasste die Wende mit einem 16-Meter-Schuss, der am langen Eck vorbei strich, nur knapp (58.). Auf der Gegenseite klärte VfB-Keeper Philipp Gutkowski im letzten Moment vor dem einschussbereiten Semir Saric (63.). Kurz darauf wäre Gutkowskis Gegenüber dann geschlagen gewesen. Doch die Querlatte rettete beim Distanzschuss von Rechtsverteidiger Koray Kocinoglu für Pepic (65.).

VfB-Coach Janßen: „Diesmal haben Kleinigkeiten gegen uns entschieden.“

Der VfB zeigte, dass er sich mit dem Punkt nach zwei Niederlagen nicht zufrieden geben, sondern als Sieger aus dem ersten Regionalliga-Spiel am Rheindeich hervorgehen wollte und schnürte den WSV zunehmend in dessen Hälfte ein.

Doch dieser wehrte sich und langte in Person von Gianluca Marzullo mit einem Doppelschlag in der Schlussphase eiskalt zu. Erst versenkte der Rechtsaußen die Kugel mit einem strammen Flachschuss zum 2:1 im Eck (88.), nur eine Minute später war er nach einem Konter über den eingewechselten Ufumwen Osawe zur Stelle.

„Zum ersten Mal seht ihr heute einen traurigen und auch etwas frustrierten Stefan Janßen“, sagte der VfB-Coach nach dem Spiel. „Denn ich habe in die Gesichter meiner Jungs geguckt, die alles versucht haben, um das Spiel zu gewinnen. Aber diesmal haben Kleinigkeiten gegen uns entschieden, die in dieser Liga einfach solche Spiele entscheiden können.“

VfB Homberg – Wuppertaler SV 1:3 (0:1)

VfB Homberg: Gutkowski – Kacinoglu (78. Kogel), Berischa, Koenders, Wolf – Lorch, Jafari, Nowitzki, Walker (73. Acar) – Wibbe (83. Serdar), Rankl (73. Kader).

Wuppertaler SV: Edin Pepic – Saric (90. Duraj), Uphoff, Meurer, Nedim Pepic – Nesseler, Grebe, Müller (57. Alabas) – Marzullo (90. Pytlik), Ametov (70. Osawe), Knechtel.

Tore: 0:1 Knechtel (26.), 1:1 Berisha (55.), 1:2, 1:3 Marzullo (88., 89.)

Gelbe Karten: Acar – Grebe, Müller Alabas, Pytlik.

Schiedsrichter: Andreas Steffens (Mechernich).

Zuschauer: 700.

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