Fußball

Duisburg 08 steht vor dem letzten Schritt

Duisburg 08 (grüne Trikots) empfängt den TV Voerde zum Relegationsrückspiel.

Duisburg 08 (grüne Trikots) empfängt den TV Voerde zum Relegationsrückspiel.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Duisburg.   Nach dem 3:2-Sieg im Hinspiel geht es für Duisburg 08 im zweiten Spiel gegen Voerde um die Bezirksliga-Rückkehr. Sogar 0:1 oder 1:2 reicht.

Ist es Vorfreude? Ist es Aufregung? „Es ist der letzte Schritt, den wir gehen müssen“, fasst es Berkan Serifoski zusammen. Beim Hochfelder Trainer selbst wächst die Anspannung. Zum ersten Mal, seitdem die Fußball-Kreisliga A im Kreis Duisburg/Mülheim/Dinslaken 1995 von drei auf zwei Staffeln reduziert worden ist, müssen die beiden Staffelsieger um nur einen freien Aufstiegsplatz zur Bezirksliga spielen. Duisburg 08 hat sich selbst durch den späten Siegtreffer zum 3:2 im Hinspiel beim TV Voerde in eine hervorragende Ausgangslage gebracht. Da die „Europapokalregel“ Anwendung findet, würde sogar eine 0:1- oder 1:2-Niederlage zum Aufstieg reichen. Das Rückspiel beginnt am Sonntag um 15 Uhr in Hochfeld.

Das Umfeld des Traditionsvereins von der Paul-Esch-Straße, der einst zu den besten Amateurfußballvereinen der Stadt zählte, fiebert der Rückkehr in höhere Gefilde entgegen. „Ich gehe davon aus, dass wir über 1000 Zuschauer haben werden“, sagt Serifoski. „Es sei denn, es ist so heiß, dass die Leute lieber ins Freibad gehen. Wir haben jedenfalls viel Werbung via Facebook gemacht und Einladungen verschickt.“

Tamgac Kece fehlt gelbgesperrt

Die Hochfelder können beinahe vollzählig in diese Partie gehen. Lediglich Tamgac Kece, der während der Saison vom Oberligisten FSV Duisburg gekommen ist, fehlt gelbgesperrt. „Ich finde diese Regelung unglücklich“, hätte sich Serifoski eine Löschung der gelben Karten nach dem Ende der regulären Saison gewünscht.

Auf Voerder Seite ist die Personalplanung nicht ganz so einfach. So wird beispielsweise Trainer Jörg Lieg fehlen, der für das Hinspiel seinen Urlaub unterbrochen hat. Im Rückspiel wird er nun von seinem Co-Trainer Marc Scotti vertreten. Ganz offenbar hatten die TVV-Akteure nicht mit einem so späten Relegationstermin gerechnet – sodass sie am Montag zu ihrer lange geplanten Saisonabschlussreise nach Bulgarien aufgebrochen waren und erst am Freitagabend nach Duisburg zurückkehrten. Scotti sagte: „Meiner Meinung nach hätten es beide Mannschaften verdient, in die Bezirksliga aufzusteigen.“ Auch Serifoski spricht mit viel Respekt über den Gegner. „Voerde hat das im Hinspiel sehr gut gemacht. Ob unser Sieg nun glücklich war, weil das 3:2 spät fiel, sei mal dahingestellt. Wir werden jedenfalls alles dafür tun, um in die Bezirksliga zurückzukehren.“

Nebenbei: Dass die Relegation tatsächlich sehr spät angesetzt worden ist, zeigt der Umstand, dass die Gruppenteilung der Bezirksliga bereits erfolgt ist.

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