Fußball

Duisburger Landesliga-Derby: FSV empfängt den DSV 1900

Sein erstes Derby hat Ex-Profi Adil Chihi (rechts) mit dem FSV klar gegen Hamborn 07, hier mit Julian Bode, klar gewonnen. Nun wartet auf den Tabellenzweiten das Duell mit dem DSV 1900.

Sein erstes Derby hat Ex-Profi Adil Chihi (rechts) mit dem FSV klar gegen Hamborn 07, hier mit Julian Bode, klar gewonnen. Nun wartet auf den Tabellenzweiten das Duell mit dem DSV 1900.

Foto: Mark Bohla

Duisburg.  Alle Landesligisten spielen am Sonntag auf Duisburger Stadtgebiet. Hamborn 07 erwartet einen „absoluten Knaller“. Genc Osman einen großen Namen.

Das Duisburger Quartett in der Fußball-Landesliga kickt am Wochenende durchweg auf Duisburger Boden. Neben den Heimspielen für Hamborn 07 und den SV Genc Osman steht das Derby zwischen dem FSV Duisburg und dem DSV 1900 auf dem Programm.

Hamborn 07 – SC Düsseldorf-West (So., 14.30 Uhr): Vier Spiele noch bis zur Winterpause – macht Trainer Michael Pomp seinem Team für diesen Zeitraum eine Zielvorgabe, um nicht auf einem Abstiegsplatz den Jahreswechsel zu erleben? „Nein, wir schauen weiter nur von Spiel zu Spiel“, sagt Pomp, der weiß, dass die nächste Aufgabe, die auf die Löwen wartet, eine äußerst knifflige ist. Mit Oberliga-Absteiger SC Düsseldorf-West kommt der Tabellendritte an den Holtkamp, der erst einmal verloren hat: „Das ist ein absoluter Knaller und wir können zufrieden sein, wenn wir einen Punkt holen, denn das schafft gegen diesen Gegner nicht jeder. Aber vielleicht werden es an einem guten Tag sogar drei.“ Diese guten Tage waren bislang für den Aufsteiger eine Seltenheit, was vor allem an der miesen Torausbeute liegt: 15 Treffer in 15 Partien sind der deutlich schlechteste Wert der Liga. „Das ist alles eine Frage des Selbstvertrauens“, konstatiert Pomp. Am Kader ändert sich gegenüber dem 1:4 in Rath wohl kaum etwas.

FSV Duisburg – Duisburger SV 1900 (So,. 15.30 Uhr): Der FSV ist voll in der Spur – das hat der jüngste 4:0-Kantersieg beim VfB Frohnhausen eindeutig bewiesen. „Es läuft bei uns“, kann Trainer Markus Kowalczyk auch nur zufrieden unterstreichen. Deshalb sieht er auch keinen Anlass, vor dem Gastspiel des Nachbarn aus dem Süden großartig etwas an seiner Aufstellung zu ändern. Optionen gäbe es, denn mit Jeff Gyasi saß ein vermeintlich unverzichtbarer Stammspieler der ersten Saisonphase zuletzt nur auf der Bank. „Es ist ja auch immer die Frage, was wir taktisch benötigen“, so Kowalczyk. Ins Team gerückt war dafür wieder Boran Sezen, der sich nach mehrwöchiger Verletzungspause gleich wieder in guter Verfassung präsentierte. Auch Necip Eren und Adil Chihi könnten in die Startelf rücken. Offen ist, ob der zuletzt angeschlagene Emir Alic wieder dabei sein wird. Mit einem Sieg würde der FSV Platz zwei verteidigen, der nach jetziger Konstellation aber nicht zum direkten Aufstieg reichen würde, weil mit dem Wuppertaler SV und dem VfB Homberg zwei Niederrheinteams Abstiegsplätze in der Regionalliga einnehmen.

Für den DSV 1900 läuft es in den Stadtderbys bislang sehr gut. Zu Saisonbeginn hatten die Wanheimerorter mit 1:0 gegen Hamborn 07 gewonnen. Am vergangenen Wochenende gab es das gleiche Ergebnis im Duell mit dem SV Genc Osman. In der Vorwoche sprach DSV-Trainer Julien Schneider von einem Derby „unter Freunden“. Und wie sieht es beim FSV aus? „Eigentlich ähnlich. Die emotionalen Duelle sind die Spiele zwischen Genc und dem FSV und zwischen uns und Hamborn“, sagt Schneider. „Die anderen Partien sind halt Duisburger Duelle.“ Noch ist nicht ganz klar, mit welchem Kader der DSV antreten kann. Moritz Bergmann und Ammar Cengic sind verletzt. „Außerdem hatten wir unter der Woche viele Krankheitsfälle“, berichtet Schneider. Zudem fällt Fatih Ünal aus. „Wir brauchen einen richtig guten Tag, um gegen den FSV zu gewinnen“, sagt der Coach. „Wir müssen wie gegen Genc mannschaftlich geschlossen auftreten. Für beide Teams geht es um wichtige Punkte – für den FSV um Punkte für den Aufstieg, für uns um Punkte für den Klassenerhalt.“

SV Genc Osman Duisburg – FC Remscheid (So., 15.30 Uhr): Ilyas Basol zeigt Respekt vor dem Gegner. „Da kommt ein großer Name. Das ist immer gefährlich“, sagt der Trainer des SV Genc Osman. Trotz des Namens: Remscheid kommt mit drei Punkten weniger als die Neumühler an die Oberhauser Allee. Ali Basaran, der zuletzt gesperrt war, kehrt in den Kader zurück. Samed Basol und Salih Altin, die zuletzt mit Muskelfaserrissen außer Gefecht waren, signalisierten unter der Woche grünes Licht für ein Comeback. Ilyas Basol bleibt aber vorsichtig. „Ich werde sie maximal einwechseln. Ich will nicht riskieren, dass die Verletzungen wieder aufbrechen, weil ich die Spieler zu früh gebracht habe.“

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