Fußball-Landesliga

Duisburger SV 1900: Zweimal „verloren“, dann gewonnen

Enes Bayram erzielte den 4:3-Siegtreffer in der Nachspielzeit.

Enes Bayram erzielte den 4:3-Siegtreffer in der Nachspielzeit.

Foto: DANIEL ELKE / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der DSV 1900 lag gegen den VfB Solingen schon mit 1:3 hinten, gewinnt das wichtige Kellerduell aber mit 4:3 – durch ein Tor in der Nachspielzeit.

Was für ein Spiel! Der Duisburger SV 1900 traf in der Fußball-Landesliga in einem wichtigen Kellerduell auf den VfB Solingen, lag zweimal mit zwei Toren hinten – gewinnt aber durch einen Treffer von Enes Bayram in der Nachspielzeit mit 4:3 (0:1) und verschafft sich damit Luft. „Gefühlt standen da 50 Leute auf zum Jubel auf dem Platz“, freute sich Trainer Julien Schneider über den Zusammenhalt. „Dass wir dieses Spiel nach so einer Negativserie gewonnen haben, war schon wichtig. Aber die Art und Weise, wie wir das gemacht haben – mit richtig viel Teamgeist – das war schon klasse“, lobte der Coach den Auftritt seiner Mannschaft.

Nach einem Gegentor durch Vincenzo Lorefice, der alle drei Solinger Tore erzielte, lagen die 1900er bereits nach neun Minuten hinten. „Aber wir hatten nach der Pause fünf richtig geile Minuten. Das sah gut aus“, so Schneider. Kaum war der Gedanke zu Ende gedacht, stand es 0:2 (52.). „Da hatten wir die Partie zum ersten Mal verloren“, erklärt Schneider.

Enes Bayram sorgt für großen Jubel

Angetrieben von Marcel Vogel, der eine starke zweite Hälfte bot, erzielte Berkay Basri Ersöz den Anschlusstreffer (59.). Ein Abspielfehler ermöglichte Lorefices dritten Treffer (73.) – Schneider: „Da hatten wir zum zweiten Mal verloren.“ Doch der DSV dachte nicht ans Aufgeben, Yunus Emre Kocaoglu brachte den Ball zum Tor, dort drückte ihn Tim Schreckenberg über die eigene Linie (75.). Kurz darauf wurde Ersöz im Sechzehner gelegt – Pierre Kanzen verwandelte souverän vom Elfmeterpunkt zum 3:3 (77.). Und dann fiel tatsächlich noch der Siegtreffer. Der Schiri hatte gerade die Nachspielzeit verkündet, als eine Flanke von Murat Yildiz auf den zweiten Pfosten Enes Bayram fand, der zum 4:3 vollendete. Kurz darauf sah Solingens Eray Bastas wegen Gegenspielerbeleidigung noch die Rote Karte. „Für Solingen bitter, für uns richtig gut“, sagte Schneider.

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