Fußball

Eigentor bringt den Duisburger FV 08 auf Aufstiegskurs

Hochfelder Jubeltänzer: Die 08-Kicker um Routinier Yüksel Kilic (Mitte) können es selbst kaum fassen, dass sie die Partie in Voerde noch gedreht haben.

Hochfelder Jubeltänzer: Die 08-Kicker um Routinier Yüksel Kilic (Mitte) können es selbst kaum fassen, dass sie die Partie in Voerde noch gedreht haben.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der Hochfelder A-Kreisligist gewinnt das erste Spiel um den Sprung in die Bezirksliga. Am kommenden Sonntag ist der TV Voerde dann der Gast.

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Siegertänze auf dem Voerder Rasen? Wer dies nach 53 absolvierten Spielminuten in Reihen des Duisburger FV 08 noch auf dem Plan hatte, muss ein unverbesserlicher Optimist sein. Und wer dies nach 88 Minuten getan hat, dürfte zumindest an Wunder der fußballerischen Art glauben. Es deutete wirklich nicht viel darauf hin, dass der Hochfelder Fußball-A-Kreisligist mit einer herausragendend guten Ausgangsposition aus dem ersten Entscheidungsspiel um den Aufstieg zur Bezirksliga herausgehen würde. Doch mit einer guten Portion Dusel schafften die Gäste vor knapp 1000 Zuschauern beim TV Voerde noch die Wende und gelten durch den 3:2 (0:1)-Sieg nun als Favorit, wenn am kommenden Sonntag an der heimischen Paul-Esch-Straße die Entscheidung fällt.

„Ich hätte auch mit dem Unentschieden leben können. Eigentlich sogar mit der 1:2-Niederlage“, gab 08-Trainer Berkan Serifoski zu. Sein Team, als souveräner Erster der A-Liga-Gruppe 1 in das erste Duell der Staffelchampions gegangen, lieferte zumindest über weite Strecken der ersten Hälfte eine eher schwache Leistung gab und lag zur Pause verdient durch einen Kopfballtreffer von Pascal Siep aus der 13. Minute hinten. Auch nach Wiederbeginn hatten die Gastgeber das vielzitierte Momentum auf ihrer Seite: Nach einem Heber über die 08-Defensive kam Keeper Ikenna Onukogu zwar heraus, traf aber beim Klärungsversuch nur noch Daniel Fahnenbruck, der die Kugel zuvor zum 2:0 über ihn hinweggeköpft hatte (53.).

Sall holt zwei Elfmeter heraus

Die Wende setzte dann mit dem Gegenangriff ein. Abdoulaye Sall, mit vielen Eigensinnigkeiten auch „Vorbereiter“ mancher Voerder Konter, wurde im TVV-Strafraum gelegt, woraufhin Kapitän Mergim Rustemi den fälligen Elfmeter zum Anschluss verwandelte. Während 08 nun Oberwasser bekam, schwanden bei Voerde sichtbar die Kräfte. Trotzdem hätten die Gastgeber wieder davonziehen können: Der vermutlich in Abseitsposition stehende Til Faßbender wurde von Onukogu im Strafraum von den Beinen geholt. Doch 08 hatte doppelt Glück: Der Keeper sah nur Gelb – und den Elfmeter setzte Dennis Domnik über die Latte (74.).

Dass Mergim Rustemi das besser kann, zeigte er in der 90. Minute erneut. Wieder war Sall blitzschnell durch die Voerder Reihen gewieselt und von Frederic Lüger gelegt worden. Der Hochfelder Kapitän verlud TVV-Keeper Matthias Brandt zum 2:2. Doch das war noch nicht alles: Fünf Nachspielminuten waren gerade absolviert, als Voerdes Stefan Feder per Grätsche 25 Meter vor dem eigenen Tor einen völlig harmlosen Steilpass der 08er klären wollte. Die Kugel flog in Richtung des TVV-Kastens und schlug genau zwischen dem Pfosten und Matthias Brandt ein. Tor, Abpfiff, Jubeltänze.

DFV 08: Onukogu – Oben (51. Muzaffer), Elshani, Bagci (67. Canga), Kilic – Sall, Kece, Serifoski, Rustemi – Krasniqi, Düven.

Tore: 1:0 Siep (13.), 2:0 Fahnenbruck (53.), 2:1, 2:2 Rustemi (55., 90., beide Foulelfmeter), 2:3 Feder (90./+5, Eigentor).

Besonderes Vorkommnis: Domnik (TVV) schießt Foulelfmeter über das Tor (74.).

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