Eishockey-Oberliga

EV Duisburg geht ohne Vavrusa und Schmidt ins Herne-Derby

Milos Vavrusa (links) wird den Füchsen einige Wochen aufgrund einer Knieverletzung fehlen.

Milos Vavrusa (links) wird den Füchsen einige Wochen aufgrund einer Knieverletzung fehlen.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Während sich Milos Vavrusa eine Knieverletzung zugezogen hat, liegt „Schmiddi“ mit Fieber flach. Am Freitag spielt der EVD zu Hause gegen Herne.

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Lange Zeit kamen die Füchse in dieser Eishockey-Saison ohne größeres Verletzungspech über die Runden – doch nun füllt sich das Lazarett bedenklich. Nach dem Mittelfußbruch von Sam Verelst, der sein Comeback zu den Play-offs angekündigt hat, muss der Oberligist EV Duisburg nun auch auf Verteidiger Milos Vavrusa verzichten – die Ausfalldauer ist noch unklar. Nachdem die Meldung von Mittwochabend, in der die Füchse eine Knieverletzung verkündeten, noch arg bedenklich klang, herrschte am Donnerstagmittag schon wieder leichte Hoffnung. „Wir haben die Hoffnung, dass Milos Anfang Februar wieder spielen kann“, sagt EVD-Trainer Uli Egen.

Nur kurzfristig, aber eben für das Derby am Freitag (19.30, Jomizu-Arena) gegen den Herner EV und am Sonntag (18 Uhr) bei den Hannover Scorpions müssen die Duisburger auch auf Verteidiger Markus Schmidt verzichten. „Er hat Fieber“, sagt Egen. „An diesem Wochenende wird das nichts. Wir erwarten Markus zum Wochenstart zurück im Training.“

Coco Krämer rückt in die Verteidigung

Rein quantitativ geht’s. „Wir haben zwölf Stürmer und sechs Verteidiger“, rechnet Egen vor. Allerdings auch nur, weil Coco Krämer vom Sturm in die Verteidigung rückt. Die Augen halten die Schwarz-Roten weiterhin offen, allerdings hieß es in der Füchse-Mitteilung zur Vavrusa-Verletzung auch: „Ob und wie die Füchse Duisburg auf die Ausfälle reagieren,wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.“

Trotz allem gehen die Füchse nicht ohne Ambitionen ins Ruhrderby gegen den Tabellenzweiten vom Gysenberg. „Das ist ein Derby. Mit unseren Fans im Rücken können wir dieses Spiel gewinnen“, ist sich Didi Hegen sicher, der natürlich weiß, dass sich der HEV nicht noch einmal das bieten lassen will, was ihnen beim ersten Spiel beider Teams an der Wedau passiert ist. Denn diese Partie hatte der EVD mit sage und schreibe 9:2 gewonnen. Beide Spiele in Herne gingen mit 2:5 und 3:4 verloren. Besonders im zweiten Aufeinandertreffer am Gysenberg war deutlich mehr drin.

Kyle Gibbon: Zwei Punkte pro Spiel

Gerade gegen die Topteams werden die Duisburger ihre Spitzenspieler brauchen – und die erste Reihe funktioniert seit der Verpflichtung des US-Amerikaners Kyle Gibbons ausgesprochen gut, immerhin hat der Angreifer bislang einen Schnitt von zwei Punkten pro Spiel; in neun Spielen erzielte er sieben Tore und elf Vorlagen. Damit hat sich auch die Produktion seiner Reihenkollegen Matt Abercrombie und Artur Tegkaev deutlich nach oben entwickelt.

Auch wenn die neun Tore des ersten Heimspiels gegen Herne nicht dafür sprechen: Den Grund für die starke Saison der Gysenberger erkennen Egen und Hegen in der defensiven Klasse des Gegners: „Sie haben mit Björn Linda einen sehr starken Torhüter und zudem erfahrene Verteidiger“, sagt Hegen.

Das heißt für die Füchse, dass sie natürlich gegen ein Topteam selbst erst einmal hinten nicht viel anbrennen lassen sollten, aber auch vorne die sich bietenden Chancen nutzen müssen – anders als gegen Hannover, als die Füchse über weite Strecken stark spielten, nicht trafen – und durch zwei individuelle Fehler gegen Ende des zweiten Drittels den möglichen Sieg herschenkten.

Am Sonntag in der Wedemark

Die Füchse müssen am Sonntag um 18 Uhr auswärts gegen die Hannover Scorpions ran, die aktuell auf Rang sieben und damit direkt vor dem EVD stehen. Der Rückstand auf die Wedemärker beträgt – wie auch auf die sechstplatzierten Saale Bulls Halle – sechs Punkte. Hegen: „Jetzt zählt jedes Spiel.“

Das Auswärtsspiel wird vom kostenpflichtigen Streaming-Dienst Sprade TV live übertragen.

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