Eishockey-Oberliga

Füchse Duisburg sind mit viel Schwung zurück auf dem Eis

Die Füchse waren mit Einsatz bei der Sache. Hier setzt sich Sam Verelst (Mitte) gegen Verteidiger Mathias Müller durch und prüft Torhüter Eddy Renkewitz.

Die Füchse waren mit Einsatz bei der Sache. Hier setzt sich Sam Verelst (Mitte) gegen Verteidiger Mathias Müller durch und prüft Torhüter Eddy Renkewitz.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Füchse haben das Training aufgenommen. Mit Uli Egen, Didi Hegen, Markus Schmidt und Raphael Joly standen gleich vier Trainer auf dem Eis.

Sam Verelst düste auf das Tor zu, schlug einen kleinen Haken und nagelte dann den Puck mit der Rückhand unter die Latte. Das sah schon recht ordentlich aus. Kurze Zeit später übten die Füchse eine Drei-gegen-Drei-Situation quer im Drittel – diesmal tat sich ein großer Spieler mit dichtem Vollbart als Torschütze hervor. Wer das war? Mathias Müller, Verteidiger-Neuzugang aus Deggendorf. „Unser Mann fürs Grobe“, augenzwinkerte Didi Hegen. „Aber der Junge kann auch richtig gut Hockey spielen.“ Die Stimmung war gut – bei den Spielern des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg sowie bei allen vier (!) Trainern, die mit den Füchsen gestern Morgen ab 10 Uhr erstmals wieder auf dem Eis standen.

Für ein Auftakttraining wirkte das Ganze schon sehr flott, was auch daran liegt, dass der frühere EVD-Verteidiger Markus Schmidt – inzwischen im Crossfit tätig – nun Athletiktrainer der Schwarz-Roten ist und mit dem Team seit Juli arbeitet. „Dreimal die Woche“, berichtet „Schmiddi“. „Natürlich hauptsächlich mit den Spielern, die hier in der Region leben“, wie der 34-Jährige, dessen Rückennummer 85 unter dem Dach der Eissporthalle hängt, berichtet. Seine Aufgaben enden aber nicht mit Beginn des Eistrainings – ganz im Gegenteil. „Ich werde immer dabei sein, auch auswärts, und mich unter anderem um das Aufwärmprogramm kümmern“, so Schmidt. Ebenfalls dabei ist Raphael Joly, der nach seiner Erkrankung – „es geht mir schon besser“ – nicht mehr spielt, aber nun dem Trainerteam angehört. „Wir kümmern uns auch um mögliche verletzte Spieler, gehen mit ihnen laufen oder fahren Rad“, erklärt Schmidt. Dass „Schmiddi“ beim Crossfit landete, brachte ebenfalls der Sommer mit sich: „Ich habe damit als Sommertraining angefangen – und es hat mir einfach riesigen Spaß gemacht.“

Wie ein Trainingslager

In der ersten Trainingswoche stehen den Füchsen drei Einheiten pro Tag bevor – zwei auf dem Eis, dazu eine Athletikeinheit. „Aktuell kümmern wir uns um die Körpermitte. Diese Woche ist wie ein Trainingslager aufgebaut“, so Schmidt.

Auch die beiden Chefs – Didi Hegen und Uli Egen sind gemeinsam als Trainer und Sportliche Leiter verantwortlich – waren zufrieden. „Das war für ein erstes Training schon sehr ordentlich“, befand Hegen. Für etwaige Reihenzusammensetzungen gaben die Übungen aber nur bedingt Einblick. Egen: „Die ersten Einheiten sind vor allem dazu da, sich kennenzulernen und sich an die neue Ausrüstung zu gewöhnen.“ Wobei: Ein Stürmerduo verstand sich im Training bereits prächtig – Pavel Pisarik und Robin Slanina. „Die Möglichkeit, dass die beiden auch in der Saison zusammenspielen, ist natürlich da“, erklärt Egen.

Zwei U-20-Jungfüchse auf dem Eis

Mit auf dem Eis standen auch zwei U-20-Spieler der Jungfüchse: Vincent Robach und Nikolai Kulik. „Wenn es passt, nehmen wir die Jungs gerne dazu“, sagt Egen. Auch einige der Förderlizenzspieler könnten dazukommen – und eine ehemalige U-Nationaltorhüterin. Frederike Trosdorff, die bei den Jungfüchsen spielte und 2017 eine WM für die deutschen U-18-Frauen bestritt, wird die Füchse als weitere Torhüterin im Training unterstützen.

Am Dienstagmorgen waren „nur“ die Stammkeeper Christian Wendler und Etienne Renkewitz auf dem Eis, wobei „Eddy“ seine bekannt verrückt-fröhliche Art an den Tag legte: Als ein Schuss an seinen Helm knallte, ging er kurz runter, machte drei Liegestütze – und stand dann wieder bereit für den nächsten Angriff. Wie Eishockey-Torhüter eben so sind.

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