Eishockey-Oberliga

Füchse Duisburg wollen die Kehrtwende im Derby

Die Füchse wollen gegen Essen in die Erfolgsspur finden. Gegen Tilburg sah es ordentlich aus, einen Sieg gab es gegen die Trappers aber nicht.

Die Füchse wollen gegen Essen in die Erfolgsspur finden. Gegen Tilburg sah es ordentlich aus, einen Sieg gab es gegen die Trappers aber nicht.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Füchse sind mit nur einem Punkt aus vier Spielen in die Saison gestartet. Das soll sich am Freitag im Derby gegen Essen ändern.

Vier Niederlagen – ein Punkt. Das ist kein guter Start für die Füchse. Aber Didi Hegen weigert sich, von einem Fehlstart zu sprechen. „Wir hatten mit Herne und Tilburg zwei wirklich starke Gegner im Auftaktprogramm, haben in Rostock nach 0:3-Rückstand noch einen Punkt geholt. Das Hamburg-Spiel ist es, was uns ärgert“, erklärt der Coach des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg, der gleich wieder ein Lächeln aufsetzt, wenn er an die Aufgabe am Freitagabend denkt. „Derbys sind doch die Spiele, auf die man sich am meisten freut.“

Denn am Freitagabend (19.30 Uhr, Jomizu-Arena) steht das Heimspiel gegen die Moskitos Essen an. Das „Ruhrderby“ ist aus Duisburger Sicht das Lokalduell schlechthin. Ein paar Ausfahrten die A 40 entlang und schon steht man vor des Gegners Eishalle.

Besonderes Spiel für André Huebscher

Noch etwas besonderer ist die Partie für Stürmer André Huebscher, der seit 2013 für den EVD gespielt hatte und im vergangenen Sommer nach Essen wechselte und das mit der „Ungewissheit und vielen internen Problemen der vergangenen Jahre“ begründet hatte. Nun haben sich gleich zwei Dinge geändert: Er spielt in Grün-Violett – und beim EVD steht wieder Ralf Pape am Ruder. „Von einem normalen Spiel zu sprechen, ist kaum möglich“, sagt Huebscher. „Da werden emotionale Erinnerungen hochkommen.“ Und obwohl er das Trikot des Derbygegners trägt, darf sich Huebscher wohl eines guten Empfangs an der Wedau gewiss sein.

Speziell ist auch die Lage auf Essener Seite: Denn ein ungewollter Trainerwechsel ereignete sich in dieser Woche am Westbahnhof. Aufgrund eines Sturzes beim Training ist Frank Gentges bis auf weiteres nicht in der Lage, die Stechmücken zu trainieren. Daher kehrte Coach Larry Suarez nach Essen zurück.

Hegen: Essener Trainerwechsel spielt keine Rolle

Was das bedeutet? Da sind sich die beiden Duisburger Trainer uneins. Uli Egen betont, dass ein Wechsel immer auch Kräfte und Motivation freisetzt. Hegen sagt aber: „Im Derby kommt es doch nicht darauf an, wie Essen spielt. Es kommt darauf an, wie wir spielen. Und dann ist es auch egal, wer bei den Moskitos an der Bande steht.“

Umso mehr gilt es, die Fehler der ersten Spiele zu vermeiden. Dass es auch besser geht, zeigten die neu zusammengestellte Duisburger Truppe beim Testspiel in Hannover. „Zuletzt wurden die Vorgaben nicht umgesetzt“, sagt Egen. Heißt: Das Gesamtdefensivverhalten muss besser werden. „Natürlich wollen wir aggressives, offensives Eishockey spielen. Aber wenn unser Verteidiger immer nach vorne geht, dann laufen wir in Konter. Das müssen wir cleverer spielen.“

Ausfälle gibt es derzeit nicht zu beklagen, sodass die Füchse vollzählig ins Derby gehen können.

Auswärtsspiel in Erfurt

Am Sonntag (16 Uhr) geht es mit dem Auswärtsspiel bei den Black Dragons Erfurt weiter. Die Thüringer sind als einziges Team noch gänzlich ohne Zähler – was allerdings auch nicht allzu viel heißt. Denn neben Tilburg und Herne – wie der EVD – bekamen es die Drachen außerdem noch mit den Hannover Scorpions und dem derzeitigen Spitzenreiter Icefighters Leipzig zu tun. Das war dann einmal der volle Griff in die Favoritenkiste. „Aber in dieser Saison gibt es keine leichten Spiele. Gegner, zu denen man fährt und sagt, die Punkte nehmen wir mal eben mit, gibt es nicht mehr“, betont Hegen. Der Fokus gilt aktuell aber ohnehin dem Derby gegen Essen

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