Eishockey-Play-offs

Füchse spielen defensiv gut, doch der EC Peiting gewinnt

Die Duisburger Defensive – hier Erik Buschmann – spielten unaufgeregt und sicher. Dennoch legte der Süd-Meister der Oberliga aus Peiting vor.

Die Duisburger Defensive – hier Erik Buschmann – spielten unaufgeregt und sicher. Dennoch legte der Süd-Meister der Oberliga aus Peiting vor.

Foto: Sabine Hahnefeld

Duisburg.   Die Füchse verlieren zum Achtelfinalauftakt mit 1:4 beim Süd-Meister, verkaufen sich aber über weite Strecken gut. Heimspiel am Sonntag.

In Oberbayern geht es zünftig zu! Da marschiert ein Spielmannszug unter Trommelspiel und Tschinderassabumm aufs Eis – und trommelt unter der Holzdachkonstruktion der Eissporthalle auch munter weiter, als das Vereinslied des EC Peiting längst aus den Lautsprechern erschallt. Derweil hatten sich abermals etliche Füchse-Fans im Restaurant der Duisburger Eissporthalle versammelt, um das Spiel via Livestream zu verfolgen. Ohnehin sind die Anhänger des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg aktiv, ließen Plakate für das Heimspiel am Sonntag (18.30 Uhr) drucken und verteilten sie in der Stadt. Die Fans sind heiß auf die Play-offs. Die Füchse-Spieler machte zudem ihre Sache beim Sieger der Süd-Staffel nicht schlecht, verloren nach guter Defensivleistung aber zum Auftakt des Play-off-Achtelfinals mit 1:4 (0:1, 0:1, 1:2).

Die Füchse präsentierten sich ausgesprochen ordentlich. Defensiv spielten sie aufmerksam gegen den Süd-Meister der Oberliga, der immer wieder anrannte, seine Gäste aber auch nicht vor unlösbare Probleme stellte. Im Gegenteil: Die Abwehrspieler waren zur Stelle, Torhüter Sebastian Staudt erst recht. In der elften Minute spielte Duisburg erstmals in Überzahl, machte dabei auch Druck, ein Tor fiel aber nicht. Das passierte dann aber doch auf der Gegenseite: Ein Pass von Milan Kostourek, der hinter dem Tor stand, eine Direktabnahme von Anton Saal – drin das Ding. Nervös wirkten die Gäste danach aber nicht, ließen aber auch ein weiteres Powerplay ungenutzt. Der EC Peiting war im ersten Drittel besser – das 1:0 ging in Ordnung. Aber chancenlos waren die Füchse ebenso wenig.

Keine Hektik

Ähnlich ging das Spiel in den zweiten 20 Minuten weiter. Wirklich in Hektik verfiel bei den Füchsen niemand. Allerdings ließen die Gäste eben auch die wenigen sich bietenden Chancen – wie beispielsweise durch Diego Hofland, der zentral vor dem Tor zum Abschluss kam – ungenutzt. Da waren die Hausherren effektiver. In der 38. Minute nutzte Ty Morris das dritte Peitinger Powerplay zum 2:0.

Damit wurde die Aufgabe im Schlussdrittel deutlich schwieriger. Immerhin gingen die Füchse mit 92 Sekunden verbliebenen Powerplay in den Schlussabschnitt. Letztlich war es aber ein Unterzahlspiel, dass die Füchse heranbrachte. In der 51. Minute schloss Diego Hofland einen Konter zum 1:2 ab. Simon Maier machte den Sack aber zu (55.). 30 Sekunden vor Ende traf Florian Stauder ins inzwischen leere Duisburger Tor. Das war verdient – aber daheim scheint etwas drin zu sein.

Schmitz: „Wir müssen nicht schlottern“

„Wir sind sehr ordentlich ins Spiel gekommen und standen zu Beginn wirklich sicher“, sagte Füchse-Trianer Dirk Schmitz. „Das war nach der langen Fahrt wirklich okay. Das zweite Drittel war ausgeglichen, wir hatten Chancen, aber Peiting macht im Powerplay das Tor. Dennoch haben wir weiter daran geglaubt – und machen auch das 1:2. Leider kriegen wir noch eine Strafzeit und Peiting macht das 3:1. Das Empty-Net-Goal kann passieren. Wir müssen im zweiten Spiel wirklich nicht schlottern – wir sollten nur von der Strafbank wegbleiben.“

EC Peiting –
EV Duisburg 4:1

Drittel: 1:0, 1:0, 2:1
Tore: 1:0 (14:47) Saal (Kostourek, Krabba), 2:0 (37:13) Morris (Heger, Brown/5-4), 2:1 (50:07) Hofland (Huebscher/4-5), 3:1 (54:52) Maier (Saal, Kostourek/5-4), 4:1 (59:30) Stauder (Morris, Winkler/ENG). Strafen: Peiting 8, Duisburg 10. Zuschauer: 1012.

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