Fußball

Für Hamborn 07 zählt gegen Meiderich 06/95 nur Vollgas

Für die Hamborner Jan Stuber (links) und Daniel Schäfer geht das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Blau-Weiß Dingden weiter.

Für die Hamborner Jan Stuber (links) und Daniel Schäfer geht das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Blau-Weiß Dingden weiter.

Foto: Thomas Gödde

Duisburg.   In der Bezirksliga liefert sich der Spitzenreiter weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Dingden. Ein Duisburger Team kann am Sonntag absteigen.

Drei Spieltage vor dem Saisonende in der Bezirksliga könnte am Sonntag aus Duisburger Sicht die erste Entscheidung in der Gruppe 4 fallen: Ausgerechnet der VfB Homberg II kann im Derby den Abstieg der TuS Mündelheim besiegeln. Selbst bei einem Sieg müssten die Südlichter noch auf zwei andere Plätze schauen: auf den von Arminia Lirich (gegen Friedrichsfeld) – und auf den am Holtkamp, wo Spitzenreiter Hamborn 07 die abstiegsbedrohten Meidericher empfängt.

Hamborn 07 – Meiderich 06/95: Im Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitze mit dem punktgleichen Verfolger Blau-Weiß Dingden, der Sterkrade 06/07 empfängt, zählt für die Hamborner nur eines. „Vollgas“, sagt Michael Pomp, „es gibt keine Ausreden mehr.“ Mit zwölf Treffern liegen die Löwen vor Dingden. Der Coach glaubt nicht, dass der Verfolger dies gegen Sterkrade, Friedrichsfeld und den VfB Homberg II unter normalen Umständen noch aufholen kann – zumal sein Team bei Siegen gegen Meiderich, den SC 20 Oberhausen und den Hamminkelner SV ja auch noch mindestens ein Tor vorlegen würde. „Aber vor allem geht es um Punkte, und die hängen hoch“, ist Pomp auch bewusst, dass bei den Meiderichern aufgrund ihrer prekären Situation womöglich ungeahnte Kräfte frei werden könnten.

Mit dem Hintergedanken, dass Arminia Lirich neben dem deutlich besseren Torverhältnis am letzten Spieltag wohl einen Sieg gegen Schlusslicht RWS Lohberg verbuchen darf, beziffert Thomas Heck den Abstand zum Relegationsplatz nicht auf den einen, sondern mindestens auf vier Punkte Rückstand. Geht sein Team am Sonntag leer aus, wird es eng. „Und Hamborn wird kein Mitleid mit uns haben“, weiß der Coach, dass die Löwen selbst jeden Zähler brauchen. Mit Mark Sandfort (24, 1. FC Hagenshof) und David Grünberg (23, Grün-Weiß Roland Meiderich) stehen indes zwei weitere 06-Neuzugänge für die Defensive fest.

TuS Mündelheim – VfB Homberg II: Da die acht Zähler entfernten Liricher wohl noch mindestens drei Punkte gegen RWS einrechnen können, tendiert die Wahrscheinlichkeit für die TuS, den Relegationsplatz noch erreichen zu können, schon jetzt gegen Null.

Gewinnt das Team von Frank Krüll am Sonntag nicht, ist der Abstieg besiegelt, ebenso wie im Falle eines parallelen Sieges von Meiderich oder Lirich. Die letzten drei Punkte holte die Arminia ausgerechnet in Homberg. „Und die wollen wir uns wiederholen“, kündigt Coach Krüll Revanche an. „Wir lassen die Köpfe nicht hängen und glauben daran, solange es rechnerisch möglich ist.“

DJK Vierlinden – SuS 09 Dinslaken: Auch die DJK kommt in einer Woche noch in den „Genuss“ eines Spiels beim Schlusslicht. Mit einem Sieg bleibt die Truppe von Almir Duric sicher in der Bezirksliga. „Ich habe den Jungs aber gesagt: Wartet nicht auf RWS. Ich glaube erst an den Klassenerhalt, wenn er fix ist. Und die Gewissheit können wir schon Sonntag haben.“ Gehen Lirich und 06 leer aus, ist die DJK ebenfalls durch. Nach abgesessener Sperre könnte Duric auch selbst wieder mitwirken, Joel Grzeskowiak (5. Gelbe) fehlt. Seinen Bruder Pierre zieht es zur neuen Saison zum SV Glückauf Möllen.

Viktoria Buchholz – VfB Bottrop: Platz drei ist der Viktoria sicher, der Aufstiegszug ist abgefahren – doch die nach Ansicht von Maik Sauer „erfolgreiche Saison“ jetzt locker ausklingen zu lassen, kommt für den Trainer nicht in Frage. „Wir spielen in einer Woche auch noch gegen die abstiegsbedrohten Meidericher und wollen keine Wettbewerbsverzerrung betreiben“, stellt der Coach klar. „Außerdem möchte ich die Mentalität sehen, jedes Spiel gewinnen zu wollen – und sei es ein Trainingsspiel.“

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