Handball

Homberg und Wölfe gewinnen Duisburger Derbys

GSG-Trainer Sascha Baran (links) konnte als Feldspieler die deutliche Niederlage gegen die Wölfe Nordrhein II nicht verhindern.

GSG-Trainer Sascha Baran (links) konnte als Feldspieler die deutliche Niederlage gegen die Wölfe Nordrhein II nicht verhindern.

Foto: Frank Oppitz

Duisburg.   VfB Homberg II landet gegen den TV Aldenrade den neunten Sieg in Folge. Kuriose Personalsituation bei den Wölfen. Torhüter spielten im Feld.

Zwei Derbys, zwei Sieger, zwei Verlierer – so sah der abgelaufene Spieltag für die vier Duisburger Handball-Landesligateams aus.

GSG Duisburg –
HC Wölfe Nordrhein II 12:21 (6:11)

GSG: Münstermann, Schmidt (je 4), Binkowski (2), Cornelius, Baran (je 1).
Wölfe: Kirschbaum (6), Adrian, Lenz, Eickmanns (je 3), Kolski, Küsters (je 2), Fenzel (2/1)

Bei den Wölfen standen nur zehn Aktive zur Verfügung, darunter kurioserweise gleich vier Torhüter. Und auch die GSG hatte nur acht spielfähige Landesligaspieler. Trotzdem kamen die Gäste deutlich besser mit der Situation zurecht. „Die Wölfe haben vieles richtig gemacht, wir gefühlt gar nichts. Das war seit langem das Schlechteste, was wir abgeliefert haben“, zog GSG-Trainer Sascha Baran ein negatives Fazit.

Harte Wochen für die GSG

Schließlich fand sein Team, in dem er selber phasenweise mitwirkte, zu keiner Zeit in die Partie. „Eigentlich wussten wir, was uns erwartet, aber wir haben einfach keine Lösung gefunden. Das werden jetzt harte Wochen – aber schlechter kann es eigentlich nicht mehr werden“, so der GSG-Coach.

Die Trainerin der Wölfe, Carmen Feldmann, traute ihren Augen auch kaum. „Ich dachte, ich hätte in 30 Jahren im Handball schon alles erlebt. Aber so ein Kader und dann diese starke Leistung, das war wirklich interessant“, so die Übungsleiterin der Rheinhauser. Sie bestaunte bei ihrem Team großen Kampf, einen herausragenden Jan-Patrick Dönni im Tor und die drei anderen Torhüter beim erfolgreichen Einsatz im Feld.

VfB Homberg II –
TV Aldenrade 28:23 (13:10)

VfB: Thiel (5), Brockmann (5/3), Murmann (4), Dürdoth (3), Butry, Werner (je 2), Srsa, Moritz (je 2/1), Wibbeke, Reimann, Weinand (je 1).
TVA: von Kuczkowski (5), Jüngling, Höhne (4), Fischer (4/1), Strehl (3/1), Brock, Oestermann, Getz (je 1)

Für die Homberger war dies der neunte Erfolg in Serie. Der TVA hängt dagegen weiter auf dem vorletzten Platz fest. „Die Jungs haben all das umgesetzt, was wir trainiert und besprochen haben.“, zeigte sich VfB-Trainer Sascha Thomas zufrieden mit der Leistung seines Teams. In der ersten Hälfte traten die Homberger mit offensiv ausgerichteter 5:1-Deckung an, nach der Pause wurde auf eine 6:0-Abwehr umgestellt. Beides stellte die Walsumer nur bedingt vor Probleme.

„Die Anzahl unserer Fehlversuche reicht locker für zwei bis drei Spiele. Positiv ist, dass wir überhaupt so viele Chancen hatten. Ärgerlich ist, dass wir die nicht genutzt haben“, erklärte TVA-Trainer Jörg Schnier.

Schwächen in der TVA-Deckung

Schließlich war sein Team auch in der Deckung nicht stabil, sodass die Walsumer zu viele einfache Tore kassierten: „Insgesamt war die Niederlage leider verdient. Aber wir geben noch nicht auf. Auch wenn als nächstes mit Styrum der Tabellenführer kommt und wir dann am 19. Februar zum Nachholspiel nach Rhede müssen.“

Mit dem Angriff war sein Gegenüber Sascha Thomas auch nicht hundertprozentig zufrieden: „Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht, weil wir einige Chancen vergeben haben. Überhaupt war das nicht unsere beste Leistung, aber es war ein ungefährdeter Sieg.“

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