Frauenhandball

HSG Hiesfeld/Aldenrade geht mit weißer Weste in die Pause

Jessica Henke (Mitte) traf siebenmal für den VfL gegen die HSG Alpen/Rheinberg.

Jessica Henke (Mitte) traf siebenmal für den VfL gegen die HSG Alpen/Rheinberg.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Trainer Dirk Rahmel ist trotz des fünften Siegs im fünften Spiel nicht zufrieden. GSG moniert Einsatz von Haftmitteln in Solingen.

Nur zwei der drei Duisburger Frauenhandball-Oberligisten waren vor Beginn der Herbstpause im Einsatz. Einen neuen Termin für das verlegte Spiel von Eintracht Duisburg gegen den TV Aldekerk II gibt es noch nicht.

Oberliga: HSG Hiesfeld/Aldenrade – TV Beyeröhde 32:19 (17:11): Die neue Spielgemeinschaft aus Walsum und Dinslaken geht als Spitzenreiter und mit einer weißen Weste in die Ligapause. Eitel Sonnenschein herrscht dennoch nicht. „Ich bin mit diesem Spiel nicht zufrieden“, sagte HSG-Trainer Dirk Rahmel. „Wir schaffen es nach wie vor nicht, unsere Leistung über die vollen 60 oder zumindest mal über 50 Minuten auf die Platte zu bringen“, mahnt der Coach. Das ist aktuell nicht so schlimm, „wenn wir aber gegen stärkere Mannschaften wie den TV Aldekerk spielen, kann das zu einem Problem werden“.

So führte die HSG nach 20 Minuten bereits deutlich, ließ die Zügel dann aber schleifen und nach dem Seitenwechsel kam Beyeröhde auf vier Tore heran. „Ich musste dann ein Timeout nehmen. Dann haben es die Spielerinnen hervorragend gemacht, aber wir müssen einfach beständiger werden“, so Rahmel. Ehe es am 3. November mit dem Auswärtsspiel gegen den Neusser HV weitergeht, will Rahmel noch ein Testspiel absolvieren. „Der Gegner steht aber noch nicht fest.“

HSV Solingen-Gräfrath II – GSG Duisburg 32:26 (17:10): Als die Großenbaumerinnen in der Halle Kannenhof ankamen, waren sie verdattert. Denn die HSV-Spielerinnen nutzten Haftmittel. Darauf war die GSG nicht eingestellt, da laut dem Liga-Verwaltungssystem „NuLiga“ ein Haftmittelverbot für die Halle besteht. Der HSV konnte aber eine Genehmigung vorlegen und zog schnell auf 11:3 davon. „Wenn man nicht jede Trainingseinheit mit Haftmittel trainiert, läuft nichts zusammen“, so Teammanager Werner Stöckmann ein. Die Stadt Duisburg hat bis auf wenige Ausnahmen ein Haftmittelverbot in so gut wie allen Sporthallen erlassen.

Die GSG kämpfte sich nach der Halbzeitpause heran, konnte aber den Spielstand nicht mehr entscheidend verändern. Zu allem Überfluss sah Nicole Walter nach einem Zusammenstoß bei einem Tempogegenstoß die rote Karte (52.) „Allerdings wurde hier nicht mit gleichem Maß gemessen, da die Gräfrather Torsteherin zuvor ihren Torraum verließ und bei einem Tempogegenstoß der GSG mit Magdalena Pesch zusammenstieß“, so Stöckmann. Zudem musste Kristina Kohs nach einem Foul verletzt passen.

Verbandsliga: VfL Rheinhausen – HSG Alpen/Rheinberg 25:18 (11:8): Eine Spielerin wollte Uwe Kiel zwar nicht herausheben, „weil die gesamte Mannschaft hervorragend gespielt hat“, so der Sportlicher Leiter, aber drum herum kam er dann doch nicht: Annika Scheske warf nicht nur acht Tore, sondern riss ihr Team immer wieder mit. Und erneut bot Kira Jasper im VfL-Tor eine außergewöhnlich gute Leistung und half daher entscheidend mit, diese Partie zu gewinnen. „Und Alpen/Rheinberg ist keine Laufkundschaft“, betonte Kiel. „Dass wir mit einem positiven Punkt- und Torverhältnis in die Pause gehen, ist hervorragend“, so Kiel.

Im Kreispokal kam der VfL durch den Verzicht von Styrum 06 kampflos ins Viertelfinale, in dem nun die GSG Duisburg wartet. „In diesem Spiel können wir nur lernen. Wir freuen uns darauf“, so Kiel. Die HSG Hamborn United musste sich in der ersten Runde TuRa Dümpten mit 4:15 (1:8) geschlagen geben. Dümpten ist damit Gegner der Eintracht.

TV Anrath – VfB Homberg 18:25 (9:14): Nach einem 6:2-Punkte-Start in der Vorsaison legten die Hombergerinnen nun sogar 8:2 Zähler auf die Platte. „Das ist richtig klasse“, sagt Trainer Joshua Wiesehahn und meint damit die Ausbeute. Denn mit dem Spiel selbst war der Coach so gar nicht einverstanden. „Das war unser bislang schlechtestes Saisonspiel“, sagt Wiesehahn. „Nach dem Spiel war ich sauer, aber mit etwas Abstand ist ein Sieg mit sieben Toren Unterschied eben ein Sieg mit sieben Toren Unterschied“, will der Trainer auch nicht zu hart mit seinem Team ins Gericht gehen. Nach der Pause wartet das wichtige Spiele gegen den SC Waldniel auf den VfB.

Die Torschützinnen:

Oberliga:

HSG Hiesfeld/Aldenrade – TV Beyeröhde II 32:19 (17:11): HSG: Strunz (9/1), Kern (8/4), Getz, Ahlendorf (je 4), Frontzek (3), Löwenthal (2), Hüsken, Woock.

HSV Solingen-Gräfrath II – GSG Duisburg 32:26 (17:10): GSG: Walter, Bodganski, Stoppelkamp (je 5), Annika Kohs (4), Roth (3), Kühnel, Pesch (je 2).

Verbandsliga:

VfL Rheinhausen – HSG Alpen/Rheinberg 25:19 (11:8): VfL: Scheske (8), Henke (7), Radtke (6/4), Kleinrensing (2), Mayboom (1), Hendricks (1/1).

TV Anrath – VfB Homberg 18:25 (9:14): VfB: Wiedey (9), Becker (5), Clemens (4), Pusch (3), Müller, Seelbach (je 2).

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