Frauenfußball

Klassenerhalt rückt für MSV Duisburg wieder etwas näher

Gut getroffen: Lucia Harsanyova (3. von links) freut sich über ihren Kopfball zum 1:1-Ausgleich.

Gut getroffen: Lucia Harsanyova (3. von links) freut sich über ihren Kopfball zum 1:1-Ausgleich.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Duisburg.  Konkurrent Leverkusen punktet spät gegen Potsdam. Aber auch der MSV erkämpft sich ein Unentschieden gegen Hoffenheim. Gerstner lobt sein Team.

Ausgepumpt und platt sanken die meisten Spielerinnen des MSV Duisburg nach dem Abpfiff von Schiedsrichterin Miriam Schweinefuß zu Boden. Sie hatten alles gegeben und sich mit dem 2:2 (1:2) gegen die TSG 1899 Hoffenheim zumindest auch teilweise dafür belohnt. Zum Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga reichte das noch nicht: Dazu hätte dann schon ein Sieg über die Kraichgauerinnen hergemusst. Doch wie wertvoll der Punkt letztlich war, zeigte sich, als das Ergebnis von Bayer Leverkusen gegen Turbine Potsdam bekannt wurde: Der Vorletzte vom Mittelrhein hatte dem Tabellendritten aus Brandenburg in der Nachspielzeit noch ein 1:1 abgerungen. Zwei Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung des MSV auf den ersten Abstiegsplatz damit weiterhin vier Punkte.

„Wir haben damit wieder einen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Das sollte allemal reichen“, zeigte sich Trainer Thomas Gerstner nachher optimistisch, dass er und sein Team die letzten Meter bis zur Ziellinie auch noch schaffen. Dass sie die Qualität dafür besitzen, hatten sie vor allem im zweiten Durchgang gezeigt – nach entsprechender Ansage in der Pause: „Wir haben alle Mädels noch einmal instruiert und motiviert. Danach haben sie sehr viel Moral und eine kämpferische Klasseleistung gezeigt. Deshalb ist das 2:2 auch ein absolut korrektes Ergebnis.“

Fehler von O’Riordan leitet Gästeführung ein

Anfangs sah es so aus, als würde die Partie in eine aus Sicht der Gastgeberinnen grundfalsche Richtung gehen. Zunächst schlenzte Tabea Waßmuth die Kugel aus 14 Metern an die Latte (7.), dann erhielt die Hoffenheimer Mittelfeldspielerin eine zweite Chance, als ihr Claire O’Riordan die Kugel unbedrängt in den Fuß spielte, woraus ein überlegter Abschluss zum 0:1 wurde (9.). Machtlos war dabei MSV-Kapitänin Meike Kämper, die verletzungsbedingt ursprünglich auf der Bank sitzen sollte. Doch die als ihre Vertreterin eingeplante Carolin Härling zog sich im Abschlusstraining eine noch heftigere Blessur zu, weswegen dann doch Kämper ran musste.

Die Zebras fighteten sich danach ins Spiel und zum Ausgleich: Nach einem unzureichend geklärten Freistoß von Barbara Dunst köpfte Lucia Harsanyova nach 26 Minuten das 1:1. Eine Minute vor der Pause lag dann wieder Hoffenheim nach einem satten 20-Meter-Schuss von Fabienne Dongus ins Eck vorn.

Die zweite Hälfte gestalteten beide Teams vor 419 Zuschauern völlig offen. Großes Glück hatte der MSV zunächst defensiv bei einem Pfostentreffer von Dongus (51.) – und dann auch offensiv. Lisa Makas flankte sehr stark von der linken Seite in die Mitte, wo TSG-Torfrau Janina Leitzig am Ball vorbeiwischte. Um den bemühte sich dahinter Dörthe Hoppius im Duell mit Hoffenheims Leonie Pankratz, die offenbar die entscheidende Berührung in Richtung Tornetz beisteuerte.

Am kommenden Sonntag (14 Uhr) geht es für den MSV bei Turbine Potsdam weiter.

MSV: Kämper – Himmighofen, O’Riordan, Harsanyova, Zielinski – Moore (29. Halverkamps) – Dunst, Morina (60. Debitzki), Radtke (90. Lange), Makas – Hoppius.
Tore: 0:1 Waßmuth (9.), 1:1 Harsanyova (26.), 1:1 Dongus (44.), 2:2 Pankratz (61., Eigentor).

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