Skaterhockey

Kurze Auszeit bringt die Duisburg Ducks um alle Chancen

Sebastian Schröder (links) von den Ducks und Marvin Frenzel nehmen Bodenkontakt auf. Am Ende war Essens Keeper obenauf.

Sebastian Schröder (links) von den Ducks und Marvin Frenzel nehmen Bodenkontakt auf. Am Ende war Essens Keeper obenauf.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der Duisburger Bundesligist verliert das Prestigeduell in Essen mit 4:8. Trotzdem können die Gäste mit ihrer Leistung zufrieden sein.

Gleich zwei Trainer mussten vor dem Derby in Essen bei den Duisburg Ducks passen. Klar war schon im Vorfeld, dass Gordon Kindler berufsbedingt gegen die Rockets fehlen würde – dann konnte aber auch sein eingeplanter Vertreter Sven Fydrich aus demselben Grund nicht an der Bande stehen. So hatte Sascha Morsbach das Sagen: Der Torhüter der zweiten Mannschaft, dort auch schon als Spielertrainer aktiv und derzeit im Jugendbereich der Ducks tätig, hätte sich naturgemäß über ein Erfolgserlebnis bei seiner „Chef-Premiere“ in der Skaterhockey-Bundesliga riesig gefreut. Am Ende stand aber eine 4:8 (0:1, 3:5, 1:2)-Niederlage für die Gäste.

Ducks kamen nur noch bis auf 4:6 heran

Zwar waren die Essener als Favorit in das Duell gegangen, doch war es keineswegs zwangsläufig, dass die Ducks als Verlierer das Spielfeld verlassen mussten. Was sich Gordon Kindler nachher von seinem Vertreter schildern ließ, klang so: „Offenbar waren wir zu Beginn die bessere Mannschaft, haben aber insgesamt zu wenig aufs Tor geschossen.“ So endete das erste Drittel ohne Duisburger Treffer und mit einem knappen Rückstand. Den egalisierte dann Philip Müller kurz nach Wiederbeginn; und auch das Essener 2:1 beantworteten die Enten in Person von Paul Fiedler schnell. „Aber dann haben wir uns leider wohl eine kleine Auszeit genommen“, seufzte Gordon Kindler. Die Konsequenz daraus: Zwischen der 24. und der 27. Minute zogen die Gastgeber auf 6:2 davon – das war die Vorentscheidung. Nach dem 3:6 durch Müller konnte Pascal Behlau im Schlussdrittel zwar nach einem Alleingang noch weiter verkürzen, doch zu mehr langte es nicht – weil der Ex-Duisburger Fabian Lenz nur 45 Sekunden später mit dem 7:4 die Hoffnung im Keim erstickte. Drei Sekunden vor Schluss trafen die Rockets noch ins leere Tor.

„Insgesamt ist das aber ein achtbares Ergebnis. Wir haben uns sehr gut verkauft“, befand Gordon Kindler, zumal ja auch einige Leistungsträger gefehlt hatten. Auf dieser Leistung gilt es nun aufzubauen, wenn am kommenden Samstag (19 Uhr) der nächste dicke Brocken wartet: Dann gastiert der HC Köln-West in der Halle Süd.

Drittel: 1:0, 5:3, 2:1

Tore: 1:0 (6:09) Schneider (Luft), 1:1 (20:35) Müller (Pakmor), 2:1 (21:08) Daniel Breves (Doden), 2:2 (22:01) Fiedler (Schröder), 3:2 (23:46) Luft (Lenz), 4:2 (24:48) Lenz (Luft), 5:2 (25:41) Doden (Dreyer), 6:2 (26:38) Lenz (Florian Breves/4-3), 6:3 (27:02) Müller (Fiedler), 6:4 (49:12) Behlau (3-4), 7:4 (49:57) Lenz (Florian Breves/3-2), 8:4 (59:57) Weiß (Vogel/ENG). Strafen: Essen 14, Duisburg 10.

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