MSV-Debüt

Lieberknecht feiert in Köln Debüt mit dem MSV Duisburg

Torsten Lieberknecht (links) – hier im Training mit Mittelfeldspieler Fabian Schnellhardt – will in Duisburg für eine Aufbruchstimmung sorgen.

Torsten Lieberknecht (links) – hier im Training mit Mittelfeldspieler Fabian Schnellhardt – will in Duisburg für eine Aufbruchstimmung sorgen.

Foto: Federico Gambarini/dpa

Duisburg.   Torsten Lieberknecht steht beim Auswärtsspiel in Köln erstmals als Trainer des MSV an der Seitenlinie. Ihm geht es um eine Aufbruchstimmung.

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Alles auf Anfang. Der neue MSV-Trainer Torsten Lieberknecht feiert am Montagabend sein Debüt an der Seitenlinie. Der 45-Jährige sagt vor dem Spiel des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg bei Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln, das um 20.30 Uhr beginnt: „Wunderdinge sind nicht zu erwarten.“ Aber vielleicht reicht es für eine Überraschung. Vielleicht ein erster Fingerzeig dafür, dass es mit Lieberknecht in den kommenden Wochen aufwärts gehen kann.

Spezielles Spiel für Lieberknecht

So sagt der neue Trainer vor seinem Debüt auch: „Das ist ein spezielles Spiel. Es geht um ein gutes Gefühl.“ Natürlich konnte – und wollte – Lieberknecht in den ersten sechs Tagen seiner Tätigkeit beim MSV nicht alles auf den Kopf stellen. Im Idealfall will Lieberknecht in Müngersdorf punkten. Aber zumindest soll am Ende eine Leistung stehen, die die Aufbruchstimmung nicht dämpfen wird.

Für Lieberknecht ist es auch ein spezielles Spiel, weil sich mit dem Wiedersehen mit seinem Kölner Kollegen Markus Anfang für ihn ein Kreis schließt. Am letzten Spieltag der Vorsaison stieg er mit Eintracht Braunschweig gegen die von Anfang betreute Mannschaft von Holstein Kiel mit einer 2:6-Niederlage ab. Anfang, als aktiver Spieler auch für den MSV am Ball, tröstete damals seinen Kollegen.

„Wir haben damals ein sehr gutes Spiel gemacht, aber aus Respekt vor dem Gegner nicht allzu sehr gefeiert. Ich habe Torsten meinen Respekt gezollt, er hat dort zehn Jahre sehr gut gearbeitet. Es war schade, dass er in so eine Situation geraten ist“, sagte Anfang am Freitag dem Kölner Stadtanzeiger.

MSV muss Terodde stoppen

In das Spiel in Köln will Lieberknecht „mit einem guten Plan gehen“. Mit einem Plan, den er natürlich nicht verrät. Wird Lieberknecht vom klassischen 4-4-2-System seines Vorgängers Ilia Gruev abrücken? Für revolutionäre Veränderungen mangelt es aber an personellen Alternativen. Mit Moritz Stoppelkamp, Christian Gartner, Richard Sukuta-Pasu und Enis Hajri fehlen gleich vier arrivierte Spieler. Das schränkt die Möglichkeiten ein. Überraschungen kann es trotzdem geben. Das bringt ein Trainerwechsel mit sich. So sieht es auch Markus Anfang: „Wir wissen nicht genau, was auf uns zukommt.“

Auch für Torwart Daniel Mesenhöler, der auch das Vertrauen des neuen MSV-Trainers genießt, ist es in Köln ein spezielles Spiel. Der 23-Jährige wurde mit dem FC Deutscher U-17-Meister und U-19-Pokalsieger und war im Profikader der Domstädter später die Nummer drei auf der Torhüterposition.

Ex-Duisburger Terodde könnte ein Problem werden

Auf Mesenhöler wird am Montag viel Arbeit zukommen. Mit 21 Treffern stellt der Bundesliga-Absteiger die torgefährlichste Mannschaft der Liga. „Köln kommt bei nahezu jeder Offensivaktion zu einer Torchance und einen Abschluss“, weiß Lieberknecht.

Vor allem der Ex-Duisburger Simon Terodde, der in sieben Spielen zwölf Tore erzielte, dürfte die zuletzt fragile MSV-Abwehr heute vor Probleme stellen. Terodde musste in der vergangenen Woche mit einer Erkältung mit dem Training aussetzen, ist aber für die heutige Partie rechtzeitig fit geworden.

Lieberknecht weiß aber auch, dass die Kölner verwundbar sind. Das zeigten die Domstädter bei der 3:5-Heimniederlage gegen den SC Paderborn und beim 5:3-Erfolg in St. Pauli, den Lieberknecht live im Stadion verfolgt hat. „Da waren einige Dinge zu sehen, die auch wir ausnutzen möchten.“

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