Fußball

Löwen müssen zum Landesliga-Kellerduell nach Steele

Enes Bayram (rechts) und seine Teamkollegen den DSV 1900 wollen den jüngsten Abwärtstrend stoppen.

Enes Bayram (rechts) und seine Teamkollegen den DSV 1900 wollen den jüngsten Abwärtstrend stoppen.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Alle vier Duisburger Landesligisten sind auswärts gefordert. Für den FSV Duisburg ist wieder der Sprung auf Platz eins in Reichweite.

In der Fußball-Landesliga stehen für die vier Duisburger Teams Auswärtsspiele an. Im Fokus steht unter anderem das Kellerduell zwischen Steele 03/09 und Hamborn 07.

VfB Frohnhausen – Duisburger SV 1900 (So., 15 Uhr): Eine schwere Aufgabe wartet auf den DSV 1900 – aber keine unlösbare. „Mit Chamdin Said, Issa Issa und Kevin Zamkiewicz hat der VfB einen äußerst gefährlichen Sturm“, sagt DSV-Trainer Julien Schneider. „Aber sie sind dadurch auch bei Ballverlusten verwundbar.“ Heißt: Der DSV will genau diese Ballverluste erzwingen.

Die Zehn-Spiele-Bilanz des Coaches fällt gemischt aus. „Wir haben drei Punkte zu wenig“, sagt Schneider. „Und die waren durchaus drin. Aber wir stehen da, wo wir auch am Saisonende stehen wollen. Zuletzt gab es zwar einen Abwärtstrend, aber dabei wurde auch jeder einzelne Fehler vom Gegner bestraft. Vor einer Woche haben wir vier Standardgegentore kassiert.“

Ahmet Can Simsek, der vor einer Woche aus disziplinarischen Gründen fehlte, ist wieder dabei. Moritz Bergmann, Ammar Cengic und Hun Cho fehlen verletzungsbedingt; Maxi Fritzsche hat das Mannschaftstraining aufgenommen, kann aber noch nicht spielen. Aus beruflichen Gründen verlässt Noriaki Matsuda das Team und schließt sich wohl einem Düsseldorfer Kreisligisten an.

SpVgg Steele 03/09 – Hamborn 07 (So., 15.15 Uhr): Ein Szenario kann schon einmal nicht mehr eintreten: dass der Mitaufsteiger aus Essen ausgerechnet gegen die Löwen seine ersten Punkte holt. Das hat Steele nämlich in der Vorwoche mit einem 2:0 beim Kellerkonkurrenten SV Wermelskirchen erledigt.

„In der Liga laufen ja nun einmal auch keine Kirmestruppen herum“, sagt 07-Trainer Michael Pomp in der Gewissheit, dass die Gastgeber am Sonntag auch für sein Team eine hart zu knackende Nuss darstellen werden. Immerhin gibt es auf Hamborner Seite nach den zwei jüngsten Niederlagen auch wieder positive Nachrichten. Nach zeitweise heftigen Personalsorgen konnte Pomp in dieser Woche mit 23 Spielern trainieren und hat dementsprechend auch in Steele wieder mehr Alternativen zur Verfügung. Das betrifft besonders die Offensive, wo Gökhan Kiltan und Blinort Namoni zurückkehren. Eine weitere Personalie: Kai Neul, beim 0:2 gegen den ESC Rellinghausen, aus disziplinarischen Gründen außen vor, kehrt ins Team zurück. Es habe ein klärendes Gespräch gegeben, bestätigt Michael Pomp. Sogar Riccardo Nitto ist ins Training zurückgekehrt, kommt aber für einen Einsatz noch nicht in Betracht. Im Training wurde an einer besseren Balance zwischen Defensive und Offensive gearbeitet. „Wir müssen noch torgefährlicher werden“, verlangt der Coach angesichts von erst elf eigenen Treffern.

Rather SV – SV Genc Osman Duisburg (So., 15 Uhr): Eine Woche nach der kuriosen Niederlage gegen den MSV Düsseldorf hofft Genc-Trainer Ilyas Basol auf ein normales Spiel mit positivem Ausgang für sein Team. Hoffnungsträger bei den Neumühlern ist Spielmacher Samed Basol, der zuletzt beruflich verhindert war und ins Team zurückkehrt.

Dafür fehlt Samet Sadiklar. Der Torjäger heiratet am Samstag und verabschiedet sich für eine Woche in die Flitterwochen. Für den für vier Spiele gesperrten Abdullah Daghan geht Adnan Laroshi ins Tor. „Ich erwarte einen Gegner, der eine der besten Abwehrreihen der Liga hat“, so Ilyas Basol.

MSV Düsseldorf – FSV Duisburg (So., 15.30 Uhr): Die erste Pflichtspielniederlage nach zuvor acht Siegen, das 2:4 im Niederrheinpokal gegen den TSV Meerbusch, soll den FSV nicht zurückwerfen – im Gegenteil. „Ich habe der Mannschaft nach dem Spiel gesagt, dass ich stolz auf sie bin“, erklärt Trainer Markus Kowalczyk. Über weite Strecken hielt seine Elf mit dem klassenhöheren Gast mit – was den Ausschlag gab, waren individuelle Fehler, die Meerbusch viermal eiskalt nutzte. Erneut hat der Tabellenzweite nun die Chance, auf Platz eins vorzustoßen, falls bei einem eigenen Erfolg der TV Jahn Hiesfeld zeitgleich beim SC Düsseldorf-West stolpert. Das mit dem eigenen Erfolg hat für Kowalczyk freilich Priorität, wobei er weiß: „Der MSV ist ein starker Gegner, der zuletzt bei Genc Osman gewonnen hat.“ Ob beim FSV der gegen Meerbusch verletzt fehlende Ex-Profi Adil Chihi wieder mitwirken kann, wird sich kurzfristig zeigen müssen. (the/D. R./T. K.)

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