Fußball

MSV baut seine kleine Serie mit dem 0:0 in Hamburg aus

Pauli-Stürmer Alex Meier (Mitte) sorgte vor allem in der ersten Halbzeit für viel Gefahr.

Pauli-Stürmer Alex Meier (Mitte) sorgte vor allem in der ersten Halbzeit für viel Gefahr.

Foto: Christian Charisius/dpa

Hamburg.  Das Duisburger Team ist nun seit vier Spielen ohne Niederlage. Allerdings versagte der Schiedsrichter den Gästen einen Handelfmeter.

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Auf dem Heiligengeistfeld neben dem Millerntor-Stadium ist mal wieder Dom. Auf dem Jahrmarkt blinkte die Leuchtreklame eines Glücksbarons, sie war auch von der Haupttribüne des Stadions aus zu sehen. Das mit dem Glück war aus Sicht des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg beim 0:0 beim FC St. Pauli so eine Sache. Die Gastgeber waren dem Sieg näher als der MSV. Somit hatten die Zebras Glück. Allerdings versagte Schiedsrichter Bastian Dankert dem MSV einen Handelfmeter. Einmal mehr Schiri-Pech für den MSV.

Torsten Lieberknecht brachte eine neue taktische Variante aus der Länderspielpause mit. Der Coach schickte eine 4-1-3-2-Formation auf das Feld. Fröde spielte auf der Sechs, davor agierte eine Dreierkette mit Oliveira Souza und Albutat. Verhoek und Nielsen bildeten die Doppelspitze.

Die Gastgeber kümmerten sich nicht um die Duisburger Ausrichtung. Hells Bells, die dröhnende und bedrohlich anmutende Einlaufmusik, war am Millerntor gerade erst verklungen, da war die Not in der Duisburger Abwehr schon groß.

Alex Meier, auch am Kiez als Fußballgott verehrt, rutschte in der ersten Minute zwei Meter vor dem Tor am Ball vorbei. Drei Minuten später knallte Meier die Kugel aus sechs Metern über die Latte. In der sechsten Minute verloren Freund und Feind im Duisburger Strafraum den Überblick. Das ging glimpflich für die Zebras aus: Es gab nur einen Eckball für St. Pauli.

Nielsen tritt über den Ball

Der MSV überstand die frühe Drangphase der Kiezkicker schadlos und schaffte es, den Gegner in den Folgeminuten vom eigenen Strafraum fernzuhalten. In der 13. Minute gab es den ersten Aufreger im Pauli-Strafraum. Und auf der Duisburger Bank platzte allen Beteiligten der Kragen. Zurecht! Cauly Oliveira Souza hatte sich im Mittelfeld stark durchgesetzt, schlug den Ball in den 16er. Pauli-Verteidiger Daniel Buballa ging mit dem ausgestreckten Arm zum Ball, der fällige Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Bastian Dankert blieb aber aus.

In der 22. Minute durften sich die Duisburger ausschließlich über ihren Stürmer Havard Nielsen ärgern. Der Norweger trat fünf Meter vor dem Tor über den Ball. Auf der Gegenseite konnte Alex Meier in der 38. Minute den Ball kunstvoll mit der Hacke aufs Duisburger Tor befördern, doch MSV-Torwart Felix Wiedwald war hellwach und hatte keine Probleme, den Ball zu halten

Im zweiten Durchgang bemühte sich St. Pauli erneut um einen fulminanten Start, die Duisburger Abwehr stand aber sicherer als eine Stunde zuvor. So verbuchte auch der MSV die erste brauchbare Offensivaktion: Kevin Wolze setzte den Ball nach einem langen Pass von Gerrit Nauber jedoch ans Außennetz (58.). Acht Minuten später hielt Felix Wiedwald sein Team im Spiel. Christopher Buchtmann drang kraftvoll in den Duisburger Strafraum ein, der Duisburger Keeper klärte mit einem starken Reflex zur Ecke. In der 86. Minute versuchte es Buchtmann erneut. Er zog aus 20 Metern ab, Wiedwald parierte wieder. Zuvor hatte Cauly Oliveira Souza aus aussichtsreicher Position verzogen (82.).

Nauber gesperrt

Der MSV konnte am Kiez seine kleine Serie weiter ausbauen. Die nach der Winterpause so gebeutelten Zebras sind mittlerweile seit vier Spielen ungeschlagen. Torsten Lieberknecht sprach nach der Partie von einer „gewissen Zufriedenheit“.

Mit etwas Glück, so der 45-Jährige, hätte es auch für den Lucky Punch reichen können, befand der Trainer. Da hätte dann aber doch der Glücksbaron vom Kirmesplatz helfen müssen: Im Offensivspiel haperte es deutlich. „Vorne müssen wir effektiver werden“, sagte Innenverteidiger Gerrit Nauber, der seine fünfte gelbe Karte kassierte und im Heimspiel gegen Ingolstadt gesperrt fehlen wird.

Glück hatte der MSV dann aber doch noch: Konkurrent Magdeburg verschoss beim 0:0 gegen Heidenheim in der Schlussminute einen Elfmeter.

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