Frauenfußball

MSV Duisburg spielt weiter in der Frauen-Bundesliga

Geschafft: Thomas Gerstner schaffte mit dem MSV erneut den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Geschafft: Thomas Gerstner schaffte mit dem MSV erneut den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.  Die Zebras verlieren mit 0:3 bei Turbine Potsdam. Weil aber gleichzeitig Bayer Leverkusen auch leer ausgeht, reicht dies zum Klassenerhalt.

Der Eindruck war nicht von der Hand zu weisen: Hier gibt es etwas zu feiern. Lautstark sangen die Fußballerinnen des MSV Duisburg im Bus, der sie nach dem Spiel bei Turbine Potsdam heimwärts brachte, den aus den Lautsprechern dröhnenden Zebra-Twist mit. Tatsächlich hat sich die Geschichte so wiederholt, wie es sich die Schützlinge von Trainer Thomas Gerstner nicht besser hätten erhoffen können: Wie im Vorjahr steht der Klassenerhalt in der Bundesliga einen Spieltag vor Saisonende fest – wie im Vorjahr war die eigene Niederlage dabei nur eine Randnotiz, weil es die Konkurrenz nicht schaffte, den Rückstand zu verkürzen. Diesmal gab es ein eigenes 0:3 (0:1) bei Turbine Potsdam, während Hauptkonkurrent Bayer Leverkusen beim 1. FFC Frankfurt mit 2:4 verlor. Vier Punkte Rückstand sind nicht mehr aufzuholen.

Huth schießt Potsdam in Führung

„Wir haben gegen einen superstarken Gegner verloren, das Ergebnis aber in Grenzen gehalten“, resümierte Thomas Gerstner. Zur Pause stand es 1:0 für die Turbinen nach einem Flachschuss von Svenja Huth ins lange Eck. Die beste MSV-Chance vergab die für die auswärts nicht mitreisende Marina Himmighofen ins Team gerückte Antonia Halverkamps mit einem Kopfball, den Potsdams Keeperin Lisa Schmitz stark parierte (29.). Wenig später musste die von einem grippalen Infekt geschwächte Claire O’Riordan, diesmal Rechtsverteidigerin, ihren Platz für Alina Angerer räumen.

Nach dem Wechsel machte Johanna Elsig den Erfolg der Brandenburgerinnen mit einem Doppelpack perfekt. Das eigene Ergebnis trat da beim MSV aber auch schon in den Hintergrund, weil die Nachrichten aus Frankfurt die Runde machten. Lediglich, als Leverkusen dort auf 2:3 verkürzte, schien es noch einmal knapper zu werden, doch das postwendende 4:2 des FFC sorgte für schnelle Entspannung.

Apropos FFC: Die Hessinen reisen nun am kommenden Sonntag zum Saisonkehraus an den Rheindeich. Verliert Werder Bremen zuvor am Mittwoch das Nachholspiel gegen Bayern München, stünde damit bereits fest, dass der MSV als Neunter abschließt – die erste einstellige Erstliga-Platzierung seit dem Übergang vom FCR.

MSV: Kämper – O’Riordan (36. Angerer), Moore, Harsan­yova, Zielinski – Radtke – Halverkamps, Dunst, Morina, Makas (85. Gottschling) – Hoppius (82. Wilkes).
Tore: 1:0 Huth (25.), 2:0, 3:0 Elsig (56., 75.).

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