Frauenfußball

Nach fast sieben Monaten wieder ein Heimsieg für den MSV

Pure Freude: Die Mitspielerinnen jubelten mit Kristina Maksuti (3. von links) nach deren Treffer zum 2:1.

Pure Freude: Die Mitspielerinnen jubelten mit Kristina Maksuti (3. von links) nach deren Treffer zum 2:1.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Duisburgerinnen holen in der Bundesliga endlich die ersten Punkte. Nach frühem Rückschlag gelingt gegen Bayer Leverkusen noch die Wende.

Aus den Lautsprechern klang „You’ll never walk alone“. Normalerweise dient die Liverpool-Hymne, nach einem Spiel verwendet, als Trost nach einer Niederlage des Heimteams; von daher mag es Routine gewesen sein, dass sie auch am Sonntag im Anschluss an die Fußball-Bundesliga-Partie des MSV Duisburg gegen Bayer 04 Leverkusen im PCC-Stadion ertönte. Der letzte Pflichtspielheimsieg der Zebras lag ja schließlich schon fast sieben Monate zurück: Am 24. März gab es ein 1:0 – gegen Bayer Leverkusen. Heute wie damals sammelten die Duisburgerinnen aber wieder wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt durch einen 2:1 (2:1)-Erfolg.

In der Bewertung stimmten beide Trainer nachher nahezu überein. „Das war ein verdienter Sieg“, urteilte Gästecoach Achim Feifel. „Ein glücklicher und verdienter Sieg“, ergänzte Thomas Gerstner. Stimmt wohl, aber das wurde nach allgemeinem Empfinden auf Seiten der Gastgeber nach den vergangenen Wochen nun auch eben mal Zeit. Dabei sah es zunächst so aus, als würde das Hoffen auf die ersten Saisonzähler auch gegen den vermeintlichen direkten Konkurrenten wieder nicht von Erfolg gekrönt werden. Das 0:1 durch Milena Nikolic nach nur sieben Minuten „warf unseren Matchplan fast wieder über den Haufen“, gab Thomas Gerstner zu. Es spielte den Gastgeberinnen allerdings in die Karten, dass Leverkusen nach diesem Treffer nicht konsequent nachsetzte und die spürbare Verunsicherung beim MSV nicht nutzte. Nur einmal wurde es vor dem Kasten von Caro Härling noch wirklich brenzlig: als Isabel Hochstein sich in der 29. Minute einen vermeintlich ins Toraus trudelnden Ball fahrlässig abluchsen ließ und Dora Zeller die folgende Hereingabe aus zehn Metern knapp über den Kasten setzte.

Drei Minuten später griff Schiedsrichterin Karoline Wacker ins Geschehen ein – zu Gunsten der Zebras. Einen Schubser im Strafraum gegen Kapitänin Yvonne Zielinski nach einer Ecke bewertete sie als elfmeterwürdig. Oben auf der Tribüne stimmte die eigentliche Spielführerin Meike Kämper, immer noch angeschlagen außen vor, ihr zu: „Das pfeift womöglich eine von zehn Schiedsrichterinnen, aber es war richtig.“ Paula Radtke, in der Vergangenheit schon so manches Mal die Frau für die wichtigen Elfmeter, bewies auch diesmal Nervenstärke und verwandelte.

Fehler der Torhüterin hilft dem MSV

Eine weitere Standardsituation brachte die endgültige Wende. Nach einem prinzipiell eher harmlos von links hereingeschaufelten Freistoß von Lisa Makas ließ Bayer-Keeperin Anna Klink die Kugel fallen – und die bislang kaum zum Zug gekommene Mittelstürmerin Kristina Maksuti staubte zum 2:1 ab (38.). „Das freut mich für sie“, sagte Thomas Gerstner, dass der Knoten bei der Albanerin nun geplatzt ist.

Die zweite Hälfte brachte zwar viel Leverkusener Druck, aber praktisch keine echte Torchance mehr. Auf der Gegenseite hätte Vanessa Fürst für die Entscheidung sorgen können, doch die Außenverteidigerin wartete in der 67. Minute zu lange, als sie frei vor dem Tor auftauchte, so dass ihr Schuss noch geblockt wurde.

MSV: Härling – Angerer, O’Riordan, Hochstein, Fürst – Debitzki (66. Lange) – Zielinski, Morina, Radtke, Makas (75. Radke) – Maksuti (58. Halverkamps).

Tore: 0:1 Nikolic (7.), 1:1 Radtke (33., Foulelfmeter), 2:1 Maksuti (38.).

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