Eishockey

Nur noch elf Gegner für den EVD nach Berlins Rückzug

Ein Duell zwischen dem EVD und den Preussen wird es in der kommenden Saison nicht mehr geben.

Ein Duell zwischen dem EVD und den Preussen wird es in der kommenden Saison nicht mehr geben.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Preussen mischen nicht mehr in der Eishockey-Oberliga mit. Den neuen Duisburger Trainer überrascht der Entschluss seines Ex-Klubs.

Die Preussen aus Berlin hatten für die neue Eishockey-Oberliga-Saison bereits die Dauerkarten-Aktion gestartet. Nun aber werden die gar nicht gebraucht. Das Kellerkind aus dem Vorjahr tritt in der neuen Saison nicht mehr an. Die Auflagen des DEB für die Lizenz habe man nicht erfüllen können, heißt es in der Pressemeldung des Klubs. Nach den Harzer Falken ist damit bereits der zweite Verein aus der Liga ausgestiegen. Damit bleiben zwölf Teams in der Nordgruppe der dritten Klasse.

Uli Egen, der Trainer des EV Duisburg, könnte sich freuen. Alles richtig gemacht! In der Vorsaison war Egen noch Coach der Berliner. Dann kündigte er, um bei den Füchsen gemeinsam mit seinem Kumpel Didi Hegen die Leitung einer Mannschaft mit weit mehr Potential zu übernehmen. Wäre er geblieben, Uli Egen wäre nun ohne Job.

Doch der gebürtige Füssener, der mit seiner Freundin in den Niederlanden lebt, will von solchen Gefühlen nichts wissen. „Es ist schade, dass Berlin nicht dabei ist. Zu meinem Abschied von den Preussen äußere ich mich nicht. Das liegt hinter mir. Ich wollte gern wieder näher an meinem Wohnort arbeiten. Das war es auch schon“, sagt Egen. Er fügt hinzu, dass ihn die Nachricht vom Berliner Ausstieg überrascht habe. Es hieß immer, dass die Preussen weitermachen.

Zwei Heimspiele fallen weg – und zwei lange Reisen

Für die Füchse bedeutet das zunächst den Ausfall von zwei Heimspielen gegen ein Team, das nicht als Publikumsmagnet bekannt ist. Es entfallen aber auch zwei Reisen in die Hauptstadt. Der finanzielle Schaden bleibt also überschaubar.

Wäre das Ziel weiter der Klassenerhalt, würde sich das Fehlen der Berliner bemerkbar machen. Der Außenseiter gehört ebenso wie die schwarzen Drachen aus Erfurt oder die Talentschmiede aus Krefeld zu den Truppen, die man leichter hinter sich lassen kann. Freilich, Uli Egen und Didi Hegen haben inzwischen die Vorgabe korrigiert. Das Team soll nun schon die Play-offs erreichen. Die Kaderplanung sortiert die Mannschaft bei einigen Fachleuten bereits unter Geheimfavorit ein. So weit will Egen nicht gehen. Das Fehlen der Preussen macht die Liga in jedem Fall noch kompakter und ausgeglichener. Egen: „Als die Oberliga anfing, gab es zwei oder drei gute Mannschaften. Ich sehe jetzt mindestens acht Vereine, die eine Rolle spielen können.“ Eine davon ist der EVD. Die ersten Füchse trainieren übrigens bereits mit Fitnesscoach Markus Schmidt. Ab August steigen dann alle Mann in die trockene Vorbereitung ein. Um den 20. August beginnen die Übungstage auf dem Eis.

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