Fußball

Oberligist FSV Duisburg erlebt in Velbert ein Fiasko

Auf dem Hosenboden: Während die Velberter bis zur Pause vier Treffer bejubeln durften, blieb FSV-Torhüter Adnan Laroshi und seinen Teamkollegen nur die bittere Enttäuschung.

Auf dem Hosenboden: Während die Velberter bis zur Pause vier Treffer bejubeln durften, blieb FSV-Torhüter Adnan Laroshi und seinen Teamkollegen nur die bittere Enttäuschung.

Foto: Alexandra Roth

Duisburg.   Das Duell der Oberliga-Aufsteiger ist schon zur Pause entschieden. Rote Karte für Angreifer Bayraktar. Trainer Isiktas ist bedient.

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Die Frage ließ sich für Muhammet Isiktas kaum anders beantworten. „Ja, es war ein Fiasko“, sagte der Trainer von Fußball-Oberligist FSV Duisburg nach dem Abpfiff des Aufsteigerduells beim SC Velbert. Das schon vor dem Spiel nach wie vor punktlose Schlusslicht holte sich im Bergischen Land eine 0:4 (0:4)-Klatsche ab und verlor auch noch Ibrahim Bayraktar mit einer roten Karte.

„Die erste Halbzeit war desolat“, urteilte Isiktas über den Auftritt seiner Mannschaft. Da half es auch nicht, den angeschlagenen Kapitän Ali Basaran als Linksverteidiger in die Abwehrkette zu beordern, in der dafür Meik Kuta auf die rechte Seite wechselte. Das Defensivkollektiv der Gäste war schon nach zwei Minuten mit dem ersten Treffer durch Merveil Tekadiomona überwunden.

Ein Schock, der offenbar tief saß. „Ich habe danach kein Aufbäumen gesehen“, konstatierte Muhammet Isiktas enttäuscht. Im Gegenteil: Nur sechs Minuten später erhöhte Robin Hilger auf 2:0, das dritte Velberter Tor ließ Joshua Sumbunu in der elften Minute folgen. Damit war die Angelegenheit im Prinzip schon entschieden, zumal der FSV nicht die Bereitschaft erkennen ließ, das vermeintlich Unmögliche noch möglich zu machen. Die minimale Hoffnung auf eine Wende nach dem Wechsel wurde fünf Minuten vor dem Pausenpfiff mit dem 4:0 durch Simon Schubeis zerstört.

Der FSV-Trainer wollte aber zumindest noch einmal neuen Offensivschwung bringen und wechselte zur zweiten Hälfte Ibrahim Bayraktar ein. Der Außenstürmer gab jedoch nur ein 20-minütiges Gastspiel. In der 67. Minute zeigte ihm Schiedsrichter Jonathan Becker die rote Karte. Wofür? „Ich habe es nicht genau gesehen. Wir haben einen Freistoß zugesprochen bekommen, er saß auf dem Boden und wollte aufstehen. Dabei hat er wohl einen Gegner getroffen“, so Muhammet Isiktas.

Ergebnistechnisch kam es den Gästen entgegen, dass Velbert im zweiten Durchgang mehrere Gänge zurückschaltete. Das sorgte zwar für mehr Ballbesitz beim FSV, aber nicht für eine Großzahl an Chancen. So änderte sich am Halbzeitergebnis nichts mehr.

Die Woche dürfte für die Spieler des Aufsteigers hart werden. Muhammet Isiktas kündigt an: „Wir werden das knallhart analysieren. Ich habe die hundertprozentige Einstellung vermisst, das werde ich mir nicht gefallen lassen.“

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