Kanupolo

Quartett aus Duisburg hat den Europameistertitel im Blick

Ein Meidericher Quartett für die deutschen U-21-Teams: Kathi Grünewald, Tim Riecke, Lotta Bendiek und Flemming Hekers (von links) freuen sich auf die Europameisterschaft in Portugal.

Ein Meidericher Quartett für die deutschen U-21-Teams: Kathi Grünewald, Tim Riecke, Lotta Bendiek und Flemming Hekers (von links) freuen sich auf die Europameisterschaft in Portugal.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Duisburg.  Vier Spieler des 1. Meidericher Kanu-Clubs nehmen ab kommender Woche an der U-21-EM in Portugal teil. Sie sind optimistisch, den Titel zu holen.

Am Montag geht es los. Coimbra, in der Zentralregion von Portugal gelegen, ist das Ziel für vier junge Kanupolospieler des 1. Meidericher KC. Kathi Grünewald, Lotta Bendiek, Tim Riecke und Flemming Hekers werden dort mit der deutschen Nationalmannschaft an der U-21-Europameisterschaft teilnehmen und wollen nach Möglichkeit mit dem Titel im Gepäck heimkehren.

Der steht nämlich für beide Teams des Deutschen Kanu-Verbandes, weiblich und männlich, ganz oben auf der Agenda. „Klar, jeder will Europameister werden“, sagt Kathi Grünewald. Die Schülerin ist die jüngste im MKC-Quartett, mit Auslandsreisen in Sachen Kanupolo aber auch schon erfahren: Ihr Bruder Jan, Mitglied des Meidericher Männer-Bundesligateams, gehörte beispielsweise bei der letzten U-21-EM vor zwei Jahren in Frankreich zum deutschen Kader.

Bei diesem Turnier hat der männliche DKV-Nachwuchs das getan, was er in den vergangenen Jahren stets getan hat: das Finale gegen Großbritannien verloren. Der Stachel sitzt noch tief bei Tim Riecke, der seinerzeit ebenfalls dabei war. Duisburgs Sportler des Jahres 2018 würde nun gern Revanche nehmen, doch aller Voraussicht nach wird es damit zumindest im Finale nichts werden: Die besten britischen Spieler, darunter die inzwischen beim MKC zu Leistungsträgern gewordenen Sur­yan McCutcheon, Jack Playford und Alex Lowthorpe, sind altersbedingt in den A-Kader aufgerückt, weshalb das U-21-Team von der Insel nicht mehr zum unmittelbaren Favoritenkreis gezählt wird. „Das werden wohl eher Frankreich und Italien sein“, so Riecke.

Gute Vorrundengruppe erwischt

In der Vorrunde haben es die Deutschen mit Tschechien, den Niederlanden und Dänemark zu tun. „Das ist eine ganz gute Gruppe“, finden Tim Riecke und Flemming Hekers. Für letzteren ist es der erste Turniereinsatz mit der Nationalmannschaft und bei der U 21 dann auch schon wieder der letzte, weil er danach für diese Altersklasse nicht mehr einsatzberechtigt ist. Trainer der deutschen Auswahl ist übrigens Willi Franken, langjähriger Bundesligaspieler des MKC.

Während die deutschen U-21-Männer darauf warten, endlich mal wieder einen Titel zu holen, ist die Sache bei den Frauen in der gleichen Altersklasse etwas anders gelagert. Hier sind die DKV-Spielerinnen in jüngster Vergangenheit auf den Gewinn der Europameisterschaft abonniert. Daran soll sich nach Möglichkeit auch in Portugal nichts ändern. In der Vorrunde haben es die Schützlinge von Trainerin Jennifer Niß mit der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien und Irland zu tun. Als schärfste Konkurrenten gelten die Britinnen sowie Frankreich. Wie bei den männlichen Kollegen gilt: Platz zwei in der Gruppe genügt, um den Einzug in die Überkreuzspiele im Halbfinale zu schaffen.

Ein weiterer Meidericher hat übrigens das Ticket für die Reise in den Süden knapp verpasst: Mario Küppers war im vorläufigen deutschen A-Kader, wurde aber letztlich nicht für das endgültige Aufgebot nominiert. Der langjährige A-Nationaltrainer Björn Zirotzki, nun auch wieder für die Meidericher Bundesligamannschaft verantwortlich, fungiert als Chefcoach aller deutschen Teams. Das Briten-Trio McCutcheon, Playford und Lowthorpe ist komplett für das A-Team von der Insel am Start.

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