Rollhockey

RESG Walsum kehrt auf das internationale Parkett zurück

Beim bislang letzten Europapokalspiel der RESG im Januar dieses Jahres trumpfte Miquel Vila (Mitte) als zweifacher Torschütze auf. Das 5:2 gegen den HC Turquel reichte nur knapp nicht zur Verlängerung.

Foto: Udo Milbret

Beim bislang letzten Europapokalspiel der RESG im Januar dieses Jahres trumpfte Miquel Vila (Mitte) als zweifacher Torschütze auf. Das 5:2 gegen den HC Turquel reichte nur knapp nicht zur Verlängerung. Foto: Udo Milbret

Duisburg.  In der ersten Runde des CERS-Cups empfangen die Roten Teufel am Samstagabend Gäste aus Katalonien. Der Gegner ist schwer zu analysieren.

Grandios gescheitert – so ließ sich der bisher letzte Auftritt der RESG Walsum auf internationalem Parkett überschreiben. Im Januar dieses Jahres schied der Rollhockey-Bundesligist im Achtelfinale des CERS-Cups denkbar knapp gegen den großen Favoriten, den HC Turquel aus Portugal, aus. Einem 0:4 auswärts folgte ein 5:2 vor den eigenen begeisterten Fans in der Halle Beckersloh; ein Tor mehr hätte die Verlängerung bedeutet. In der aktuellen Auflage des CERS-Cups müssen es die Roten Teufel gleich in der ersten Runde mit einem Gegner von der iberischen Halbinsel aufnehmen – und die Konstellation sieht es diesmal vor, dass zunächst das Heimspiel steigt. Um 20 Uhr ist am Samstagabend CE Lleida Llista aus der spanischen OK Liga in Walsum zu Gast.

Rückspiel in drei Wochen

„Umgekehrt wäre es mir natürlich lieber gewesen, aber es ist halt kein Wunschkonzert“, sagt RESG-Trainer Günther Szalek. Seinerzeit hatte sein Team den vermeintlich kaum aufzuholenden Rückstand als zusätzliche Motivation verstanden und dem eigenen Anhang ein herausragendes Spiel geboten. „Jetzt müssen wir das als Mittel zur weiteren Charakterbildung sehen“, so Szalek. Die Aufgabe wird es sein, ein Ergebnis herauszuholen, das für das Rückspiel in drei Wochen in Katalonien noch alle Optionen offen lässt.

Dass dies ein kompliziertes Unterfangen werden dürfte, steht auf einem ganz anderen Blatt. Spanien und Portugal sind Europas mit Abstand stärkste Rollhockey-Nationen; erst vor kurzem standen sich beide im Endspiel um den Weltmeistertitel gegenüber, das Spanien im Penaltyschießen für sich entschied. Lleida hat sich als Vorjahresneunter der OK Liga für das internationale Geschäft qualifiziert und belegt aktuell den fünften Tabellenplatz.

„Die Mannschaft hat im Sommer fünf neue Spieler dazubekommen“, weiß Günther Szalek, der sich mit einer Charakterisierung des Teams schwer tut. „Das Ergebnis unserer Analyse ist, dass die sich nicht analysieren lassen“, sagt der Trainer. Soll heißen: Der Spielstil hängt stark davon ab, wer aus dem mit sehr unterschiedlichen Akteuren besetzten Kader gerade auf der Platte steht. Zu den Leistungsträgern gehört der Argentinier Darío Giménez, der zuletzt beide Tore zum 2:1-Sieg in Girona erzielt hat. Dazu kommen die französischen Brüder Roberto und Bruno di Benedetto.

Die Walsumer Zuschauer könnten, wenn es der Spielverlauf denn hergibt, erstmals einen Blick auf den spanischen Neuzugang Pelayo Ramos werfen, der in der Bundesliga aufgrund der Ausländerregelung bislang nicht zum Einsatz gekommen ist, international aber mitwirken darf.

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