Frauenfußball

Rettung oder neues Zittern: Für den MSV ist alles drin

Erfolgsgarantin: Mit Marina Himmighofen ist der MSV bislang ungeschlagen.

Erfolgsgarantin: Mit Marina Himmighofen ist der MSV bislang ungeschlagen.

Foto: firo/Volker Nagraszus

Duisburg.   Die Duisburgerinnen treffen am Sonntag auf 1899 Hoffenheim. Bei optimalem Verlauf könnte nach dem Spiel der Klassenerhalt bejubelt werden.

Feierlichkeiten sind beim MSV Duisburg ganz bestimmt noch nicht vorbereitet. Das gibt die Situation im Tabellenkeller der Frauenfußball-Bundesliga ebenso wenig zwingend her wie die Paarungen des bevorstehenden 20. Spieltages. Fakt ist aber: Setzen sich die Zebras am Sonntag daheim gegen die TSG 1899 Hoffenheim (14 Uhr, PCC-Stadion) durch und geht gleichzeitig Bayer Leverkusen gegen Turbine Potsdam leer aus, wäre der Klassenerhalt zwei Runden vor Saisonende gesichert. Dann könnten die Farbenstädterinnen bei sieben Punkten Rückstand nichts mehr ausrichten.

„Klar, wir können natürlich alle die Tabelle lesen“, sagt Trainer Thomas Gerstner, der von solchen Gedankenspielen im Vorfeld nichts wissen will. Schließlich könnte es genauso komplett in die Gegenrichtung gehen: Gewinnt Leverkusen und verliert der MSV, würde beide Teams auf einmal nur noch ein Punkt trennen. Auf brandenburgische „Hilfe“ setzt der MSV-Coach aber zumindest: „Potsdam ist ein schwerer Gegner, das werden wir dann ja eine Woche später auch erfahren.“ Diese Voraussetzung für den Wunschausgang könnte sich also erfüllen lassen – mit dem eigenen Erfolgserlebnis gegen die Kraichgauerinnen könnte es aber komplizierter werden. „Gegen Hoffenheim haben wir unser komplettes Glück wahrscheinlich schon im Hinspiel aufgebraucht“, sagt Gerstner und denkt an das 3:3 zurück, das Keeperin Meike Kämper mit starken Paraden sicherte.

Gegenüber dem 0:5 am Ostermontag in Wolfsburg ist Marina Himmighofen wieder mit von der Partie. Die routinierte Außenverteidigerin wirkte seit ihrem Comeback bislang in drei Spielen mit – und in diesen blieb der MSV ungeschlagen. Diese kleine Serie darf aus Duisburger Sicht gern anhalten; schon ein Punkt wäre ein weiterer großer Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Ihr drittletztes Spiel für die Zebras wird voraussichtlich die Österreicherin Barbara Dunst bestreiten, die in der neuen Saison zum 1. FFC Frankfurt wechselt. Hier sieht Thomas Gerstner nach der Bekanntgabe des Abgangs den Bedarf zur Klarstellung: „In diesem Fall ist die Trennung von uns ausgegangen. Wir haben uns die sportliche Situation angeschaut und sind zu dem Schluss gekommen, dass Barbara ihren nächsten Schritt nicht bei uns machen sollte, weshalb wir ihr auch kein neues Vertragsangebot gemacht haben.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben