Skaterhockey-Bundesliga

Schwere Verletzungen überschatten das Play-off-Aus der Ducks

Philip Müller am Ball – im zweiten Drittel schied der Ducks-Kapitän mit einer Knie-Verletzung aus.

Philip Müller am Ball – im zweiten Drittel schied der Ducks-Kapitän mit einer Knie-Verletzung aus.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Mit viel Kampf stemmten sich die Ducks im Spiel gegen den Crefelder SC gegen das Ausscheiden. Lennart Pakmor zog sich einen Schienbeinbruch zu.

Die Saison war praktisch in der 40. Minute dieses Spiels gelaufen. Für Lennart Pakmor. Aber auch für die Duisburg Ducks. Zu geschockt waren Spieler und Zuschauer über die Verletzung, die sich der junge Stürmer, der stets mit so viel Einsatz spielt,43 Sekunden vor der zweiten Pause zugezogen hatte. In einem Zweikampf stürzte Pakmor, schrie plötzlich voller Schmerz auf. Die Schiedsrichter zogen die zweite Pause vor, die deutlich länger ausfiel. Der Notarzt musste den Angreifer versorgen, während der Ducks-Vorsitzende Christian Grotenhöfer nicht von der Seite Pakmors wich. Als das Spiel beendet war, die Ducks das zweite Viertelfinalspiel gegen den Crefelder SC mit 8:10 (2:1, 3:5, 3:4) verloren hatten und somit aus den Play-offs der Skaterhockey-Bundesliga ausgeschieden waren, kam die Diagnose aus dem Krankenhaus: ein nicht ganz unkomplizierter Schienbeinbruch. Ob der Ducks-Stürmer operiert werden muss, stand am Sonntag noch nicht fest.

„Was soll ich über dieses Spiel jetzt noch sagen?“, fragte Ducks-Trainer Gordon Kindler. „Es muss doch eine Möglichkeit geben, das Spiel bei einer derart schweren Verletzung abzubrechen und einfach am nächsten Tag weiterzuspielen. Es ist doch klar, dass die Jungs dann frustriert sind.“ So kam es im letzten Drittel zu einer Auseinandersetzung, in deren Zuge sich Pascal Rüwald eine Matchstrafe eingehandelt hatte.

Kapitän Müller schied mit Knieverletzung aus

Und Pakmor war nicht die einzige verletzte Ente. Zu Beginn des zweiten Drittels schied bereits Mannschaftskapitän Philip Müller aus und hofft nun, keine schwere Knieverletzung davon getragen zu haben. „Ich habe mir das Knie verdreht. Das ist aber völlig ohne Einwirkung des Gegners passiert“, betont er. Vor dem Spiel musste Sascha Wilson krank passen – ohnehin haben vier Spieler aus diversen Gründen gefehlt, darunter drei Stammspieler.

Da war es durchaus bemerkenswert, wie sehr sich die Ducks in einer vollen Sporthalle Süd gegen den Tabellendritten gewehrt haben. „Das war ein sehr enges Match, in dem die Duisburger zu Beginn Vorteile hatten. Hinten heraus hatten wir dann mehr Körner“, sagte Krefelds Trainer Fabian Peelen.

Die Ducks gingen mit einer 2:1-Führung in die Pause, kassierten bis zur 27. Minute die Tore zum 2:4-Rückstand, ehe sie das Spiel kurzzeitig noch einmal drehten. Doch Krefeld sorgte per Doppelschlag für eine 6:5-Pausenführung. Als es nach der langen Verletzungsunterbrechung weiter ging, traf der CSC zweimal – doch die Ducks kämpften weiter, verkürzte noch einmal auf 7:8 und spielten in den letzten gut fünf Minuten ohne Torhüter. In der Schlussminute parierte Luca Linde mit dem Schläger einen Empty-Net-Goal-Versuch. Letztlich wurde die Mannschaft zurecht nach Spielende von den Fans gefeiert.

Tore: 0:1 (7:28) Max Zillen (Rabe/4-3), 1:1 (10:37) Rüwald (Grühn), 2:1 (15:27) Linde (Fiedler), 2:2 (21:52) Rabe (Kleindienst), 2:3 (25:56) Diem (Rabe), 2:4 (26:17) Mackenstein, 3:4 (27:35) Linde (Pakmor), 4:4 (30:46) Hildebrandt (Petry/4-3), 5:4 (31:01) Petry (Marten), 5:5 (33:24) Steinborn (Diem/4-3), 5:6 (33:56) Diem (Steinborn), 5:7 (41:47) Mackenstein (Fabian Zillen), 5:8 (50:34) Schopp (Diem/4-3), 6:8 (51:13) Raphael Nachtwey (Grühn), 7:8 (51:35) Marten (Hildebrandt), 7:9 (53:07) Mackenstein (Fabian Zillen), 7:10 (53:40) Diem, 8:10 (56:20) Schröder (Hildebrandt/5-4). Strafen: Duisburg 14 + Matchstrafe (Rüwald), Krefeld 14.

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