Handball

Spannung bis zum letzten Spieltag am Landesliga-Tabellenende

Nicht zu stoppen: Jan Münstermann steuerte neun Tore zum Sieg der GSG gegen den SV Schermbeck bei.

Nicht zu stoppen: Jan Münstermann steuerte neun Tore zum Sieg der GSG gegen den SV Schermbeck bei.

Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.  Die GSG Duisburg verschafft sich durch den Sieg gegen Schermbeck ein Quasi-Finale in Bocholt. TV Aldenrade rafft sich in Issum zu spät auf.

Am Wochenende stand der vorletzte Spieltag in der Handball-Landesliga an. Von den vier Duisburger Teams konnten zwei einen Sieg einfahren, die anderen beiden verloren. Der Abstiegskampf bleibt damit weiter spannend.

GSG Duisburg –
SV Schermbeck 30:28 (16:16)

GSG: Binkowski, Münstermann (je 9), Schmidt (5), Dietrich (4), Korn, Stratemeier (je 1), Köhler (1/1)

Zwar fiel der Großenbaumer Sieg im letzten Heimspiel etwas glücklich aus, doch insgesamt war er durchaus verdient und im Abstiegskampf auch bitter nötig. „Es gibt jetzt am letzten Spieltag quasi ein Finale in Bocholt“, freut sich GSG-Trainer Sascha Baran aufs letzte Duell der Saison. Dabei kamen die Hausherren zunächst nicht gut ins Spiel. Aber nach einigen Umstellungen in der Defensive lief es deutlich besser. „Neben den beiden Haupttorschützen Binkowski und Münstermann war es vor allem Matz Dietrich, der in der Abwehr eine richtig starke Leistung gezeigt hat. Am Ende hat uns aber wohl der größere Wille den Sieg gebracht“, erklärte der Coach.

TV Borken –
HC Wölfe Nordrhein II 26:22 (13:6)

Wölfe: Eickmanns (11/4), Adrian (4), Kusch (3), Hochkeppel (2), Fenzel (1/1), Brakelmann (1).

Trotz zwischenzeitlichen Rückstands von sechs Toren lieferten sich die Wölfe einen großartigen Fight mit dem Tabellenzweiten. „Meine Jungs haben sich nie aufgegeben und bis zum Ende gekämpft. Umso größer war die Enttäuschung, die nach dem Duell allen ins Gesicht geschrieben stand“, so Trainerin Carmen Feldmann, die sich mehr Alternativen für ihre Mannschaft gewünscht hätte, um etwas Zählbares mitzunehmen. Stattdessen musste sie kurzfristig auf beide Kreisläufer verzichten. Dennoch bleibt der Klassenerhalt – anders als bei den „großen“ Wölfen – noch möglich.

TV Issum –
TV Aldenrade 26:24 (17:12)

TVA: Hojan (6/2), Fischer (4/1), Fischer (4), Schnier (3), Bochynek, Strehl (je 2), Jüngling, Brock, Höhne (je 1).

„Die Osterferien haben uns absolut nicht gutgetan“, zog TVA-Männerwart Oliver Kratky ein frustriertes Spielfazit. Die Walsumer präsentierten sich vor allem in der ersten Hälfte in allen Mannschaftsteilen träge und unkonzentriert. „Wir haben da einfach keinen wirklichen Zug zum Tor gehabt und sind entsprechend zur Halbzeit mit fünf Toren Rückstand in die Kabine gegangen“, war Kratky froh, dass die Pausenführung der Hausherren nicht höher ausfiel. Nach dem Wechsel gelang es den Walsumern dann, den Druck zu erhöhen. Ganz ausmerzen ließ sich der Rückstand aber nicht mehr.

VfB Homberg II –
TB Oberhausen 31:30 (16:17)

VfB: Dürdoth (6), Murmann, Srsa (je 5), Brockmann (4/3), Thiel, Butry (je 3), Reimann, Weinand (je 2), Wibbeke (1).

In der 20. Minute bekam das Duell einen kleinen Bruch, als sich Julius Thiel so schwer verletzte, dass er den Rest der Partie zuschauen musste. Dennoch konnten sich die Homberger am Ende mit einem Treffer Vorsprung den Sieg sichern. „Wir haben ab der 40. Minute mit fünf Toren vorne gelegen, der aber zehn Minuten später schon wieder weg war. Letztendlich hat der Kampf den knappen Sieg gebracht“, erklärte Hombergs sportlicher Leiter Detlef Kunz, der nach 44 Jahren in „Handball-Rente“ geht, den Schlüssel zum Erfolg. Unzufrieden war es allerdings mit dem laschen Deckungsverhalten des VfB-Nachwuchses.

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