Fußball

Beim MSV nimmt sich Stoppelkamp selbst in die Pflicht

Gute Erinnerungen an Heidenheim: In der letzten Saison erzielte Moritz Stoppelkamp (links) – hier mit Borys Tashchy, der diesmal nicht im Kader stehen wird – sein erstes Tor für den MSV. In dieser Saison ging der Mittelfeldspieler bislang leer aus.

Gute Erinnerungen an Heidenheim: In der letzten Saison erzielte Moritz Stoppelkamp (links) – hier mit Borys Tashchy, der diesmal nicht im Kader stehen wird – sein erstes Tor für den MSV. In dieser Saison ging der Mittelfeldspieler bislang leer aus.

Foto: firo/Christian Kaspar-Bartke

Duisburg.   Der Duisburger Mittelfeldspieler weiß, dass er sich steigern muss. Heidenheim ist für ihn am Samstag ein gutes Pflaster, um das umzusetzen.

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Bei der Pressekonferenz des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg im Vorfeld der Auswärtspartie beim 1. FC Heidenheim (Samstag, 13 Uhr) stellte sich Mittelfeldspieler Moritz Stoppelkamp den Fragen der Medien. Das war auch als gutes Omen gedacht. In der Vorsaison erzielte der gebürtige Buchholzer seinen ersten Treffer für den MSV, zudem trug er damit entscheidend zum ersten Saisonsieg (2:1) der Zebras bei. Aus Sicht der Meidericher darf sich am Samstag Geschichte gerne wiederholen. Stoppelkamp hofft für sich ebenfalls auf ein gutes Omen. Der 31-Jährige ist in dieser Saison noch ohne Tor. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr hatte er bereits sechs Tore auf dem Konto.

Stoppelkamp sucht keine Ausflüchte, um die personelle Misere zu erklären – auch den Muskelfaserriss, der ihn zwischenzeitlich ausbremste, will er nicht als Grund aufführen. „Es ist bislang nicht meine Saison. Ich habe noch nicht die Form, die ich erwarte und die der Verein von mir erwarten darf. Irgendwann muss der Knoten platzen. Daran muss ich arbeiten“, gibt sich der Kicker selbstkritisch. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht hört das gerne: „Ich zolle Stoppel Respekt, wie er seine Situation sieht.“

Nun will Stoppelkamp dazu beitragen, dass der MSV seine Auswärtsserie von sieben Pflichtspielen ohne Niederlage fortsetzen kann. Das Kiel-Spiel (0:4) hat Stoppelkamp abgehakt: „Diese Niederlage wirft uns nicht um.“

Gespräch mit John Verhoek

Torsten Lieberknecht durchlebte im personellen Bereich in dieser Woche ein Wechselbad der Gefühle. Am Montag meldete sich Innenverteidiger Dustin Bomheuer mit einem Muskelfaserriss bis zum Jahresende ab. Am Mittwoch begann das Bangen um Linksverteidiger Kevin Wolze, der mit einem Pferdekuss beim Mannschaftstraining aussetzen musste. Der Kapitän gab am Donnerstag auf dem Trainingsplatz Entwarnung, doch dafür verdrehte sich Innenverteidiger Sebastian Neumann das Knie.

Eine genaue Diagnose bei Neumann steht noch aus, doch besteht die Sorge, dass der frühere Würzburger mit einer schwerwiegenden Knieverletzung längerfristig ausfallen könnte. Die Untersuchung findet in der kommenden Woche statt. Der 27-Jährige hatte sich gerade erst von einer langfristigen Hüftblessur ins Mannschaftstraining zurück und war für das Heidenheim-Spiel eine Option für die Bomheuer-Vertretung.

Diese Rolle dürfte nun Enis Hajri einnehmen, während Kevin Wolze auf der linken Abwehrseite seinen Dienst verrichten wird. Lieberknecht verwies darauf, dass Spieler für diese Position in seinem Kader rar sind. Vom Koreaner Young-jae Seo erwartet der Trainer mehr im Impulse auf dem Trainingsplatz: „Ich warte darauf, dass er nicht nur da ist.“

Ob Stürmer John Verhoek an alter Wirkungsstätte zum Einsatz kommt, ließ der Coach offen. Er wolle mit dem Niederländer noch ein Gespräch führen. Duelle mit dem Ex-Klub könnten beflügeln, aber auch hemmen. Lieberknecht mit einem Schmunzeln: „Ich bin mir aber sicher, dass John sagen wird, dass er bereit ist.“

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