Fußball-Landesliga

SV Genc Osman gewinnt trotz gefährlichen Chancenwuchers

Gästekeeper Jan Pillekamp macht sich lang – und hat doch beim Freistoß von Ali Basaran (nicht im Bild) zum 3:2 keine Chance.

Gästekeeper Jan Pillekamp macht sich lang – und hat doch beim Freistoß von Ali Basaran (nicht im Bild) zum 3:2 keine Chance.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die vielen verpassten Gelegenheiten hätten sich gegen Schwarz-Weiß Düsseldorf beinahe gerächt. Doch ein Freistoß von Ali Basaran bringt den Sieg.

Ilyas Basol nahm es mit einem Lächeln. „Dieses Spiel hat mich wieder Nerven gekostet“, sagte der Trainer des Fußball-Landesligisten SV Genc Osman Duisburg. Das 3:2 (2:1) gegen Aufsteiger Schwarz-Weiß 06 Düsseldorf war völlig verdient – nur viel zu knapp. Und Basol ist ehrlich, wenn er sagt: „Hinten raus haben uns die Körner gefehlt. Dauert das Spiel fünf, zehn Minuten länger, gewinnen wir nicht.“

Doch so viel Spannung war gar nicht nötig. „Wir hätten doch schon zur Pause mit 4:1 führen müssen“, sagt Basol – und rechnet dabei defensiv. Denn alleine die Topchancen von Samet Sadiklar und Hüseyin Ünal hätten für diesen Pausenstand gereicht. Die Gäste aus der Landeshauptstadt gingen schon nach vier Minuten durch Antonio Primorac in Führung, doch nur 120 Sekunden später glich Sadiklar aus und legte auch noch das 2:1 nach (17.) – jeweils schön von Ünal vorbereitet. Fortan war Genc die klar bessere Mannschaft. Eine halbwegs adäquate Ausnutzung der Chancen hätte das Spiel bereits zur Pause entschieden. Dazu kamen noch ein paar ungenaue Flanken, so dass gar noch mehr Chancen denkbar gewesen wären. „Wir haben offensiv schon deutlich besser gespielt als in der vergangenen Woche. Damit, wie wir die Chancen kreiert haben, bin ich zufrieden“, sagt Basol.

Düsseldorf gleicht nach der Pause aus

Nach dem Seitenwechsel wollten die schwarz-weißen Gäste die Neumühler überraschen – und schafften es auch. Im Anschluss an eine eher vermeidbare Ecke nickte Marco Lüttgen zum 2:2 ein – ganze zwei Minuten nach Wiederbeginn. „Dieser Gegentreffer hat uns Kraft gekostet“, erklärt Basol. Tatsächlich spielten die Düsseldorfer nun deutlich mutiger nach vorne, gingen mit ihren Gelegenheiten aber ähnlich fahrlässig um wie zuvor die Neumühler.

Der eingewechselte Justin Bock weckte seine Mannschaft dann aber wieder auf. In der 69. Minute hämmerte er den Ball an die Latte. Kurz darauf konnte Genc dann aber jubeln. Aus rund 20 Metern Distanz verwandelte Ali Basaran einen Freistoß sehr sehenswert direkt zur 3:2-Führung (70.). Kurze Zeit später musste der Siegtorschütze dann aber den Platz humpelnd verlassen. „Das ist wohl nichts Schlimmes. Er hatte bereits Schmerzen, da haben wir Ali zur Sicherheit vom Platz genommen.“ Vier Minuten vor dem Ende wurde es noch einmal brenzlig, als Düsseldorfs Korbinian Beckers lang am Tor vorbei zielte. Doch auch Sadiklar und Bock verfehlten nochmal das Ziel. „Egal“, sagte Basol, „wir haben die drei Punkte.“

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